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Die Kfz-Werkstatt des Grauens! Acht Leichen gefunden - doch einen Verdacht schließen Behörden schon aus

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In dieser alten Halle einer Kfz-Werkstatt hatte ein Bestatter Leichen zwischengelagert.

In einer ehemaligen KfZ-Werkstatt in Brandenburg wurden acht Leichen entdeckt. Jetzt gibt es neue Details - einen Verdacht schließt die Staatsanwaltschaft aber nun aus.

Update vom 28. September 2019: Die Kfz-Werkstatt des Grauens! Wo früher Schrauber an Wagen gebastelt haben, haben Bestatter offenbar irgendwann begonnen, Leichen zwischenzulagern. Rund um das brandenburgische Biegen, wo die Ex-Werkstatt steht, herrscht Fassungslosigkeit. „Es ist pietätlos, wenn Leichen in einer Halle zwischen Autoteilen gelagert werden“, zitiert die Bild eine Anwohnerin.

Dass überhaupt gegen Recht und Gesetz verstoßen wurde, ist keineswegs gesagt. Ein Verdacht hat sich zerschlagen: „Der Anfangsverdacht der Störung der Totenruhe hat sich nicht erhärtet“, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). 

Der Fall wird laut Bild weiter geprüft. Laut Paragraf 18 des Brandenburgischen Bestattungsgesetz müsse demnach jeder Tote innerhalb von 24 Stunden in eine Leichenhalle gebracht werden. Falls eine Ordnungswidrigkeit begangen wurde, müsste diese vom Landkkreis verfolgt werden.

Der Biegener Ortsvorsteher Björn Haenecke glaubt dem Bericht zufolge, „das ist doch nur die Spitze des Eisbergs“. Ein Leichenwagen-Fahrer soll zu ihm gesagt haben: „Wenn Sie wüssten, in wie vielen Brandenburger Garagen Leichen gelagert werden …“

Ein schrecklicher Unfall hat sich in Höxter (NRW) ereignet: Ein Auto raste  Nachts in einen Friseursalon. Der Fahrer verbrannte in dem Wagen.

Anwohner entdeckten sie: Acht Leichen in Kfz-Werkstatt gelagert - Polizei ermittelt 

Unser Artikel vom 27. September 2019:

Biegen - In Brandenburg haben Bestatter einem Zeitungsbericht zufolge Leichen in einer alten Kfz-Werkstatt gelagert. Die Behörden seien nach Hinweisen von Anwohnern eingeschritten und hätten diese Nutzung der Werkstatt untersagt, berichtete die „Märkische Oderzeitung“ (online) am Donnerstag mit Berufung auf die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder).

Biegen/Brandenburg: Acht Leichen in Kfz-Werkstatt entdeckt - Polizei ermittelt 

Dem Bericht zufolge standen in der Werkstatt mehrere Särge und Kühlzellen. Es sollen darin acht Tote aufbewahrt worden sein. Laut Staatsanwaltschaft gebe es keinen Anfangsverdacht auf eine Straftat - es komme stattdessen eine Ordnungswidrigkeit in Betracht. Für Nachfragen war die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend nicht zu erreichen.

In der Region Berlin-Brandenburg hatte es in den vergangenen Jahren schon andere Fälle von unangemessenem Umgang mit Toten gegeben. Im Jahr 2015 etwa wurden mehrere Särge mit Leichen im Kühlraum eines ehemaligen Supermarktes in Wandlitz nördlich von Berlin gefunden. Ein Bestatter hatte sie dort untergebracht.

Polizei ermittelt - Kuriose Entdeckung in Kfz-Werkstatt in Brandenburg 

Im Oktober 2012 war in Hoppegarten bei Berlin ein Transporter mit zwölf Särgen samt Leichen gestohlen worden. Er stand auf dem Areal eines Bestattungsunternehmens. Die Suche nach den Toten dauerte über eine Woche. Schließlich entdeckten die Ermittler die Särge in einem Wald in Polen. Später wurden die drei Autodiebe in Posen (Poznan/Polen) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

In Österreich fand die Polizei eine verwesende Leiche in einer Kühltruhe eines Kellerabteils. Der Mieter gab an, dass es sich dabei um einen Freund handele, den er in Plastiksäcke verpackt und dort abgelegt habe.

Im niedersächsischen Göttingen hat ein Mann offenbar eine Frau auf offener Straße ermordet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wo ist Yolanda Klug? Die Polizei Leipzig sucht unter Hochdruck nach der 23-Jährigen. Es muss von einer Gefahr „für Leib und Leben“ ausgegangen werden. Außerdem wurde in Nordrhein-Westfalenin einer Wohnung eine Leiche gefunden. Sie lag dort wohl bereits seit acht Jahren.

dpa 

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