Abschied

Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer beendet Karriere – und plaudert über ARD-Gehalt

Jan Hofer beendet seine Karriere bei der Tagesschau. Der Nachrichtensprecher enthüllte vor seiner letzten Sendung am 14. Dezember, wie viel er bei der ARD verdiente.

Update: 15. Dezember. „Meine Damen und Herren, das war nach fast 36 Jahren meine letzte Tagesschau. Ein großes Dankeschön dafür, dass Sie uns und mir so viele Jahre die Treue gehalten haben“, beginnt Jan Hofer nach seiner letzten Sendung in der ARD seine Abschiedsrede. Der Chefsprecher von Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensendung bedankt sich auch für die vielen guten Wünsche der Zuschauer, die ihn in den vergangenen Tagen erreicht haben. Er könne nicht alle beantworten, doch er habe jede Nachricht gelesen, so der 68-Jährige weiter.

Auch bei seinem Tagesschau-Team bedankte sich Jan Hofer. Auf Instagram meldete sich eine seiner engsten Mitarbeiter emotional zu Wort. „Ich werde dich unglaublich vermissen“, verriet Judith Rakers und verabschiedete sich von ihrem geschätzten Kollegen. In seinem Schlusssatz löste Hofer schließlich noch seine Krawatte und verabschiedete sich von den Zuschauern.

Jan Hofer (ARD) vor letzten Auftritt – „Mr. Tagesschau“ geht in den Ruhestand

Erstmeldung: 14. Dezember. Vor knapp 36 Jahren hatte alles angefangen: „Guten Abend meine Damen und Herren“. Mit diesen Worten begrüßt Jan Hofer seit 1985 die Zuschauer der Tagesschau zur besten Sendezeit um 20 Uhr. Doch der Chefsprecher der ARD-Nachrichtensendung verabschiedet sich nun in den wohlverdienten Ruhestand. Nach der Sendung am Montagabend (14. Dezember) beendet der Wahl-Hamburger seine Karriere.

Name:Jan Hofer
Geboren:31. Januar 1952 (68 Jahre)
Ausbildung: Universität zu Köln (1970–1974)
Kinder:Roman Hofer, Alexander Hofer
Beruf:Chefsprecher bei der ARD-Tagesschau

Tagesschau-Ära endet: Jan Hofer tritt als ARD-Nachrichtensprecher zurück – das ist der Grund

Aus Deutschlands quotenstärkster Nachrichtensendung verabschiedet sich ein beliebtes TV-Gesicht. Eine Ära geht am Montagabend bei der Tagesschau zu Ende. Nach dem berühmten Gong wird Jan Hofer zum letzten Mal die Nachrichten verlesen. Von der ARD wurde er fast zwei Jahrzehnte als Chefsprecher eingesetzt. Doch vor drei Monaten kam die große Ankündigung.

Ende September 2020 kündigte Jan Hofer, der beliebte Kollege von Judith Rakers seinen Rücktritt als Sprecher bei der ARD-Tagesschau an und auch sein Nachfolger wurde gleichzeitig bekannt gegeben. Jens Riewa (57) wird in seine Fußstapfen treten. „Es wird jetzt Zeit, mich um meine Familie zu kümmern – und weniger um die täglichen Weltnachrichten“, kommentiere der 68-Jährige seinen Abschied.

Jens Riewa wird der Nachfolger von Jan Hofer und übernimmt seinen Job als Chefsprecher der ARD-Tagesschau.

Jan Hofer: Abschied von der Tagesschau (ARD) – so sehen die Zukunftspläne des 68-Jährigen aus

Gegenüber dem Hamburger Abendblatt äußerte sich Jan Hofer auch zu seinen Zukunftsplänen. „Ich höre bei der Tagesschau auf, aber ich werde nicht aufhören zu arbeiten. Ich rede zum Beispiel mit meinem Management darüber, ob ich vielleicht einen Podcast machen sollte.“ Nach einem vollständigen Ruhestand klingt das noch nicht. Ähnlich wie seine Kollegin Judith Rakers, ist der beliebte ARD-Nachrichtensprecher auch viel in den sozialen Medien unterwegs. Auf Instagram bedankt er sich bei seinen Zuschauerinnen und Zuschauern, die ihm über die Jahre die Treue geschworen haben.

15,9 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Sonntagabend (13. Dezember) die vorletzte Tagesschau-Ausgabe mit Chefsprecher Jan Hofer. „Gestern Abend in der @tagesschau Danke, danke , #danke. Können wir das heute Abend noch toppen?“, fragte er seine Follower auf Instagram in Bezug auf die Einschaltquote. Im vergangenen Jahr hatte Hofer während der Live-Sendung vor laufenden Kameras einen Schwächeanfall erlitten, von dem er sich wenige Tage später wieder erholen konnte, wie merkur.de berichtete.

Jan Hofer spricht vor letzter Tagesschau-Sendung über sein Gehalt als Sprecher – soviel zahlt die ARD

Über Löhne beim Fernsehen wird in der Regel wenig gesprochen. Doch kurz vor dem Ende seiner Karriere hat Jan Hofer nun über sein Gehalt bei der Tagesschau gesprochen. „Bezahlt werden wir pro Folge, die wir sprechen, das höchste Honorar gibt es für die 20-Uhr-Sendung, es liegt bei etwa 260 Euro“, erklärte der Nachrichtensprecher in dem Podcast „Entscheider treffen Haider“, der vom Hamburger Abendblatt betrieben wird. Bereits nach seinem Schwächeanfall lüftete die ARD das Geheimnis über die Gehälter von Judith Rakers und ihren Kollegen.

Für drei bis vier Ausgaben stehen die Tagesschau-Sprecher pro Arbeitstag vor der Kamera. Doch beispielsweise für die Sendung um 14 Uhr zahlt ihnen die ARD viel weniger. „Da kann man für sechs Stunden Aufwand auch mal nur auf 300 Euro Honorar kommen“, so der 68-Jährige. Von den Einnahmen könne man zwar ordentlich leben, reich werde man aber nicht. „Als Sprecher der Tagesschau wirst du ja nicht dafür bezahlt, dass du um 20 Uhr vor der Kamera stehst. Du wirst dafür bezahlt, dass du an 365 Tagen 24 Stunden lang öffentlich für die Tagesschau’da bist“, machte Jan Hofer deutlich.

Jan Hofer (ARD): Zum Tagesschau-Abschied – Judith Rakers findet lobende Worte für ihren Kollegen

Vor 16 Jahren wurde Jan Hofer zum Chefsprecher. Seine Kollegin Judith Rakers fand nun zu seinem Karriereende bei der Tagesschau rührende Worte. In der „NDR Talkshow spezial“ sagte sie über ihn: „Er kümmert sich an den richtigen Stellen, er hilft an den richtigen Stellen, er ist an den richtigen Stellen auch mal streng. Und der hat den Laden einfach im Griff.“

Auch die ARD stellte seinem langjährigen Angestellten Jan Hofer ein hervorragendes Zeugnis aus. Die Redaktion der Tagesschau verliere einen ihrer herzlichsten Mitarbeiter, hieß es in einer öffentlichen Mitteilung des öffentlich-rechtlichen Senders. Mit den Worten „Auf Wiedersehen, meine Damen und Herren“ beendet Jan Hofer normalerweise die ARD-Nachrichtensendung. Doch bei der Tagesschau-Ausgabe am Montagabend (14. Dezember) wird der 68-Jährige einen anderen Schlusssatz wählen müssen, um sich von den Zuschauerinnen und Zuschauern zu verabschieden. In der „NDR-Talkshow“ kündigte er bereits an, dass er noch ein paar persönliche Worte sagen werde. (*Owl24.de, msl24.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Tagesschau.de/dpa

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