Protest in Rheda-Wiedenbrück

Großdemo gegen Schlachtbetrieb Tönnies: Erhebliche Verkehrsbehinderungen erwartet

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In Rheda-Wiedenbrück protestieren heute Menschen gegen den Schlachtkonzern Tönnies. (Symbolbild)

Eine Großdemo wird heute Rheda-Wiedenbrück beherrschen. Hunderte Menschen werden heute vor dem Tönnies-Werk protestieren. Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

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  • Protest gegen Tönnies
  • Verkehrsbehinderungen

Rheda-Wiedenbrück - "Der schwarze Freitag": Unter diesem Namen gehen am Freitag bundesweit auf die Straßen. In über 20 Städten protestieren Demonstranten gegen den Schlachtkonzern Tönnies. "Dazu werden wir Gewerkschafter, Bürgerrechtler, Umwelt- und Tierrechtsaktivisten zusammen bringen", kündigt Elmar Wigand an, der Pressesprecher des Vereins "Arbeitsunrecht in Deutschland." 

Proteste und Aktionen gegen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück und ganz OWL

Worum geht es? "Der Protest richtet sich gegen ein System, das auf die skrupellose Ausbeutung von Menschen, das grausame Quälen von Tieren und die Zerstörung der Natur setzt", schreiben die Veranstalter in der Ankündigung. "Wir nutzen friedliche, fantasievolle und unbequeme Protest-Aktionen. Dazu gehören freie Meinungsäußerung und ziviler Ungehorsam."

Außerdem protestieren sie in Rheda-Wiedenbrück gegen den geplanten Ausbau der Schlachtanlage. Sie wollen vor Ort die Anwesenden zudem über die Herstellung der Fleischprodukte aufklären, die in Supermärkten und Stadien landen. Dafür werden in verschiedenen Städten Aktionen veranstaltet - auch in OWL:


Bad Oeynhausen

Info-Aktionen an Aldi Märkten

Bielefeld

Supermarkttour

Bünde

Info-Aktionen an mehreren Discountern

Halle

Supermarkttour

Herford

Supermarkttour

Hiddenhausen

Supermarkttour

Lübbecke

ab 16.00 Uhr: ALDI, Strubbergstr 9

Porta Westfalica

Supermarkttour


Der Chef des Schachtbetriebes sorgte erst vor Kurzem für Schlagzeilen: Nach Äußerungen von Clemens Tönnies wurde dem Schalke-Aufsichtsratmitglied Rassismus vorgeworfen. Zudem kam es kürzlich zu einem Prozess: Drei Mitarbeiter von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mussten sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten.

Tönnies-Protest: Das passiert in Rheda-Wiedenbrück

In Rheda-Wiedenbrück beginnt der Protest um 15 Uhr mit einem Treffen vor dem Hauptbahnhof. Dort wird dann eine Kundgebung abgehalten. Dabei werden mehrere Redner das Mikrofon ergreifen. Um 17 Uhr folgt dann ein Demonstrationszug zum Tönnies-Werk. Folgende Vereine und Gruppen sind bei dem Protest dabei:

  • Bündnis gegen Tönnies-Erweiterung
  • LAG Tierschutz Die Linke NRW
  • Aktion gegen Arbeitsunrecht
  • Fridays for Future Bielefeld und Gütersloh
  • attac Gütersloh
  • Fairleben
  • Venga e.V.
  • Safe Movement
  • ARIWA OWL
  • Die Linke Kreisverband Gütersloh
  • BUND-OWL
  • IG WerkFAIRträge
  • Linksjugend ['solid] Kreis Gütersloh

Verkehrsbehinderungen wegen Tönnies-Protest in Rheda-Wiedenbrück

Aufgrund der Demo vor dem Tönniesgelände kann es in Rheda-Wiedenbrück zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen, wie die Polizei auf Nachfrage von owl24.de bestätigt. Die Beamten begleiten den Demonstrationszug über folgende Straßen:

  • Wilhelm Straße
  • Gütersloher Straße

Zugleich wird die Polizei in diesen Bereichen in Rheda-Wiedenbrück den Verkehr umleiten und um den Demonstrationszug zum Tönnies-Werk die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h herabsenken.

Tönnies geht juristisch gegen Protest in Rheda-Wiedenbrück vor

Der Konzern Tönnies reagierte auf die angekündigten Proteste in Rheda-Wiedenrück von "Freitag der 13." und kommentierte: "Die Vorwürfe des Vereins Aktion/Arbeitsunrecht sind falsch. Auf die Gesprächseinladung und das Angebot zu einem inhaltlichen Dialog hat der Verein nicht reagiert, daher haben wir gegen den Verein Unterlassungsansprüche durchgesetzt, die aktuell vollstreckt werden. Wir respektieren das Demonstrationsrecht und die freie Meinungsäußerung, allerdings wehren wir uns gegen falsche Behauptungen und Verunglimpfungen."

Zu einer Großdemo wird es auch am 20. September in Bielefeld kommen. Die "Fridays For Future"-Bewegung zieht mit knapp 5000 Teilnehmern durch die Innenstadt.

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