Mordkommission eingerichtet

Lkw-Fahrer fast totgeprügelt! Zweiter Täter gefasst

Die Mordkommission ermittelt nach einem versuchten Toetungsdelikt auf einem Parkplatz. (Symbolbild)
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Die Mordkommission ermittelt nach einem versuchten Tötungsdelikt auf einem Parkplatz. (Symbolbild)

Zwei Lkw-Fahrer haben in Rheda-Wiedenbrück auf einen anderen Lastwagen-Fahrer eingeprügelt und ihn fast getötet. Nun wurde der flüchtige Täter gefasst.

  • Versuchtes Tötungsdelikt in Rheda-Wiedenbrück
  • Zwei Männer attackieren Lkw-Fahrer auf einem Parkplatz
  • Beide Täter nun wegen versuchten Totschlags angeklagt 

Update: 23. Dezember. Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld gemeinsam mit der Polizei nun berichtet, konnte der gesuchte Täter mithilfe "konkreter Hinweise" inzwischen gefasst werden. Zeugenhinweise leiteten die Ermittler zu dem Werksgelände der Firma Tönnies in der Straße "In der Mark" in Rheda-Wiedenbrück. Markus Mertens, Leiter der Mordkommission, über den Fahndungserfolg: "Am Samstag erhielten wir konkrete Hinweise auf den Aufenthaltsort des zweiten Tatverdächtigen und haben ihn unweit des Tatortes angetroffen. Der 31-Jährige hat sich in den Vernehmungen bislang nicht zu dem Tatgeschehen geäußert."

Auch gegen den zweiten Täter wurde nun Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Vom Opfer der Attacke in Rheda-Wiedenbrück gibt es gute Nachrichten: Der 47-Jährige ist mittlerweile außer Lebensgefahr, jedoch noch nicht vernehmungsfähig. Polizei und Staatsanwaltschaft gaben nun in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt, dass in einer Aslbewerberunterkunft in Versmold westlich von Bielefeld (NRW) ein 25-jähriger Mann mit einem Messer attackiert wurde und nun die Mordkommission neue Erkenntnisse zu der Gewalttat mitgeteilt hat.

Rheda-Wiedenbrück: Polizei auf der Suche nach Lkw-Fahrer

Rheda-Wiedenbrück – Am vergangenen Samstag (14. Dezember) kam es zu einem brutalen Vorfall, mit dem sich nun die Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission in Bielefeld beschäftigt. Ausgangspunkt war ein Streit zwischen drei Personen auf einem Werksparkplatz an der Straße "In der Mark".

Dort gingen gegen 16.15 Uhr zwei Lkw-Fahrer auf einen weiteren Fahrer los. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen die Täter einen 47-Jährigen in Rheda-Wiedenbrück so schwer verletzt haben, dass dieser bewusstlos liegen blieb und von Rettungskräften in ein Krankenhaus nach Gütersloh gebracht werden musste. 

Versuchter Totschlag in Rheda-Wiedenbrück: Opfer wohl in Lebensgefahr

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Mann vermutlich lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Er wies schwerste Verletzungen am Kopf und am Oberkörper auf, teilte die Polizei nach dem Vorfall in Rheda-Wiedenbrück mit. Erst kürzlich wurde in Bielefeld ein Lkw-Fahrer mit einem Messer und Reizgas attackiert.

Im weiteren Verlauf meldete sich ein Zeuge bei der Polizei. Er gab an, dass der 47-Jährige von den beiden Tätern in Rheda-Wiedenbrück mit Schlägen und Tritten attackiert worden sei. Die Beamten konnten schließlich einen 27-Jährigen als ersten Verdächtigen stellen. Es soll sich um einen Lkw-Fahrer aus Weißrussland handeln. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (16./17. Januar) löste ein Brand in einem Wohnhaus in Rheda-Wiedenbrück bei Gütersloh in NRW Großalarm aus und mehrere Menschen sollen sich in Gefahr befunden haben.

Zweiter Täter aus Rheda-Wiedenbrück auf der Flucht

Mittlerweile wurde nach dem brutalen Vorfall in Rheda-Wiedenbrück die Mordkommission "Parkplatz" eingerichtet, die Kriminalhauptkommissar Markus Mertens leitet. Gegen den 27-Jährigen wurde seitens der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Er sitzt nun wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.

Die weiteren Ermittlungen zum versuchten Tötungsdelikt dauern derweil an. "Aktuell sucht die Mordkommission einen russischsprachigen Lkw-Fahrer, der Fleischtransporte durchführt", teilte die Polizei am Freitag (20. Dezember) mit. Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben:

  • er ist etwa 30 bis 40 Jahre alt
  • hat eine normale Statur
  • hat helle, kurze Haare
  • trug zum Tatzeitpunkt eine graue Sportjacke sowie ADR-Sicherheitsschuhe mit einer Stahlkappe

Ein tragischer Vorfall ereignete sich in Bielefeld derweil vor wenigen Wochen. Ein Lkw-Fahrer brach am Steuer zusammen und verstarb. Zu einer Bluttat kam es derweil in einer anderen Stadt in OWL. Ein Mann wurde in Hiddenhausen mit 25 Messerstichen getötet. In Bielefeld begann nun der Prozess gegen ihn.

Nahe Tönnies kam es nun zu einem schweren Unfall: Weil ein Pkw und ein Lkw auf der B64 in Rheda-Wiedenbrück zusammenkrachten, ist die Bundesstraße voll gesperrt.

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