Prozessbeginn am Landgericht Paderborn

23-Jähriger soll Ex-Freundin vergewaltigt haben - Urteilsspruch überrascht

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In Paderborn muss sich ein 23-Jähriger wegen Vergewaltigung und Körperverletzung in einem Prozess verantworten (Symbolbild). 

Ein 23-jähriger Mann musste sich wegen Vergewaltigung in einem Prozess vor dem Landgericht verantworten. Er soll sich an einer Frau vergangen haben. Nun ist das Urteil gefallen.

  • Am Landgericht in Paderborn kam es am 26. November zum Prozess gegen einen 23-jährigen Mann
  • Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, eine Frau vergewaltigt zu haben
  • Der Angeklagte soll sein Opfer geschlagen und gestalkt haben 

Update von Mittwoch, 27. November, 10.40 Uhr: Überraschenderweise wurde nun doch am ersten Verhandlungstag am Landgericht in Paderborn das Urteil gegen einen mutmaßlichen Vergewaltiger verkündet. Ihm warf die Staatsanwaltschaft vor, sich an seiner Ex-Freundin vergangen zu haben. Von dem schweren Vorwurf der Vergewaltigung wurde der Angeklagte jedoch frei gesprochen. Der 23-Jährige aus Paderborn bedrohte sein Opfer, wie zahlreiche Chat-Verläufe zwischen den beiden zweifelsfrei belegen. Doch dass er die Frau auch zweimal missbrauchte, bestätigte sich in dem Prozess am Landgericht nicht. ZITAT: "Bei der Sachlage konnten wir den Angeklagten nicht schuldig sprechen", soll Richterin Claudia Klein gegenüber der NW gesagt haben. Der Angeklagte wurde schließlich wegen seiner Bedrängungen und Drohungen zu einer Geldstrafe verurteilt. Er muss 350 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung überweisen.

Paderborn: 23-Jähriger muss sich wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten

Ursprüngliche Meldung vom 26. November: Paderborn - Wegen Vergewaltigung und Körperverletzung muss sich ab Dienstag ein 23-jähriger Mann vor dem Landgericht in Paderborn verantworten. Der Angeklagte soll sich an einer Frau vergangen haben. Zuvor soll er dem Opfer mehrfach gedroht haben, sich oder ihr etwas anzutun, wenn sie den Geschlechtsverkehr mit ihm verweigern würde, berichtet owl24.de*.  

Angeklagter (23) aus Paderborn soll dem Opfer nachgestellt haben 

Es sind schwere Vorwürfe, die gegen den 23-jährigen Mann aus Paderborn von der Staatsanwaltschaft erhoben werden. "In der Vergangenheit soll der Angeklagte einer Frau immer wieder nachgestellt haben", berichtet Radio Hochstift. In mindestens zwei Fällen soll er von dem Opfer gefordert haben, mit ihm zu schlafen. 

Der 23-jährige Paderborner drohte ihr andernfalls mit schwerwiegenden Konsequenzen. Er soll klare Andeutungen gemacht haben, sich selbst oder ihr etwas antun zu wollen, wenn sie nicht mit ihm ins Bett gehen würde. Doch die Frau weigerte sich, woraufhin es zu der Vergewaltigung gekommen sein soll.   

Opfer sagt in dem Vergewaltigungsprozess in Paderborn aus 

Bei der Tat soll der Mann aus Paderborn die Frau zu Boden gedrückt haben. Anschließend habe er sich mit seinem Körper auf das Opfer gelegt, um den Geschlechtsverkehr mit ihr zu vollziehen, heißt es in den Anschuldigungen. Außerdem soll ihr der 23-Jährige bei zwei weiteren Treffen ins Gesicht geschlagen haben. Auch bei einem anderen Vorfall in Bielefeld wurden kürzlich zwei Frauen von unbekannten Männern attackiert, als sie nachts allein unterwegs waren, berichtet owl24.de*. 

Der Tatverdächtige soll die Frau geohrfeigt und eingeschüchtert haben. Im weiteren Verlauf kam es wohl auch zu Stalking-Attacken. Das mögliche Opfer ist in dem Prozess am Landgericht in Paderborn als Zeugin geladen und wird im Verlaufe der Verhandlung gegen den Angeklagten aussagen. 

Verhandlung in Paderborn: Wann ist mit einem Urteil zu rechnen? 

Für den geschilderten Vergewaltigungsprozess in Paderborn sind insgesamt zwei Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird am Dienstag aber noch nicht gerechnet. Somit wird der Prozess gegen den 23-jährigen Angeklagten voraussichtlich am 3. Dezember fortgesetzt

Nicht nur in Paderborn wird ein schwieriger Fall verhandelt: Im nordöstlich gelegenen Detmold soll ein Vater seinen Sohn (10) misshandelt und eingesperrt haben, berichtet owl24.de. Gegen den 34-Jährigen läuft aktuell ein Gerichtsverfahren. Der Junge lebt inzwischen nicht mehr bei ihm. 

*owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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