Kinderpornografie gefunden 

Belastendes Bildmaterial bei Mitarbeiter entdeckt – Polizei räumt Fehler ein

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In Paderborn wurde ein Mitarbeiter der Polizei des Besitzes von Kinderpornografie überführt (Symbolbild).

Ein Mitarbeiter der Polizei Paderborn wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nach dem Fund von Kinderpornografie räumt man bei der Behörde Fehler ein.

  • Kinderpornografie bei Mitarbeiter der Polizei Paderborn gefunden
  • Der Mann wurde erst 2019 eingestellt
  • Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung ausgesetzt

Update: 22. November. Die Polizei Paderborn hat nach dem Bekanntwerden der Situation um den 34-jährigen Mitarbeiter nun Fehler eingeräumt. Ein Sprecher sagte, man gebe zu, dass bei dem Einstellungsverfahren des Mannes keine Sicherheitsprüfung stattgefunden hätte. Bestehende Strafverfahren wurden nicht gesichtet. 

Innenminister Reul äußerste sich bereits zu dem Fall und gab an, dass mit sofortiger Wirkung ein Erlass auf den Weg gebracht wurde, dass ausnahmslos jeder Mitarbeiter, der im Bereich der Sichtung von kinderpornografischem Material arbeitet, eingehend geprüft werde. Ein Einblick in die Verfahrensliste werde hier ab sofort zum Standard.

Verdacht auf den Besitz von Kinderpornografie bei Mitarbeiter in Paderborn bestand schon länger

Erstmeldung vom 21. November: Paderborn – Hinweise und Verdachtsmomente gab es wohl bereits seit Längerem. Nun herrscht Gewissheit: Ein IT-Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde Paderborn war im Besitz von Kinderpornografie. Nachdem dieser Umstand bekannt wurde, hat man den 34-Jährigen freigestellt. Der Mann hatte seine Stelle erst im Juli 2019 bei der Polizei angetreten. Der Fall erinnert stark an einen weiteren Beamten der Polizei Paderborn, der Anfang 2019 des Besitzes von Kinderpornografie überführt wurde. Auch der 53-Jährige wurde vom Dienst suspendiert.

Paderborn: Interne Untersuchung bringt Gewissheit

Als der Mann in diesem Jahr eingestellt wurde, lief bereits ein Strafverfahren im Kreis Lippe gegen ihn, wie eine interne Untersuchung hervorbrachte. Der 34-Jährige war angestellt worden, um die Polizeibehörde Paderborn im Bereich der IT bei Ermittlungen zu unterstützen. Nachdem ihm der Besitz der Kinderpornografie nachgewiesen wurde, folgten umgehende Konsequenzen. Ebenfalls suspendiert wurde nun ein anderer Polizist aus Paderborn, weil er vermutlich den Reichsbürgern angehört.

Mitarbeiter wird vom Dienst bei der Polizei Paderborn freigestellt

Landrat Manfred Müller verfügte, dass der Mann umgehend freigestellt wurde. Zusätzlich ordnete der Leiter der Polizeibehörde Paderborn an, dass der Mann die Büroräume nicht mehr betreten darf. Als Nächstes werden die nötigen arbeitsrechtlichen Schritte eingeleitet, um den Mitarbeiter endgültig aus dem Arbeitsverhältnis zu entlassen. Die weiteren Ermittlungen liegen nun bei der Kriminalpolizei Bielefeld.

Leser werden nun unweigerlich an die Skandale um die Missbrauchsfälle in Lügde denken. Auch im Zusammenhang mit diesen Fällen wird vermutet, dass auch Polizeibeamte involviert waren. Für große Empörung sorgte auch ein Fall aus Halle (Westf.), als in einem Waldstück eine Kamera gefunden wurde, auf der man selbstgedrehte Filme mit Missbrauchsszenen fand. Der Besitzer war auf den Filmen ebenfalls zu erkennen und konnte nach kurzer Zeit ausfindig gemacht werden. Bei dem Prozess, der vor dem Landgericht Bielefeld stattfand, zeigte sich der Täter reumütig und entschuldigte sich. Er schob seine Taten teilweise auf den Konsum von Marihuana. Das Urteil fiel für viele zu milde aus.

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