Fahrlässige Tötung

Zweijährige von Auto überrollt und getötet – Verfahren eingestellt

Wegen fahrlässiger Tötung musste sich eine Frau in Paderborn (NRW) verantworten. Sie überfuhr ein Mädchen (2). Das Verfahren wurde für beendet erklärt.

Paderborn – Ein spielendes Kind wurde im vergangenen Sommer im Stadtteil Stadtheide von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Das Mädchen war erst zwei Jahre alt. Wegen fahrlässiger Tötung wurde die Fahrerin des Unfallwagens angeklagt. In einem Gerichtsverfahren am Amtsgericht Paderborn (NRW) musste sie sich verantworten.

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Paderborn (NRW): Kind stirbt bei Unfall – Autofahrerin vor Gericht

Am Donnerstag (22. Oktober) begann am Amtsgericht der Prozess gegen eine 40-jährige Frau aus Lippstadt. Auf einen Parkplatz vor einem Wohnhaus in Paderborn hatte sie im vergangenen Sommer mit ihrem Pkw ein Kleinkind erfasst. Mit einem Rettungshubschrauber wurde die junge Patientin in eine Klinik nach Bielefeld geflogen.

Erst sah es so aus, als sei das Unfallopfer auf dem Weg der Besserung gewesen. Doch die Zweijährige überlebte die Kollision mit dem Auto in Paderborn (NRW) nicht und verstarb drei Tage später im Krankenhaus. Die Fahrerin des Pkw hatte das Kind, dass auf einem Parkplatz mit anderen Kindern spielte, laut eigener Aussage nicht gesehen. Die Staatsanwaltschaft warf der Frau Unaufmerksamkeit vor. Deshalb wurde Anklage gegen sie erhoben.

Prozess wegen fahrlässiger Tötung in Paderborn (NRW) eingestellt

Der Prozess wegen fahrlässiger Tötung am Amtsgericht in Paderborn endete genauso schnell wie er begonnen hatte. Das Verfahren gegen die 40-jährige Autofahrerin wurde von den Richtern eingestellt, berichtete Radio Hochstift. Die Vorsitzenden gingen wohl von einem tragischen Unglücksfall aus. Die Frau habe die Zweijährige versehentlich überfahren.

Der Prozess am Amtsgericht in Paderborn wurde einvernehmlich für beendet erklärt. Auch die Eltern des verstorbenen Kindes hatten dies gefordert. Die Frau aus Lippstadt muss ein Schmerzensgeld in Höhe von 3.000 Euro zahlen. Der Unfall belaste die Angeklagte noch heute sehr, soll sie in ihrer Venehmung gesagt haben.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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