Thema beschäftigt Bundesgericht

Schusswaffen aus dem 3D-Drucker: So will Facebook gegen die Verbreitung von Bauplänen vorgehen

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Eine Kunststoff-Pistole aus einem 3D-Drucker mit der Bezeichnung "Liberator".

Ein US-Bundesrichter befasst sich am Freitag mit der Frage, ob die Baupläne für Schusswaffen aus einem 3D-Drucker dauerhaft verboten werden sollten. 

Update 10. August, 14.16 Uhr

Das Online-Netzwerk Facebook will die Verbreitung von Bauplänen für Schusswaffen aus dem 3D-Drucker verbieten. Die Veröffentlichung solcher Anleitungen verstoße gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. 

Links zu Internetseiten, die Pläne für Waffen aus dem 3D-Drucker oder computergesteuerten Fräsen anbieten, würden künftig gelöscht. Facebook verbietet in seinen Richtlinien schon länger den Verkauf oder Tausch von Schusswaffen.

Erstmeldung

Seattle - Ein US-Bundesrichter befasst sich am Freitag mit dem Streit um Schusswaffen aus dem 3D-Drucker. In der Anhörung in Seattle geht es darum, ob die Veröffentlichung von Konstruktionsplänen für diese Waffen im Internet möglicherweise dauerhaft verboten werden soll. Acht US-Bundesstaaten sowie die Hauptstadt Washington haben die US-Bundesregierung verklagt, weil sie diese Veröffentlichungen genehmigt hatte. 

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Aufgrund ihrer Klage hatte der zuständige Richter in Seattle die Verbreitung der Konstruktionspläne zu Monatsbeginn bereits vorläufig gestoppt. Die Kläger betrachten die funktionsfähigen Waffen aus dem Drucker als Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Die Konstruktionspläne stammen von Cody Wilson, einem Aktivisten für das Recht auf privaten Waffenbesitz.

AFP

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