Paderborn

Corona-Verstöße: Abiturienten feiern ohne Maske und Abstand

Schüler des katholischen Gymnasiums St. Michael in Paderborn treffen sich bei lauter Musik vor der Stadtbibliothek. Sie feiern und verstoßen gegen die aktuellen Corona-Regeln. Ein Polizeieinsatz ist die Folge.

Paderborn – Damit hatten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Michael wohl nicht gerechnet. Eine Mittagspause vor der Stadtbibliothek in Paderborn endete in einem Polizeieinsatz. Die Abiturienten hatten sich im Rahmen einer Motto-Woche in lustige Kostüme geschmissen, um das Ende ihrer Schulzeit zu feiern. Mit lauter Musik sorgten sie in der Innenstadt für Aufsehen.

Da die Abiturienten bei ihren Feierlichkeiten jedoch die aktuell geltenden Corona-Regeln* missachteten, schritt die Polizei ein. Offenbar wurden die Abstandsregeln nicht eingehalten und des Weiteren trugen einige Personen keine Masken, die vor einer Infizierung mit dem Coronavirus schützen können. Angesichts der „partyähnlichen Menschenansammlung“ wählten wütende Anwohner den Notruf.

StadtPaderborn
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Bundesland NRW

Paderborn: Polizeieinsatz nach Corona-Verstößen am Gymnasium St. Michael

Erinnern Sie sich noch an ihre Abiturzeit? Normalerweise würden sich die Abschlussjahrgänge jetzt mit Kostümen und Streichen auf das Ende ihrer langen Schulzeit einstimmen. Doch das Coronavirus* macht den Schülerinnen und Schülern einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Statt Partys heißt es Abstand halten. Doch 20 bis 30 verkleidete Personen des aktuellen Abi-Jahrgangs am Gymnasium St. Michael in Paderborn hielten sich am Dienstag nicht an die Schutzmaßnahmen.

Gegen 13 Uhr trafen sich die Abiturienten auf dem Platz an der Stadtbibliothek, der sich ganz in der Nähe der Paderborner Schule befindet. Schulleiter Claudius Hildmann bestätigte auf Nachfrage des Westfalen-Blatts, dass bei der Menschenansammlung zum Teil gegen die Corona-Regeln verstoßen worden sei. In dieser Woche haben die Schülerinnen und Schüler zum letzten Mal Unterricht, bevor die Abiturprüfungen im Mai anstehen. Wegen der andauernden Coronavirus-Pandemie wird es nach den Osterferien für sie lediglich noch neun Schultage geben.

Paderborn: Schulleitung hatte Abi-Motto-Wochen verboten

Die Schulleitung des St.-Michael-Gymnasiums in Paderborn hatte den Schülern die Durchführung der traditionellen Abi-Motto-Wochen aufgrund der aktuellen Corona-Lage untersagt. Doch einige hielten sich offenbar nicht an das Verbot. Alkohol sei bei dem Vorfall aber nicht im Spiel gewesen. Die Schüler wurden ermahnt. Sie hätten sich einsichtig gezeigt und entschuldigt, betonte der Schulleiter. Im Unterricht sei das Fehlverhalten zudem thematisiert und aufgearbeitet worden.

In Paderborn kam es zu einem Polizeieinsatz, nachdem sich mehrere Schüler nicht an die Corona-Regeln gehalten hatten (Symbolbild).

Bei weiteren Corona-Verstößen müssen die Abiturienten mit hohen Bußgeldern rechnen, kündigte das Ordnungsamt in Paderborn an. Schulleiter Hildmann nahm seine Schüler in Schutz: „Wir haben uns als Schule in ­Sachen Corona bislang sehr schadlos gehalten. Wir haben mittlerweile alle Schüler getestet und alle Tests waren negativ. Das spricht für die Disziplin der Schüler“. Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich alle Menschen in Deutschland derzeit stark einschränken. Von den Abi-Feierlichkeiten bleibt deswegen nur wenig übrig. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © dpa / Bodo Marks

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