Am Dienstagmorgen

Polizeieinsatz am Hamburger Landgericht: Mysteriöse Umstände geben Rätsel auf

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Ein Mann in Hamburg hat sich wohl selbst eine Messerverletzung beigebracht.

Am Hamburger Landgericht hat sich am Dienstagmorgen eine vermeintliche Messerattacke ereignet. Die Polizei vermutet mittlerweile, dass das Opfer sich selbst verletzt hat.

Update 12.48 Uhr: Vor dem Hamburger Landgericht hat sich ein Mann am Dienstagvormittag mutmaßlich selbst mit einem Messer verletzt. Davon gehe die Polizei nach jüngsten Erkenntnissen aus, sagte ein Sprecher. Eine direkt nach dem Vorfall eingeleitete Großfahndung sei eingestellt worden. Zunächst war die Polizei von einem Messerangriff ausgegangen. 

Laut Hamburger Morgenpost soll es sich bei dem Verletzten um einen Anwalt handeln, der im Dezember 2018 wegen Untreue selbst vor Gericht gestanden habe. Das Urteil in dem Fall, bei dem Mandantengelder veruntreut worden sein sollen, lautete drei Jahre und neun Monate Haft sowie fünf Jahre Berusfverbot.

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Am Dienstag sollte um 9.30 Uhr die Berufungsverhandlung in diesem Fall beginnen. Weil der Angeklagte nicht auftauchte, sollte ein Saaldiener nach ihm suchen. Als dieser den Polizeieinsatz bemerkte, soll er laut Hamburger Morgenpost den im Gerichtssaal anwesenden Arzt dorthin geschickt haben, der den Anwalt wiedererkannte.

Sollte der Angeklagte, der bereits mehrfach versuchte seinen Prozess zu verzögern, aufgrund einer selbstverschuldeten Verletzung nicht im Gerichtssaal auftauchen, wäre das Urteil aus dem ersten Prozess rechtskräftig. Um 14 Uhr wird die Berufungsverhandlung fortgesetzt.

Polizei-Großeinsatz: Messer-Attacke am Hamburger Landgericht - Täter auf der Flucht

Hamburg - Im Strafjustizgebäude am Sievekingplatz in Hamburg ist ein Mann bei einer Messerattacke schwer verletzt worden. Ein noch unbekannter Täter soll im Eingangsbereich des Gerichtsgebäudes auf ihn eingestochen haben. Der Verletzte konnte das Foyer des Landgerichts noch betreten, brach aber dann zusammen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. 

Der Täter ist laut Polizei noch flüchtig. Nach ihm wird unter anderem per Hubschrauber gesucht. Die Hintergründe der Tat sind bis dato unklar.

Die Polizei rückte umgehend zu einem Großeinsatz aus und sperrte das Gebäude. Niemand darf es im Moment betreten oder verlassen.

Messer-Attacke am Hamburger Landgericht: Sperrungen verschiedener Haltestellen aufgehoben

An der Haltestelle Messehallen und an weiteren Haltestellen wurde der Zugverkehr vollständig eingestellt. Alle Züge hielten an diesen Bahnhöfen nicht, sondern fuhren durch. Allerdings wurden die Sperrungen gegen 11 Uhr aufgehoben.

Es ist nicht die erste Attacke am Landgericht Hamburg. 2017 bastelte ein Mann, der wegen Körperverletzung angeklagt und bereits wegen Mordes verurteilt war, aus einer Rasierklinge und einer Zahnbürste eine Stichwaffe und verletzte eine Zeugin leicht. 

sh

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