Tagesschau

Coronavirus-Rückblick: So berichtete Judith Rakers (ARD) vor einem Jahr

Vor einem Jahr brach in Deutschland das Coronavirus aus. Judith Rakers moderierte die Tagesschau (ARD) und berichtete über den ersten positiven Fall.

Hamburg – Ziemlich genau ein Jahr ist es inzwischen her, dass in Deutschland die erste Coronavirus*-Infektion nachgewiesen wurde. Am Abend des 27. Januar 2020 berichtete die Tagesschau (ARD) davon, dass etwa 90 Deutsche aus der chinesischen Metropole Wuhan ausgeflogen werden sollten. Dort war das Virus vermehrt aufgetreten. Mit 80 war die Zahl der Toten noch vergleichsweise gering. Judith Rakers (45) moderierte an diesem Tag die Nachrichtensendung.

Nachrichtensendung: Tagesschau
TV-Sender: ARD, Das Erste, Tagesschau24
Erstausstrahlung: 26. Dezember 1952
Länge: 2–30 Minuten
Jahr(e): seit 1952
Moderation: Jens Riewa, Judith Rakers, Susanne Daubner , Thorsten Schröder, Linda Zervakis und weitere

Judith Rakers bei der Tagesschau (ARD): „Bestätigte Infektionen gibt es in Deutschland bisher nicht“

Vor etwa einem Jahr glaubte wohl noch niemand in Deutschland daran, welches Ausmaß die Coronavirus-Pandemie für die Menschen auf der Welt noch annehmen würde. Auf der Videoplattform YouTube lässt sich die Abendausgabe der Tagesschau vom 27. Januar 2020 noch einmal ansehen. In der vierten Meldung moderierte Judith Rakers (ARD) einen Beitrag zum Virus SARS-CoV-2 an.

„Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sollen jetzt offenbar auch Deutsche aus China ausgeflogen werden“, sagte Moderatorin Judith Rakers , die gebürtig aus Paderborn* stammt. Zu diesem Zeitpunkt waren weltweit erst etwa 2800 Menschen an dem Virus erkrankt. Bestätigte Infektionen aus Deutschland lagen noch nicht vor. Nur wenige Stunden nach der TV-Ausstrahlung der Tagesschau (ARD) wurde in Deutschland der erste Mensch positiv auf das Coronavirus getestet. Bei der Person handelte es sich um einen Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto in Bayern. Er war damals 33 Jahre alt.

Tagesschau mit Judith Rakers (ARD): Wie äußerten sich die Experten aus Politik und Gesundheit vor einem Jahr zum Coronavirus?

In der Tagesschau-Ausgabe von 27. Januar 2020, durch die Judith Rakers führte, äußerten sich auch Experten aus den Bereichen Politik und Gesundheit zum Coronavirus-Ausbruch in China. Lothar Wieler (59), der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), gab damals eine erste Einschätzung zu dem Infektionsgeschehen ab: „Wir haben bislang lediglich Zahlen von Fällen und Zahlen von Todesfällen. Und wenn man von diesen Zahlen ausgeht, dann können wir nicht davon ausgehen, dass das Virus viele schwere Erkrankungen macht zurzeit.“

Ähnlich entspannt und zurückhaltend klang auch Bundesgesundheitsminister und CDU-Politiker Jens Spahn* (40), der sich in dem Tagesschau-Beitrag ebenfalls zu Wort meldete. „Grundsätzlich sind wir wachsam, wir nehmen die Dinge sehr ernst. Wir sind aber auch gut vorbereitet. Es gibt Pandemiepläne, es gibt Umgangspläne sozusagen, was im Fall der Fälle an den Flughäfen und in den Kliniken zu tun wäre …“, so der Minister vor einem Jahr. Bei den Kollegen von msl24.de* lesen Sie mehr darüber, wie sich Jens Spahn vor einem Jahr zum Ausbruch der Coronavirus-Pandemie äußerte.

An den Wortbeiträgen lässt sich erkennen, wie ahnungslos Deutschland vor etwa einem Jahr noch war. Heute ist die Situation bekanntermaßen eine völlig andere. Die Coronavirus-Pandemie hat die ganze Welt fest im Griff. Besonders die Corona-Mutationen* beunruhigen Virologen. Bisher gibt es auch noch nicht genügend Corona-Impfstoff. Der Bund hat kürzlich 400 Millionen Euro in Corona-Antikörpermittel investiert, die laut Gesundheitsminister Spahn wie eine „passive Impfung“ wirken sollen. (*Owl24.de und msl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © dpa / Frank Rumpenhorst (Fotomontage: Owl24.de)

Auch interessant

Kommentare