Lohnerhöhung gefordert

Streiks im öffentlichen Dienst: Bundesweiter Stillstand im Bahnverkehr droht

Die Streiks im öffentlichen Dienst, zu denen Verdi aufgerufen hat, treffen Deutschland. Viele Busse und Bahnen fahren nicht. In Paderborn ist das anders.

Update: 29. September, 9.32 Uhr. Am heutigen Dienstag haben viele Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) ihre Arbeit niedergelegt, um zu streiken. Die Arbeitnehmer fordern einen deutschlandweiten Rahmentarifvertrag. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem Protest aufgerufen. In Bielefeld (NRW) stehen viele Bahnen und Busse von moBiel still. In Paderborn ist das anders.

Hier machen die Angestellten offenbar eine Ausnahme. Der PaderSprinter ist nicht von dem bundesweiten Warnstreik betroffen. Fahrgäste werden auch heute wie gewohnt durch das Paderborner Stadtgebiet transportiert.

Verdi ruft zum bundesweiten Warnstreik auf – ist Paderborn (NRW) betroffen?

Erstmeldung: 25. September. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes streiken derzeit für eine Lohnerhöhung. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem Streik aufgerufen. Auch in der Stadt Paderborn haben am heutigen Freitag (25. September) Angestellte ihre Arbeit niedergelegt. Aufgrund der Proteste kann es in Krankenhäusern zu Engpässen kommen.

Stadt Paderborn
Einwohner148.126
BundeslandNRW

LWL-Klinik in Paderborn (NRW) vom Streik betroffen

Rund 20 Mitarbeiter der LWL Klinik in Paderborn beteiligen sich am heutigen Freitag (25. September) an dem bundesweiten Streik im öffentlichen Dienst. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) fordert von den Arbeitgebern insgesamt 4,8 Prozent mehr Lohn. Die Aktion begann um 11 Uhr. In den vergangenen Tagen beteiligten sich immer mehr Personen des öffentlichen Dienstes an den Proetsten.

Nicht nur in Paderborn, auch in Gütersloh (NRW) fordern die Beschäftigten des Klinikums höhere Löhne für ihre Arbeit und gingen deshalb auf die Straße. In ganz Ostwestfalen-Lippe wird vielerorts gestreikt. „Schon früh am Morgen haben die Kolleginnen und Kollegen vom Jobcenter Lippe, Kliniken Lippe, Kreis Lippe, Stadt Detmold und GPZ vor dem Kreishaus in Detmold gestreikt!“, wie Verdi OWL via Facebook verkündete. In der kommenden Woche wirken sich die Proteste dann auch wohl auf den öfentlichen Nahverkehr aus.

Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr treffen Paderborn (NRW) und ganz Deutschland

Pendler in ganz Deutschland kann es am kommenden Dienstag (29. September) hart treffen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Viele Busse und Bahnen sollen stehen bleiben. Bundesweit müssen sich Fahrgäste auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Auf den Straßen und Autobahnen könnte es dementsprechend voll werden. Auch in Paderborn (NRW) müssen die Menschen mit Einschränkungen rechnen.

Verdi möchte für etwa 87.000 Beschäftigte im ÖPNV einen Tarifvertrag durchsetzen. "Mit unseren Forderungen haben wir Vorschläge geliefert, wie sich die drängenden Fragen von Entlastung und Nachwuchsförderung lösen lassen", teilte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, mit. Die Arbeitgeber lehnen dies jedoch bisher ab. "Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen." In allen 16 Bundesländern laufen derzeit die Tarifverhandlungen.

Auch am Mittwoch (30. September) wird in Bielefeld gestreikt. Diesmal geht es um das Gesundheitswesen des Öffentlichen Dienstes. Unter anderem ist das Klinikum Bielefeld Mitte betroffen.

Rubriklistenbild: © dpa / Thomas Frey

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