Unfall am Neujahrstag 

Böller explodiert: 11-Jähriger aus NRW verunglückt schwer

Zu einem schweren Unfall in Paderborn (NRW) kam es am Neujahrstag, als ein 11-jähriger Junge beim Aufräumen mit einem liegengebliebenen Böller hantierte.

  • Am Neujahrstag wurde ein 11-jähriger Junge in Paderborn auf einen liegengebliebenen Feuerwerkskörper aufmerksam
  • Der Böller explodierte in der Hand des Kindes 
  • Die Einsatzkräfte in NRW ziehen nach der Silvesternacht Bilanz 

Paderborn (NRW) – Ein liegengebliebener Böller aus der Silvesternacht wurde einem elfjährigen Jungen aus Paderborn in NRW zum Verhängnis. Er half seinen Eltern am Neujahrstag (1. Januar 2020) die Überreste des Feuerwerks zu beiseitigen. Dabei kam das Kind mit einen Feuerwerkskörper in Berührung. Der Böller explodierte plötzlich in seiner Hand. 

Unfall nach Silvesternacht in Paderborn: 11-Jähriger aus NRW verletzt 

Wie die Polizei am Donnerstag (2. Januar) in einer Pressemitteilung bekannt gab, beiseitigten mehrere Erwachsene und Kinder am Borgholzer Weg in Paderborn (NRW) die Überreste des Silvesterfeuerwerks. Gegen 11.10 Uhr fand der Junge den liegengebliebenen Kracher auf dem Hof vor den Wohnhäusern. "Das Kind hob den gefährlichen Gegenstand auf und hantierte mit dem Böller", berichteten die Beamten.

Daraufhin explodierte der Feuerwerkskörper plötzlich in seiner Hand. Umgehend wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Der elfjährige Junge aus Paderborn erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen. In der Silvesternacht und am Neujahrstag sorgte dichter Nebel in vielen Teilen von NRW für Verkehrsbeeinträchtigungen. Bei einem Unfall auf der A30 bei Bünde im Kreis Herford wurden vier Personen schwer verletzt.  

Böller-Unfall in Paderborn (NRW): Handelte es sich um einen illegalen Feuerwerkskörper?

Der Junge musste nach dem Unfall in ein Krankenhaus nach Paderborn gebracht werden. Dort musste das Kind stationär behandelt werden. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung könnte es sich bei dem Feuerwerkskörper um einen "nicht zertifizierten Böller" gehandelt haben. Die Polizei machte diesbezüglich bislang keine Angaben. 

Die Beamten aus Paderborn mussten zum Jahreswechsel aber auch noch zu weiteren Einsätzen in der Region ausrücken. "Bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung am Kleinenberger Weg wurde eine 33-jährige Frau schwer verletzt und eine 24-Jährige zog sich leichte Blessuren zu", wie die Polizei ebenfalls am Donnerstag (2. Januar) mitteilte. Vor einem Wohnhaus waren die beteiligten Personen gegen 8.20 Uhr nach einer gemeinsamen Silvesterfeier in Streit geraten. Am Donnerstagabend (2. Januar) kam es in NRW zu einem Unfall, als eine Familie einen Holzkohlegrill in Minden in Betrieb nahm und drei Personen, darunter ein Kind verunglückten, nachdem sie giftige Gase eingeamtet hatten. 

Böller verursachen mehrere Brände in Paderborn und NRW

Die Einsatzkräfte mussten in Paderborn und Umgebung in der Silvesternacht außerdem zu mehreren Bränden ausrücken. "Höhere Sachschäden waren beim Brand eines Hotels in Bad Lippspringe, einer Firmenhalle in Paderborn-Sande und einem Carportbrand mit zwei zerstörten Autos in Paderborn entstanden", erklärte die Polizei. Die Feuerwehr hat auf ihrer Facebookseite über mehrere Rettungseinsätze informiert und ein Video geteilt, in dem ein brennendes Auto gezeigt wird. Bereits am vergangen Montag (27. August) löste ein brennendes Fahrzeug auf der A2 bei Bielefeld in NRW eine Vollsperrung aus. 

Die Kripo untersucht die Fälle in Paderborn nun. In NRW ereignete sich zum Jahreswechsel ein Feuer, mit tödlichen Folgen. Bei einem Brand in der Silvesternacht im Krefelder Zoo, bei dem fast alle Affen starben, gibt es nun neue Details zur Unglücksursache.  

Bei einem Feueralarm in der Westfalen-Therme in Bad Lippspringe nahe Paderborn in NRW mussten rund 900 Besucher evakuiert werden, nachdem an der Heizungsanlage am Sonntagabend (5. Januar) ein Brand ausgebrochen war.

Am Freitag (10. Januar) wurde ein Mann (43) nach einem schweren Busunglück in Lichtenau (NRW) mit etwa 30 Verletzten vom Amtsgericht in Paderborn verurteilt, weil er unter Drogeneinfluss gefahren sein soll.

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