Nach langen Rechtsstreits

Deutschlands letzte Nerzfarm geschlossen? Keine Tiere mehr in Rahden

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Weltweit werden Nerze wegen ihres Pelzes gezüchtet. Hier ein Bild einer Farm in Kanada.

Es ist die letzte noch bewirtschaftete Pelzfarm in Deutschland. In Rahden wurden bis vor Kurzem noch Nerze gezüchtet. Nun stehen die Käfige leer. Hat die umstrittene Farm etwa dicht gemacht?

Rahden – Nach jahrelangen Protesten und unzähligen Aufklärungs-Videos und Fotos, scheint der Betreiber der letzten Pelzfarm in Deutschland eingeknickt zu sein. Nachdem neue Tierschutzgesetze (etwa für größere Käfige und Schwimmbecken für die Tiere) verabschiedet wurden, schlossen nach und nach immer mehr deutsche Pelzfarmen. Nur ein Betrieb wehrte sich standhaft gegen die Schließung.

Nerzfarm in Rahden: Schlimme Bedingungen

Noch bis vor zwei Monaten lebten etwa 4000 Nerze auf der Farm in Rahden im Kreis Minden-Lübbecke. Bild- und Filmaufnahmen, die von Tierschützern gemacht wurden, zeigten die schlechten Bedingungen unter denen die Tiere gehalten wurden. Enge und verdreckte Käfige, verletzte Tiere. Dennoch wehrte sich der Betreiber bis zuletzt gegen die Tierschutzgesetze und machte einfach weiter.

Rahdener Nerzfarm: Wo sind die Tiere?

Wegen diverser Übergangsfristen durfte die Farm noch bis 2022 betrieben werden. Doch nun bestätigten sowohl das Deutsche Tierschutzbüro als auch die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke, dass sich momentan keine Tiere mehr auf der Farm in Rahden befinden. Die Tierhaltung dort wurde jedoch noch nicht offiziell abgemeldet. Wo genau sich die Tiere befinden, ist nicht bekannt. Auch nicht, ob der Zuchtbetrieb wieder aufgenommen wird.

Weitere Informationen folgen.

Auf dieser Nerzfarm in Rahden befinden sich momentan keine Tiere mehr.


Während des Sturmtiefs "Bennet" Anfang März wurde ein Mann im Kreis Minden-Lübbecke schwer verletzt. Bei Arbeiten auf einem Firmendach stürzte er fünf Meter in die Tiefe.

In Espelkamp nahe Rahden kam es zu einer Tragödie: Ein Motorradfahrer wurde von einem Opel erfasst. Der junge Mann starb noch am Unfallort. Bei einem Großbrand in Rahden starben 2000 Schweine.

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