Erhöhung nicht umsetzbar

Darum gibt es keine Mega-WM 2022 - und so reagiert Katar jetzt darauf 

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Gianni Infantino hätte gerne eine Mega-WM in Katar gehabt. Doch daraus wird nichts.

Die FIFA bestätigt, dass die Fußball-WM 2022 in Katar nicht mit 48 Teams ausgetragen wird. Nun hat sich auch das Gastgeberland zum Beschluss geäußert.

Terminschock vor WM 2022! Nur wenige Tage zwischen Bundesliga-Ende und Eröffnungsspiel

Update vom 27.11.2019: Erneut gibt es Ärger um die WM 2022 in Katar. Der Grund diesmal: ein unfassbar eng gestrickter Terminkalender für die Bundesliga-Spieler. Laut einem Bericht des kicker liegen zwischen dem Bundesliga-Ende und dem Eröffnungsspiel in Katar nur wenige Tage. Für die Bundesliga-Spieler und natürlich für das DFB-Team entfällt somit eine Erholungsphase. 

Update, 23. Mai 09.17 Uhr: Gastgeber Katar hat die Entscheidung gegen eine Erhöhung der Teilnehmerzahl bei der Fußball-WM 2022 begrüßt. 

Das Land wäre für eine Aufstockung auf 48 Mannschaften offen gewesen, wenn dafür ein machbarer Weg gefunden worden wäre, teilte das Organisationskomitee am Donnerstag mit. 

Eine gemeinsame Analyse habe jedoch ergeben, dass dafür mehr Zeit benötigt werden würde. Mit nur dreieinhalb Jahren bis zum Anpfiff fühle sich Katar weiter der Zusage verpflichtet, dass die WM 2022 mit 32 Teams eines der besten Turniere aller Zeiten werde.

Die FIFA hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass die Pläne einer Aufstockung der WM 2022 auf 48 Mannschaften vom Tisch sind. FIFA-Chef Gianni Infantino hatte sich davon zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe versprochen. 

Allerdings hätte eine Aufstockung große Probleme bereit, da sich Katar Co-Gastgeber ins Boot hätte holen müssen. Wegen der angespannten politische Lage am Golf wären dafür nur Kuwait und Oman in Frage gekommen, die innerhalb kürzester Zeit Pläne für ein Großturnier hätten vorlegen müssen.

FIFA bestätigt: WM in Katar 2022 doch mit 32 statt 48 Teams

Update, 22. Mai 22.05 Uhr: Die Erhöhung der Teilnehmerzahl der Fußball- Weltmeisterschaft 2022 in Katar von 32 auf 48 Mannschaften ist vom Tisch. Die zuvor angestrebte Erweiterungsoption werde nicht weiter verfolgt, teilte die FIFA am Mittwochabend mit. Damit wird die erste WM mit 48 Teams erst 2026 in den USA, Kanada und Mexiko über die Bühne gehen.

„Nach einem sorgfältigen und umfassenden Konsultationsprozess mit allen wichtigen Beteiligten wurde entschieden, dass unter den gegenwärtigen Umständen ein derartiger Vorschlag jetzt nicht unterbreitet werden kann“, heißt es in dem FIFA-Statement zu Katar. Daher werde dem am 5. Juni in Paris tagenden FIFA-Kongress auch kein Szenario mit einer 48er-WM unterbreitet.

FIFA-Chef Gianni Infantino wollte das Teilnehmerfeld von 32 auf 48 Mannschaften aufstocken. Davon hatte er sich zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe versprochen. Doch eine Ausdehnung auf 48 Teams hätte große Probleme bereitet. Die geplante Infrastruktur ist auf das kleinere Format ausgelegt und ließe sich nicht mehr anpassen. Katar hätte sich also Co-Gastgeber ins Boot holen müssen.

Große Überraschung: Fußball-WM 2022 in Katar wird keine Mega-Weltmeisterschaft

Erstmeldung: Die Aufstockung der Fußball-WM 2022 in Katar von 32 auf 48 Mannschaften ist offenbar vom Tisch. Nach Informationen der britischen Tageszeitung The Times wird erwartet, dass Weltverbands-Präsident Gianni Infantino auf dem FIFA-Kongress am 5. Juni in Paris offiziell bekannt gibt, dass es bei der kommenden WM-Endrunde bei 32 Teams bleibe.

Der Schweizer hatte sich höchstpersönlich für eine Aufstockung des WM-Turniers stark gemacht und dabei auch Unterstützer auf seiner Seite gehabt. Eine offizielle Bestätigung seitens der FIFA gibt es nicht, die Zeitung beruft sich ihrerseits aber auf gute Quellen innerhalb des Verbandes.

Fußball-WM 2022 in Katar mit 32 statt 48 Teams

Wie bereits beschlossen wird beim übernächsten Turnier 2026 in den USA, Kanada und Mexiko das Teilnehmerfeld auf 48 steigen. Aus organisatorischen und logistischen Gründen belasse es der Weltverband beim Turnier in Katar aber bei 32 Teams.

Grund dafür seien die politischen Probleme in diesem Gebiet des Nahen Ostens. Saudi-Arabien, das wegen Menschenrechtsverletzungen und dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi ohnehin in der Kritik steht, sowie die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, die von der FIFA als Co-Gastgeber ins Spiel gebracht worden waren, blockieren nach wie vor Katar, sodass nur die weitestgehend politisch neutralen Oman und Kuwait für weitere Spielstätten infrage kämen.

Katar macht klar: Kein FIFA-Alleingang möglich

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Hassan al-Thawadi, der Generalsekretär des katarischen Organisationskomitees, klargemacht, dass es in dieser Angelegenheit keinen Alleingang der FIFA geben werde. "Eine Entscheidung wird in enger Abstimmung zwischen FIFA und Katar getroffen. Es hängt von unserer Bereitschaft ab", sagte al-Thawadi.

Sollte bei den Organisatoren die Meinung vorherrschen, "dass eine Aufstockung keine Vorzüge bringt oder die Nachteile überwiegen, dann bleiben wir bei 32 Teilnehmern", betonte al-Thawadi.

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