Insgesamt 1000 Menschen in Paderborn betroffen

Newsticker: Bombenfund in Paderborn – Entschärfung erfolgreich

Der entschaerfte Blindgaenger in Paderborn
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Der entschärfte Blindgänger in Paderborn.

Bombe in Paderborn gefunden: Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Nähe einer Klinik entdeckt. Die Entschärfung glückte zwar, jedoch unter einigen Schwierigkeiten.

+++ Newsticker zum Bombenfund in Paderborn aktualisieren +++

  • britische 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Südstadt entdeckt
  • Evakuierung am 30. Juni bis 12 Uhr
  • mehrere Straßen und Klinik betroffen
  • Entschärfung erfolgreich

Update: 1. Juli. Wie geplant, wurde das betroffene Gebiet in Paderborn am Sonntag ab 10.00 Uhr gesperrt. Um 12 Uhr hatten alle Anwohner das Gebiet verlassen. Alle Patienten aus der Klinik in der Husener Straße wurden verlegt. Erst nach 45 Minuten konnte Entwarnung gegeben werden. Aufgrund des Zustands des alten Sprengstoffs mussten die Entschärfer mit äußerster Vorsicht zu Werke gehen.

Gegen 14.15 Uhr, nachdem auch alle Patienten der Klinik wieder zurückgebracht worden waren, wurden alle Sperrungen in Paderborn wieder aufgehoben. Die Polizei war mit dem Verlauf der Aktion sehr zufrieden und bedankte sich bei allen für den reibungslosen Ablauf.

Eine andere explosive Entdeckung machten Ermittler in einem Keller in Paderborn: Dort lagerten kistenweise illegale Sprengkörper, Drogen und Bargeld.

Update: 28. Juni. Das Gebiet von 250 Meter Umkreis rund um den Bombenort sollen am Sonntag (30. Juni) bis 12 Uhr geräumt werden. Anschließend beginnt der Experte, der übrigens auch bei der fast 2 Tonnen schweren Entschärfung in Paderborn im vergangenen Jahr vor Ort war, mit der Arbeit. Sein Ziel ist es, den 250 Kilogramm schweren Blindgänger in weniger als 45 Minuten unschädlich zu machen. 

Auch die Planungen für die Evakuierung der Frauenklinik sind abgeschlossen. Bis Sonntag müssen noch etwa 30 Intensiv-Patienten und Frühchen das Gebäude verlassen. Noch ist unklar, wie viele der 800 Anwohner am Sonntag Hilfe benötigen. Betroffene, oder auch Nachbarn und Angehörige, können sich weiterhin bei der Polizei melden. In einem Stadion in Herford nahe Bielefeld suchen Experten derzeit nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg und haben einen Verdachtspunkt ausgemacht

Update: 26. Juni, 14.10 Uhr. Mehrere Busse müssen wegen der Bombenentschärfung in der Südstadt umgeleitet werden. Betroffen sind folgende Linien in Paderborn:

  • 4
  • 9
  • 24

Die Umleitung beginnt am Sonntag, 30. Juni, von 10.30 Uhr an. Folgende Haltestellen entfallen komplett:

  • Winfriedstraße
  • Brüderkrankenhaus
  • Frauenklinik
  • Im Spiringsfelde
  • Südring
  • Uni/Südring

Als Ersatzhaltestellen dienen alle Haltestellen auf der Warburger Straße. Nach Angaben der Stadt Paderborn fahren ab 10 Uhr keine Busse mehr in das Sperrgebiet.

Notfälle in Paderborn

Update: 26. Juni, 12.56 Uhr. Die Stadt hat nun eine Liste mit Krankenhäusern und Praxen veröffentlicht, an die sich die Menschen wenden können. Grund: Die Klinik in Paderborn muss am Tag der Entschärfung, 30. Juni, evakuiert werden.

Kinderärztliche Notfälle:

  • bis 8 Uhr Kinderklinik St. Louise
  • ab 8 Uhr Kinderärztlichen Notdienst im Medico, Husener Straße 48, in Paderborn)

Geburtshilfe/Entbindungen:

  • bis 8 Uhr Kreißsaal in der Geburtshilfe St. Louise Bis zu diesem Zeitpunkt werden dort noch CTG- und Ultraschallkontrollen sowie Kontrollen oder Untersuchungen bei Beschwerden in der Schwangerschaft durchgeführt. Sich ankündigende Geburten werden von Geburtshilfe-Team der St. Louise auch schon früher nach Salzkotten weiter­geleitet.
  • ab 8 Uhr St. Josefs-Krankenhaus in Salzkotten, Dr.-Krismann-Str. 12, in Salzkotten
  • Das Geburtshilfe-Team der St. Louise wird das Team personell verstärken.

Gynäkologische Notfälle: 

  • bis 8 Uhr gynäkologische Notfallambulanz an der Frauenklinik
  • ab 8 Uhr ebenfalls an das St. Josefs-Krankenhaus in Salzkotten

Update: 24. Juni. Die Stadt Paderborn betont in einer Pressemitteilung, dass keine unmittelbare Gefahr für die Anwohner besteht. Über die genauen Evakuierungsmaßnahmen will sie die Betroffenen Anfang dieser Woche auch schriftlich informieren.

Das Gebiet rund um den Fundort in der Paderborner Südstadt wird am Sonntag (30. Juni) von 10 Uhr an in einem Radius von 250 Metern gesperrt. Außerdem werden keine Personen mehr hereingelassen. Bis 12 Uhr müssen Anwohner den Bereich verlassen haben.

Diese Straßen sind von der Evakuierung in Paderborn betroffen.

Bombe in Paderborn: Zentrale Anlaufstelle wird eingerichtet

Update: 21. Juni, 12.58 Uhr. Betroffene, Angehörige und Nachbarn von älteren Menschen, die möglicherweise Hilfe beim Verlassen ihrer Häuser haben und mit einem Krankenwagen transportiert werden müssen, sollten sich unter der Rufnummer 05251/88 77 00 bei der Feuerwehr melden. Allgemeine Informationen zur Maßnahme können unter der Nummer 05251/88 22 979

Für die evakuierten Menschen richtet die Stadt eine zentrale Anlaufstelle auf dem Gelände der Universität ein. Dort erfolgt eine "eingeschränkte Betreuung". 

Update: 21. Juni, 12.51 Uhr. "Eine 250-Kilo-Bombe ist bei uns in Paderborn fast schon Tagesgeschäft", sagte Olschewski während der Pressekonferenz. In der Vergangenheit hätten Blindgänger dieser großen Ordnung wenig Probleme bereitet und "relativ schnell entschärft" worden. Aktuell ist noch ungeklärt, wo die Frauen und Kinder der Klinik untergebracht werden. Wegen es Brückentages und aktuellem Personalmangel in der Klinik ist die Evakuierung für Sonntag, 30. Juni, geplant. Kurz zusammengefasst:

  • Der Bereich wird ab 10 Uhr für den Verkehr gesperrt
  • Anwohner müssen ihre Häuser bis 12 Uhr verlassen haben
  • Frauenklinik wird möglicherweise ab Samstagabend geräumt – Details noch unklar

Update: 21. Juni, 12.44 Uhr. Es handelt sich bei dem Blindgänger um eine britische Weltkriegsbombe, die am vergangenen Mittwochvormittag bei geplanten Bodenuntersuchungen entdeckt worden war. Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski weist damit Gerüchte zurück, die Bombe sei bei Bauarbeiten gefunden worden. Daraufhin sei der Krisenstab einberufen worden. "Wir haben uns zu diesem Zeitpunkt bewusst dagegen entschieden, die Öffentlichkeit erst später zu informieren, um mögliche Irritationen zu vermeiden", so der Ordnungsamts-Chef.

Update: 21. Juni, 12.37 Uhr.

 Den genauen Fundort der Bombe möchte die Stadt nicht verraten. Grund seien die vielen Schaulustigen bei den vergangenen Entschärfungen gewesen. Das möchten die Experten vermeiden. Diese Straßen und Gebäude sind von der Evakuierung betroffen:

  • Dr.-Everken-Weg
  • Mallinckrodtstraße
  • Annette-von-Droste-Straße 
  • Husener Straße
  • Tannenweg
  • Pohlweg
  • Frauenklinik
  • Geburtshaus

Die Räumung beginnt am Sonntag um 10 Uhr. Die Klinik wird möglicherweise bereits am Samstagabend geräumt. Eine weitere Pressekonferenz ist für Donnerstag, 27. Juni geplant. 

Update: 21. Juni, 12.31 Uhr.

 Das Brüderkrankenhaus, die Altenheime und die Uni sind von der Evakuierung nicht betroffen. Auch die Notfallambulanz wird ihren Betrieb weiterlaufen lassen. Allerdings ist diese nur aus Richtung Kasseler Tor erreichbar. Probleme wird der Stadt und den Rettern mutmaßlich die Evakuierung der Frauenklinik und des angrenzenden Geburtshauses bereiten. Die Frauenklinik muss komplett geräumt werden. "Wir wollen kein Risiko eingehen", sagt Ordnungsamstleiter Udo Olschewski. Wie viele Menschen aus der Klinik evakuiert werden müssen, steht Stand jetzt auch nicht fest. Möglicherweise muss das Gebäude schon am Samstagabend geräumt werden.

Update: 21. Juni, 12.26 Uhr.

 Die Stadt Paderborn wird die Kosten übernehmen. Das hatte der Rat nach der großen Evakuierung im April 2018 beschlossen. Damals war es unklar, ob auch die Anwohner einen Teil der anfallenden Kosten übernehmen müssen. Der Sperr-Radius wird 250 Meter betragen.

Update: 21. Juni, 12.18 Uhr. Wie die Stadt jetzt bekannt gegeben hat, soll die 250 Kilogramm schwere Bombe am 30. Juni (Sonntag) entschärft werden. Insgesamt 1000 Menschen sollen von der Evakuierungs-Maßnahme betroffen sein. Bis 12 Uhr müssen die Menschen ihre Häuser verlassen.

Update: 21. Juni, 12.06 Uhr. Die Fliegerbombe wurde im  Dr.-Everken-Weg in der Paderborner Südstadt gefunden. Nach Angaben der Stadt wurde die Grube wieder verschlossen. In unmittelbarer Nähe des Fundortes befindet sich das Brüderkrankenhaus, die Frauenklinik und Seniorenheime.

Update: 21. Juni, 11.40 Uhr. Auch 70 Jahre später ist die Munition noch gefährlich: Bei einer falschen Bewegung kann der Zünder ausgelöst werden, die die Bombe zum Explodieren bringen kann. Daher rückt dann der Kampfmittelbeseitigungsdienst an. Experten entschärfen den Blindgänger und machen ihn unschädlich.

Der Blindgänger wurde im Dr.-Everken-Weg in Paderborn gefunden.

Ehemaliger Munitionszerlegebetrieb im Kreis Paderborn

Update: 21. Juni, 11.18 Uhr. Was passiert eigentlich mit den gefundenen Bomben? Die 1,8-Tonnen-Bombe, die im April 2018 in Paderborn entdeckt worden war, wurde anschließend in den Kreis Wesel gebracht. Das Land NRW betreibt dort einen modernes Munitionszerlegebetrieb. Bis 2014 wurden die entsprechenden Arbeiten noch in Büren-Ringelstein (Kreis Paderborn) erledigt. Die Einrichtung ist mittlerweile geschlossen.

Update: 21. Juni, 10.57 Uhr. Noch einmal kurz zusammengefasst: In der Südstadt von Paderborn wurde am Mittwochabend eine Bombe gefunden. Sie befindet sich in der Nähe der Frauenklinik auf einem unbebauten und abgesperrten Gebiet. Laut Stadt soll es sich um "einen kleineren Blindgänger" handeln. In etwa einer Stunde soll es weitere Informationen geben.

Update: 21. Juni, 10.38 Uhr. Noch immer warten die Anwohner in Paderborn auf offizielle Informationen vom Krisenstab der Stadt. Die Experten beraten seit den Morgenstunden. Um 12 Uhr soll es erste Informationen geben. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Bombe in der Stadt: Stadt Paderborn informiert am Mittag

Update: 21. Juni, 10.18 Uhr. Wer derzeit in Paderborn das Wort "Fliegerbombe" hört, der erinnert sich automatisch an die große Evakuierungsmaßnahme im April 2018. Mehr als 26.000 Menschen mussten ihre Wohnungen in der Domstadt verlassen. Damals wurde ein 1,8-Tonnen-Blindgänger gefunden – fast 2,80 Meter lang und gut 76 Zentimeter dick.

Update: 21. Juni, 9.58 Uhr. Im Falle einer Evakuierung rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu folgenden Maßnahmen für alle Anwohner, die sich in der Nähe der Fundstelle befinden:

  • Legen Sie Kleidung, wichtige Dokumente und Medikamente bereit
  • Achten Sie auf Lautsprecherdurchsagen
  • Schalten Sie Rundfunk und Fernsehen an
  • Informieren Sie sich über alle verfügbaren Medien

Menschen, die ihre Wohnung nicht selbstständig verlassen können, können sich an die Leitstelle der Feuerwehr wenden. "Blockieren Sie jedoch nicht den Notruf von Feuerwehr und Polizei durch Nachfragen", so die Einsatzkräfte. Informieren Sie bei Bedarf Ihre Nachbarn.

Update: 21. Juni, 9.39 Uhr. Um Punkt 12 Uhr wollen die Experten die Presse über das weitere Vorgehen informieren. Dann wird sich klären, wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sein werden. Möglicherweise könnten die Frauenklinik und auch das Geburtshaus im Sperr-Radius liegen.

Paderborn: Ähnlich große Bombe an der Kaserne gefunden

Update: 21. Juni, 9.25 Uhr. Eine in der Größe vergleichbare Bombe wurde in Paderborn auch im Sommer 2018 auf dem Sportplatz der Alanbrooke-Kaserne gefunden. Damals mussten rund 600 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Der Blindgänger wurde abstransportiert und in einer Munitionsbeseitigungsstätte kontrolliert gesprengt.

Update: 21. Juni, 9.01 Uhr. Sollte es noch am Freitagmittag tatsächlich zu einer Entschärfung der Bombe in Paderborn kommen, wird sich der Evakuierungsradius nach der Größe des Blindgängers richten – so ist es zumindest üblich. Für jedes Kilo des Sprengmittels wird ein Meter abgesperrt. Beispiel: 250 Kilo = 250 Meter. 

Update: 21. Juni, 8.44 Uhr. Der bereits am Mittwoch (19. Juni) einberufene Krisenstab will am Freitagmittag weitere Informationen bekannt geben. Dabei soll es vor allem darum gehen, wie großräumig evakuiert werden soll. Wir berichten weiter.

Update: 21. Juni, 7.55 Uhr. Nach Angaben der Stadt befindet sich die Bombe in einem abgesperrten und nicht bebauten Bereich. Dennoch liegen die Frauenklinik und das Brüderkrankenhaus in der Nähe des Fundortes. Auch die Uni Paderborn und Studentenwohnheime befinden sich in dieser Gegend.

Bombe in Paderborn gefunden – Krisenstab berät Lage

Erstmeldung: 21. Juni, 7.45 Uhr. In der Nähe der Frauenklinik in der Südstadt von Paderborn wurde bereits am Mittwoch (19. Juni) eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Nach Angaben der Stadt wurde bereits ein Krisenstab eingerichtet. 

Im Laufe des Freitags (21. Juni) will die Stadt über das weitere Vorgehen berichten. Ihren Angaben zufolge soll es sich dabei um eine kleinere Bombe handeln als die, die im April vergangenen Jahres entschärft werden musste. 

Die Menschen aus Paderborn dürften den Tag noch genau in Erinnerung haben: Etwa 26.000 Menschen mussten damals ihre Wohnung verlassen. Auch in der Nähe der Kaserne in Paderborn wurde im vergangenen Jahr eine 250-Kilo-Weltkriegsbombe entschärft. Eine vergleichbare Bombe wurde zuletzt an der Rathenaustraße im Riemekeviertel in Paderborn entschärft. 

"Von der Bombe geht keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung aus", teilt die Stadt mit. Ein Krisenstab mit Experten aus dem Kampfmittelräumdienst, Feuerwehr, Polizei und Stadt wurde bereits einberufen. 

Die Feuerwehr Paderborn wurde kürzlich zu einem außergewöhnlichen Einsatz gerufen. Ein Pferd steckte im Schlamm. Außerdem warnt der Deutsche Wetterdienst derzeit immer wieder vor starken Unwettern. Auch der Kreis Paderborn ist regelmäßig betroffen.

Außerdem kam es kürzlich zu einem tragischen Unglück: Ein zwei Jahre altes Mädchen wurde in Paderborn von einem Auto überrollt. Sie verstarb. Nun bittet die Familie um Hilfe.

Bei einem schweren Bade-Unglück in Paderborn-Schloß Neuhaus verlor ein junger Mann seinen Arm. Er kam in eine Spezialklinik nach Bochum.

Auf einer Mülldeponie in Paderborn geriet am Donnerstagabend (27.Juni) ein großer Abfallhaufen in Brand. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Im Rahmen der Vorbereitungen für die Libori-Kirmes kommt es Paderborn zu mehreren Sperrungen. Davon betroffen sind unter anderem mehrere Parkplätze.

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