Online-Supermärkte erleben Corona-Boom

Online-Einkauf von Lebensmitteln: Worauf Kunden bei Lieferdiensten achten müssen

Online-Supermärkte sind die großen Gewinner der Coronavirus-Krise.
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Online-Supermärkte sind die großen Gewinner der Coronavirus-Krise.

Online-Supermärkte profitieren vom Coronavirus. Immer mehr Menschen kaufen bestellen ihre Lebensmittel bei den Lieferdiensten im Internet.

  • Online-Supermärkte erleben in Zeiten des Coronavirus einen regelrechten Boom.
  • Das Konzept trifft den Zeitgeist, beinhaltet allerdings einige Tücken.
  • Damit der Online-Einkauf reibungslos abläuft, sollten Kunden über ihre Rechte Bescheid wissen.

Dortmund - Einkäufe im Supermarkt sind dieser Tage wahrlich kein Vergnügen. Neben langen Wartezeiten schlägt das beklemmende Gefühl eines erhöhten Infektionsrisikos auf das Gemüt. Viele bestellen sich ihre Lebensmittel deswegen online und lassen sie sich nach Hause liefern. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, berichtet RUHR24.de*.

Lieferdienste: Lebensmittel online bestellen - Branche erlebt Corona-Boom

Um satte 56 Prozent ist der Online-Handel bei Nahrungsmitteln laut WDR allein im März 2020 gewachsen. Immerhin passt das Konzept in die Coronavirus-Krise sprichwörtlich wie die "Faust aufs Auge" (alle Service-Artikel auf RUHR24.de)*.

Die viel zitierten Aerosole - die besonders in Supermärkten, in denen sich viele Menschen in einem geschlossenen Raum bewegen, zur Gefahr werden können - spielen bei der kontaktlosen Lieferung von Lebensmitteln keine Rolle. Sich über die Verpackung und die darin enthaltenen Produkte anzustecken, ist nach jetzigem Forschungsstand unwahrscheinlich. Kurzum: Die Versorgung ist sichergestellt und das Infektionsrisiko gering.

Lebensmittel online einkaufen: Lieferdienste haben einen großen Nachteil

Wie so vieles im Leben haben allerdings auch die Lieferdienste von Lebensmitteln einen Haken. Weil die Lieferungen in den meisten Fällen nur noch im Hausflur abgestellt werden, muss sich der Kunde darauf verlassen, dass ihn die bestellte Ware in gutem Zustand und mit ausreichender Mindesthaltbarkeit erreicht.

Tut sie das nicht, wird es schnell ärgerlich. Die Verbraucherzentrale betont gegenüber dem WDR, dass selbstverständlich auch in der stressigen Corona-Zeit ein Recht auf einwandfreie Ware besteht. Verdorbene Lebensmittel sollten bestenfalls direkt mittels eines Fotos dokumentiert und umgehend beim Händler telefonisch oder per Mail reklamiert werden.

Die Verbraucherzentrale gibt Tipps für den Einkauf bei Lebensmittellieferdiensten.

Wird kein Ersatz geliefert, kann vom Vertrag zurückgetreten oder - bei nur einem betroffenen Produkt - der Rechnungsbetrag entsprechend gemindert werden. Außerdem empfiehlt die Verbraucherzentrale, nicht schon per Vorkasse zu bezahlen. Ansonsten müsse man unter Umständen seinem Geld hinterherlaufen.

Lebensmittel online kaufen: Verbraucherzentrale empfiehlt auf Qualitätssiegel zu achten

Wichtig ist zudem die Wahl des richtigen Lieferdienstes. Neben der Liefergebühr, den Lieferzeiten und der Auswahl sollten Kunden laut Verbraucherzentrale bestenfalls auch prüfen, ob ihr Anbieter eines der folgenden Siegel vorweisen kann:

  • "Trusted Shops"
  • "internet privacy standards"
  • "EHI Geprüfter Online-Shop"
  • "TÜV Süd s@fer shopping"

Zwar seien diese Siegel kein Indiz für die Qualität der online beim jeweiligen Lieferdienst zu erwerbenden Lebensmittel. Aber sie garantieren, dass zur Überwachung dieselben Kriterien herangezogen werden, wie bei einem herkömmlichen Supermarkt. Außerdem spreche es für die Seriosität eines Anbieters, wenn dieser seine Kontaktdaten mit Adresse offenlegt.

Video: Bequem vom Sofa Lebensmittel bestellen: Online-Supermärkte im Test

Bei der Suche nach dem passenden Lieferdienst für Lebensmittel während der Coronavirus-Krise kann eine neue Plattform, die alle Anbieter in der Umgebung anzeigt*, Abhilfe zu schaffen. Dort sind auch die Versandkosten und die Lieferzeiten in der Übersicht einzusehen.

Kritik am Modell kommt weiterhin vor allem von Umweltschützern. Denn die Verpackung der online eingekauften Lebensmittel variiert von Anbieter zu Anbieter - Kunden haben darauf keinen Einfluss. Empfindliche Produkte, wie beispielsweise Eier und Glas, müssen mit zusätzlichem Verpackungsmaterial geschützt werden. 

cke

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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