Debatte um Tempelöffnung für Frauen

Staat steht still nach gewalttätigen Protesten - weil Frauen Tempel betreten wollten

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Nach dem Frauen-Besuch in dem Hindu-Tempel steht das öffentliche Leben in dem südindischen Staat still.

Weil im südindischen Staat Kerala zwei Frauen einen Tempel betreten wollten, kam es zu Ausschreitungen. Das öffentliche Leben steht still.

Neu Delhi - Im südindischen Staat Kerala ist das öffentliche Leben nach gewalttätigen Protesten gegen die Öffnung eines Tempels für Frauen zum Stillstand gekommen. Medienberichten zufolge blieben Märkte und Schulen im Staat am Donnerstag geschlossen, zahlreiche Straßen waren blockiert.

Frauen wollen Tempel in Südindien betreten - Proteste

Am Mittwochmorgen hatten zwei Frauen entgegen einer langen Tradition in Begleitung von Polizisten den Sabarimala-Tempel betreten. Daraufhin war es im gesamten Staat zu Zusammenstößen mit konservativen Hindus gekommen. Mindestens ein Aktivist sei am Abend an seinen Verletzungen gestorben, teilte die Polizei mit. Weitere Menschen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Lokalen Medien zufolge standen sich bei den Protesten unter anderem Anhänger der nationalistischen Hindupartei BJP von Premierminister Narendra Modi und der Kommunisten gegenüber, die im Staat Kerala regieren.

Indien: Debatte um Tempelöffnung für Frauen

Der Oberste Gerichtshof hatte vor Kurzem ein jahrhundertealtes Verbot von Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter an dem Pilgerziel gekippt. Ihnen war der Zutritt zu den Heiligtümern des Sabarimala Tempels verwehrt worden, da ihre Anwesenheit angeblich das Zölibat der Tempelgottheit Ayappa gefährden würde. Das Oberste Gericht hatte das Verbot am 28. September für verfassungswidrig erklärt. Seitdem war es immer wieder zu Protesten gekommen.

dpa

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