Inzidenzwert über 50

Corona-Ausbruch im Seniorenstift: Bewohner und Mitarbeiter infiziert

In einem Altenheim in Bad Lippspringe sind mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Der Kreis Paderborn in NRW droht zum Risikogebiet zu werden.

Update: 27. Oktober. Nachdem sich in dem Altenheim Jordanquelle in Bad Lippspringe mehrere Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurde der Kreis Paderborn am Dienstag zum Corona-Risikogebiet erklärt. Der Kreis wies eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50,7 auf. Damit gelten nun neue schärfere Regeln.

Coronavirus im Kreis Paderborn: Mitarbeiter und Bewohner eines Altenheims in Bad Lippspringe infiziert

Erstmeldung: 26. Oktober. Die Coronavirus-Infektionszahlen im Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen (NRW) sind über das Wochenende (24./25. Oktober) dramatisch gestiegen. In einem Altenheim in Bad Lippspringe sind mehrere Personen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Der Inzidenzwert wird deshalb wohl die kritische Marke überschritten haben.

Stadt Paderborn
Einwohnerüber 150.000
BundeslandNRW

Paderborn (NRW): Coronavirus-Ausbruch im Altenheim in Bad Lippspringe – 95 Fälle am Samstag

Offiziell bestätigt ist es noch nicht, aber da dem Kreisgesundheitsamt bereits am Samstag (24. Oktober) 95 Corona-Fälle gemeldet worden waren, dürfte die Sieben-Tage-Inzidenz nach dem Coronavirus-Ausbruch in dem Altenheim Jordanquelle in Bad Lippspringe bei etwa 56 liegen. Damit läge der Wert deutlich über der kritischen 50er Marke. Demnach müssten die Maßnahmen für die sogenannte Gefährdungsstufe 2 in Kraft treten. Die Kreisverwaltung in Paderborn (NRW) sei bereits dabei, alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen, hieß es dazu am Montag (26. Oktober) in einem Tweet.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist die entsprechende Sieben-Tages-Inzidenz aus. Möglicherweise sei aufgrund einer Datenpanne die Zahl hier aber noch deutlich geringer. Deshalb gelten im Kreis Paderborn noch keine strengeren Regeln. Die Region droht nun jedoch zum Risikogebiet zu werden.

Coronavirus im Kreis Paderborn (NRW): 52 neue Fälle in Bad Lippspringe

Mindestens 239 Menschen sind aktuell im Kreis Paderborn in NRW mit dem Coronavirus infiziert. Mit 52 neuen Corona-Fällen verzeichnete der Kurort Bad Lippspringe den größten Zuwachs. Mitarbeiter und Bewohner des Altenheims Jordanquelle sind an Covid-19 erkrankt und sollen teilweise in die Karl-Hansen-Klinik verlegt worden sein, wie das Westfalen-Blatt berichtete.

In Bad Lippspringe sind nun 58 laborbestätigte Corona-Fälle bekannt (Stand: 24. September). Nach wie vor gibt es in der Stadt Paderborn (NRW) mit 88 akut Infizierten die meisten Fälle. „Ich gehe davon aus, dass wir Anfang der Woche eine Allgemeinverfügung erlassen, die dann am Folgetag in Kraft tritt“, erklärte Landrat Manfred Müller (CDU).

Paderborn (NRW): Meldeverzögerung bei den Coronavirus-Zahlen – Amt stockt auf

Bereits in den vergangenen Tagen waren die Coronavirus-Zahlen im Kreis Paderborn gestiegen. Allerdings war die Region vor einer Woche noch weit davon entfernt, zum Risikogebiet erklärt zu werden. Die Situation hat sich jedoch durch den Ausbruch im Bad Lippspringer Altenheim rasch verändert.

Hinzu kommt, dass es eine Meldeverzögerung gibt: Weil das LZG die laborbestätigten Corona-Fälle in NRW mit Stand 0 Uhr erfasst, sind die Fälle, die im Laufe des Tages hinzukommen, noch nicht in der Statistik enthalten. Der Landrat des Kreises Paderborn kündigte nun zudem an, das Personal im Kreisgesundheitsamt aufzustocken.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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