Zahl der Infektionen steigt

Die Krätze in OWL: Infektionen im Kreis Paderborn häufen sich

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Extremer Juckreiz: Fälle der Krätze im Kreis Paderborn häufen sich (Symbolbild)

Die Krätze breitet sich aus. Und die Hautkrankheit macht auch vor OWL nicht halt. Im Kreis Paderborn mehrt sich die Zahl der Infektionen. Ein Schutz ist kaum möglich.

Paderborn – Die Krätze ist bundesweit wieder auf dem Vormarsch. Auch in OWL mehren sich die Fälle. Im Kreis Paderborn sind die Zahlen der gemeldeten Infektionen gestiegen.

Bereits im Januar 2019 sind bist jetzt 40 Meldungen eingegangen. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr waren es insgesamt 100 Meldungen. Und 2017 sogar nur ein Drittel davon.

Krätze im Kreis Paderborn: Krankheit breitet sich durch Hautkontakt aus

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer der Krätze-Infektionen deutlich höher liegt. Die Kreise, also auch Paderborn, erfassen nämlich nur gemeldete Fälle aus Einrichtungen wie Schulen oder Kitas. Hier gibt es eine Meldepflicht, die für Einzelfälle jedoch nicht gilt.

Die Krätze wird durch Skabies-Milben ausgelöst, die sich unter die Haut der Betroffenen graben und so einen extremen Juckreiz verursachen. Die Krankheit, die durch Hautkontakt übertragen wird, kann durch spezielle Salben behandelt werden.

Überträger der Krätze: Die Skabiesmilbe.

Krätze im Kreis Paderborn: Wie kann ich mich schützen?

Die Zahlen der Krätze im Kreis Paderborn steigen. Auch bundesweit ist die Krankheit auf dem Vormarsch. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist es kaum möglich, sich im Vorfeld gegen die Krätze zu schützen, da sich die Milben zunächst unbemerkt einnisten. Erst nach bis zu fünf Wochen treten die Symptome (Starker Juckreiz und rote Pusteln) auf.

Nach Kontakt mit einer infizierten Person, sollte enger Kontakt mit anderen Menschen für etwa fünf bis sechs Wochen vermieden werden. Zusätzlich sollten die Symptome beobachtet werden. Treten sie auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Arbeiten und Berufen, in denen Kontakt mit anderen Personen (zum Beispiel im Pflegebereich) besteht, ist auf lange Kleidung und Schutzhandschuhe zu achten.

Ansteckung mit der Krätze im Kreis Paderborn: Was kann ich tun?

Sollten Sie sich aufgrund der wachsenden Verbreitung der Krätze im Kreis Paderborn mit der Krätze infiziert haben, gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung folgende Empfehlungen:

  • Suchen Sie umgehend einen Arzt auf
  • Verwenden Sie spezielle Medikamente (sog. Skabizide) zur Behandlung der Krätze: Meist handelt es sich um Cremes oder Sprays, in einigen Fällen auch Tabletten
  • Vermeiden Sie Hautkontakt zu anderen Menschen
  • Wechseln Sie Kleidung, Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche täglich und waschen diese bei mindestens 60 Grad
  • Schuhe oder Plüschtiere sollten luftdicht verschlossen bei mindestens 21 Grad für drei Tage gelagert werden
  • Reinigen Sie Polstermöbel mit dem Staubsauger und benutzen diese für mindestens zwei Tage nicht
  • Beachten Sie das Infektionsschutzgesetz: Infizierte Kinder und Erwachsene dürfen Gemeinschaftseinrichtungen für nicht betreten. Die Einrichtungen müssen über die Erkrankung informiert werden

In Paderborn-Sande kam es zu einem tödlichen Unfall. Ein Wagen war von der Straße abgekommen und gegen zwei Bäume geprallt. Plötzlich überschlug sich das Auto. 

Anwohner wollen im Umkreis von Paderborn ein lautes Krachen wahrgenommen haben. Zudem soll der Boden gewackelt haben. War es ein Erdbeben? 

Derweil hat die Polizei in Paderborn am Montag (14. Januar) eine schreckliche Entdeckung gemacht: Ein bekanntes Unternehmer-Paar wurde tot in einem Wohnhaus gefunden

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