Autobahn stundenlang voll gesperrt 

50 Gaffer filmen Unfall: Mann aus OWL unter den Opfern 

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Ein LKW-Fahrer aus Paderborn wurde bei dem Unfall schwer verletzt. 

Ein Mann aus Paderborn war auf der A1 in einen schweren Unfall verwickelt. Gaffer filmten ihn. Die Polizei ermittelt. 

Paderborn - Nach dem Unfall auf der A1 bei Dortmund, der sich am Donnerstag (7. Februar) ereignete, spricht die Polizei jetzt von unverantwortlichem Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Nach einem schweren Zusammenstoß, bei dem unter anderem ein LKW-Fahrer aus Paderborn zu schaden kam, zückten einige Autofahrer auf der Gegenfahrbahn die Handys und filmten den Crash. Doch die Polizei reagierte promt und fotografierte die Schaulustigen. 

Mann aus Paderborn im Unfall involviert 

Es sind unfassbare Bilder, die die Polizisten auf der A1 festgehalten haben. Rund 50 Personen griffen nach einem schweren LKW-Crash zum Smartphone und filmten die Verletzten. Auch ein Mann aus Paderborn befand sich unter den beiden Unfallopfern. 

Die Gaffer müssen jetzt mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro und einem Fahrverbot von einem Monat, inklusive Punkt in Flensburg, rechnen. Gegen die Beteiligten hat die Polizei Strafanzeigen in die Wege geleitet. Der LKW-Fahrer aus Paderborn wurde nach dem Unglück in ein Krankenhaus gebracht. 

Auf der Autobahn bildete sich ein kilometerlanger Stau. 

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Paderborn: Weitere Details zum Unfallhergang 

Auf der A1 bei Dortmund staute sich der Verkehr massiv. Der Paderborner wollte mit seinem Laster mehrere andere Lkw überholen. Beim Einscheren auf den rechten Fahrstreifen übersah der 56-Jährige einen Sattelschlepper. Die Fahrzeuge kollidierten miteinander.

Wenig später kam es zu zwei weiteren Zusammenstößen. Bei dem Unfall wurden zwei Fahrer im LKW eingeklemmt. Darunter auch der Mann aus Paderborn. Sie mussten von der Feuerwehr befreit werden und kamen anschließend verletzt in umliegende Krankenhäuser. 

Rund 50 Schaulustige filmten den Verletzten aus Paderborn.

LKW-Fahrer aus Paderborn verletzt: Polizei empört über Gaffer 

Die rund 50 Gaffer filmten den Verletzten aus Paderborn solange, bis die Einsatzkräfte einen Sichtschutz aufgestellt hatten. Laut Polizei wäre es auf der Gegenfahrbahn beinahe zu weiteren Unfällen gekommen. Viele Autos seien extra langsam an der Unglücksstelle vorbei gefahren, so die Beamten. Den Schaulustigen drohen nun harte Strafen. Die Untersuchungen dauern an. 

Zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-Unna und der Anschlussstelle Kamen-Zentrum wurde ein Unfallopfer aus Paderborn von Gaffern gefilmt. 

Außerdem: Ein Gaffer fotografierte in Lemgo aus dem Auto heraus einen verletzten Radfahrer.

Ein Fremder hat in Paderborn einen Jungen festgehalten. Das Kind schrie laut um Hilfe. Plötzlich ging ein Augenzeuge dazwischen. 

Eine junge Fahrerin kam bei Paderborn mit ihrem Wagen von der glatten Fahrbahn ab. Auf einmal überschlug sich das Auto. Es kam zu einem schweren Unfall.

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