Resistent gegen Antibiotika

Gesundheitsgefahr! Gefährliche Keime in der Ems entdeckt

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In der Ems bei Rheda-Wiedenbrück wurden gefährliche Keime entdeckt (Symbolbild).

Verseuchte Proben: In der Ems wurden Keime entdeck, ein Badeverbot wird gefordert. Der Schuldige? Ein örtliches Unternehmen, sagen Naturschützer. 

Rheda-Wiedenbrück – Die Ems ist mit Keimen verseucht. Das haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum herausgefunden. Sie Wissenschaftler untersuchten dazu zwei Wasserproben aus dem Gewässer. Ein Schuldiger scheint schon gefunden: das Lebensmittelunternehmen "Tönnies".

Keime in der Ems: Resistenz gegen Antibiotika

Die Untersuchung ergab, dass die Keime in der Ems nicht nur gefährlich, sondern auch extrem robust sind. So sind sie gegen elf Antibiotika immun. Die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) fordert deshalb ein sofortiges Verbot für Kanufahrer und ein Badeverbot für Hunde.

Tönnies verantwortlich für Keime in der Ems?

Der Verein hatte die Studie auch in Auftrag gegeben – gemeinsam mit dem Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung. Beide Parteien sehen in dem Unternehmen, Deutschlands größtem Schweine-Schlachtbetrieb, den Hauptverursacher der Verschmutzung der Ems mit den gefährlichen Keimen. Bei dem Rheda-Wiedenbrücker Betrieb wurde nun ein Betrug aufgedeckt: Korrupte Mitarbeiter kosteten Tönnies mehrere Millionen Euro.

Der Kreis Gütersloh vertritt hingegen die Meinung, dass man die Verschmutzung der Ems mit diesen Keimen nicht auf einen Faktor zurückführen könne. Es gebe mehrere Grüne, beispielsweise die Düngepraxis.

Die Tönnies GmbH wird von Umweltschützern als verantwortlich für die Keime in der Ems angesehen.

Am Mittwoch (7. November) kam es in Rheda-Wiedenbrück zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Transporter und ein Auto prallten mit voller Wucht zusammen. 

Am Montag (29. Oktober) mussten 150 Passagieren in Rheda-Wiedenbrück einen Zug verlassen, weil ein Unbekannter Pfefferspray versprühte. Mitte dieses Jahres sorgte ein Fall in Rheda-Wiedenbrück für Aufsehen: Unbekannte Täter hetzten ihre Hunde auf eine junge Schwanenfamilie, die sich an der Ems niedergelassen hatte.  Am Landgericht Bielefeld startete nun ein Prozess gegen einen Mann aus Rheda-Wiedenbrück, der den Sohn seiner Lebensgefährtin mehrfach missbraucht hat.

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