Kreis Paderborn (NRW)

Schwer verletzt: Autofahrer weicht Reh aus und überschlägt sich mehrfach

Am Wochenende kam es im Kreis Paderborn zu einem schweren Unfall: Ein Autofahrer wollte einem Reh ausweichen und überschlug sich daraufhin mehrfach.

Paderborn – Am Sonntagabend (8. November) war ein Autofahrer (45) auf der B68 im Kreis Paderborn von Lichtenau nach Kleineberg unterwegs. Als laut seiner Aussage plötzlich ein Reh auf die Straße lief, regierte der Mann sofort: Er versuchte, dem Tier auszuweichen und riss das Lenkrad herum. Dadurch kam es im Anschluss zu einem schweren Unfall.

Kreis Paderborn
Einwohner307.839
LandratMichael Müller (CDU)

Kreis Paderborn: Autofahrer überschlägt sich mehrfach bei Wildunfall

Gegen 21.10 Uhr soll das Reh plötzlich von links auf die Straße im Kreis Paderborn gesprungen sein. Daraufhin riss der 45-jährige Autofahrer das Lenkrad herum und kam nach rechts von der Straße ab. Über eine Strecke von etwa 100 Metern überschlug sich das Farhzeug daraufhin mehrfach und blieb mit einem Totalschaden auf dem Acker liegen.

Der Fahrer konnte sich, trotz schwerer Verletzungen, eigenständig aus dem Wrack befreien. Vor Ort wurde er von einem Notarzt versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. In eine ähnliche Situation sind am gleichen Tag auch Beamte der Polizei Paderborn geraten: In Delbrück rannte den Beamten ein Reh unmittelbar vor den Streifenwagen. Obwohl das Fahrzeug bei dem Wildunfall stark beschädigt wurde, blieben die Insassen unverletzt.

Ein Reh scheint den Unfall im Kreis Paderborn verursacht zu haben (Symbolbild).

Viele Wildunfälle im Raum Paderborn: Polizei warnt

Da neben den beiden beschriebenen Vorfällen noch acht weitere Wildunfälle im Raum Paderborn am Wochenende zu verzeichnen waren, warnt die Polizei, dass sich solcherlei Unfälle in der dunklen Jahreszeit besonders häufen und gibt folgende Ratschläge:

  • Wildwechselschilder beachten.
  • Runter vom Gas.
  • Fahrbahnränder genau beobachten.
  • Zeigt sich ein Tier - mit weiterem Wild rechnen.
  • Geschwindigkeit noch weiter reduzieren, hupen und abblenden nachfolgenden Verkehr beachten.
  • Ist eine Kollision nicht zu verhindern: Lenkrad festhalten und nicht ausweichen.

Viele Autofahrer neigen dazu, reflexartig auszuweichen, um ein Wildtier nicht zu verletzten oder zu töten. Doch dass solch eine Reaktion gefährlich werden kann, zeigt der aktuelle Fall aus dem Kreis Paderborn. Die Polizei gibt deshalb zu bedenken:

Niemand möchte ein Tier verletzten, aber ein Ausweichmanöver endet unter Lebensgefahr für Menschen im Graben, vor einem Baum oder gar im Gegenverkehr.

Polizei Paderborn

Weitere Informationen zum Thema „Wildunfälle“ stellt die Polizei Paderborn in einem aktuellen Polizeibericht zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare