Coronavirus-Pandemie

Bundesnotbremse: Nächste Stufe gilt in Paderborn ab Mittwoch

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen gibt es in Paderborn wenig Spielraum für Lockerungen. Ab Mittwoch (28. April) gilt die nächste Stufe der Bundesnotbremse.

Paderborn – Die Zahl der Personen, die sich im Kreis Paderborn aktuell mit dem Coronavirus* infizieren, nimmt immer weiter zu. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist die 7-Tage-Inzidenz am Dienstag (27. April) auf 183,9 gestiegen (Vortag: 173,8). Da die Werte deutlich über der 150er-Marke liegen, gelten ab Mittwoch (28. April) weitere Einschränkungen. Die einheitlichen Maßnahmen, die bei einem hohen Infektionsgeschehen umgesetzt werden, regelt die Bundesnotbremse.

StadtPaderborn
Einwohner151.633
BundeslandNRW

Bundesnotbremse in Paderborn: Einzelhandel bleibt ab Mittwoch geschlossen

In Kreis und Stadt Paderborn muss der Einzelhandel seine Geschäfte für die Kunden schließen. Der Grund sind die steigenden Infektionszahlen. Das NRW-Gesundheitsministerium gab am Montag bekannt, dass die Läden am Mittwoch vorerst nicht mehr öffnen dürfen. Per Click & Collect soll der Einkauf jedoch weiterhin möglich sein. Der Käufer darf also seine bestellen Waren online einkaufen und dann beim Händler nach Absprache vor Ort abholen. Bereits am Freitag (23. April) hatte Landrat Christoph Rüther die Befürchtung geäußert, dass bei Inkrafttreten der Bundesnotbremse viele Geschäfte des Einzelhandels innerhalb kürzester Zeit wieder geschlossen werden müssten. Der CDU-Politiker lag mit seiner Einschätzung richtig.

Lediglich Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Super-, Wochen- und Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Tankstellen und Zeitungshandel, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte sowie Gartenmärkte und der Großhandel dürfen geöffnet bleiben. Für Buchhandlungen gilt: Sie dürfen geöffnet bleiben, aber Einkaufen geht nur mit Termin. Maximal ein Kunde pro 40 Quadratmeter darf sich dort aufhalten. Die Rückverfolgbarkeit von Kontakten muss sichergestellt sein. Ein negativer Schnelltest ist nicht erforderlich. Auch die Schulen in Paderborn sind von der Bundesnotbremse betroffen und die Schülermmüssen ab Donnerstag (29. April) zurück in den Distanzunterricht.

Paderborn: Ausgangssperren gelten seit Samstag

Wegen der Bundesnotbremse gilt in Paderborn seit Samstag (24. April) zwischen 22 und 5 Uhr eine Ausgangssperre. Doch offenbar hatte das NRW-Gesundheitsministerium am vorangegangenen Freitag die Bürger im Kreisgebiet darüber lange im Unklaren gelassen, berichtete das Westfalen-Blatt. Paderborns Polizeisprecher Michael Biermann bestätigte, dass es hunderte Anrufe aus der Bevölkerung gegeben habe bezüglich der ab Samstag geltenden Corona-Regeln. Auch Bielefeld hat die Bundesnotbremse mit strengeren Maßnahmen ziehen müssen.

In Paderborn wird die nächtliche Ausgangssperre von der Polizei kontrolliert (Symbolbild).

Trotz des Durcheinanders haben sich laut Polizei Paderborn die meisten Menschen an die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen gehalten. Die Ermittler verzeichneten 40 Verstöße, die auch zur Anzeige gebracht wurden. Oftmals wurden Kontaktbeschränkungen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich nicht eingehalten. Die Polizei wird in den kommenden Tagen ihr Personal verstärken und die Kontrollen im Kreisgebiet ausweiten. Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski weist darauf hin, dass auch bestellte Speisen nach 22 Uhr nicht mehr abgeholt werden dürfen. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss mit einem Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro rechnen. Die Bundesnotbremse wirkt sich auch auf die Gartencenter und Baumärkte aus, deren Öffnung und Schließung bis vor kurzem noch in den Händen der Bundesländer lag. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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