Herford

Tödlicher Vorfall: Monteur stirbt auf Baustelle – Unfallursache bekannt

Bei einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle in Herford kam ein 39-jähriger Mann aus Paderborn ums Leben (Symbolbild).
+
Bei einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle in Herford kam ein 39-jähriger Mann aus Paderborn ums Leben (Symbolbild).

Ein Arbeitsunfall im nordrhein-westfälischen Herford endete für einen Monteur aus Paderborn tödlich. Nun gibt es einen ersten Hinweis, wie es dazu kam.

Update: 23. April, 18.47 Uhr. Ein Bedienungsfehler soll der Grund für den tödlichen Arbeitsunfall in Herford sein. Das teilte die Bielefelder Staatsanwaltschaft der NW mit. Die Ermittler gehen demnach von einem Eigenverschulden des Verstorbenen aus. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es bisher nicht. Wie bereits berichtet, war ein 39-jähriger Monteur aus Paderborn auf einer Herforder Baustelle im Einsatz. Der Mann befand sich gerade auf dem Dach eines Fahrstuhls, als sich dieser unerwartet in Bewegung setzte. Zwischen Decke und Fahrstuhl wurde der Arbeiter eingeklemmt. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

StadtHerford
Einwohner66.638
BundeslandNRW

Arbeitsunfall in Herford: Monteur aus Paderborn eingeklemmt

Herford – Am Mittwochmorgen (21. April) ging bei der Leitstelle der Feuerwehr Herford der Notruf ein. In der Bruchstraße war es auf einer Baustelle zu einem Arbeitsunfall gekommen. Gegen 8 Uhr rückten die Rettungskräfte des Löschzugs Mitte, der Löschgruppe Schwarzenmoor sowie der hauptamtlichen Wache zur Unglücksstelle aus.

Vor Ort bot sich den Rettern ein schlimmes Bild: „Beim Eintreffen mussten wir feststellen, dass ein Monteur einer Aufzugfirma bei Arbeiten an einem neu installierten Aufzug zwischen der Decke des Aufzugschachtes und dem Dach des Fahrkorbes, auf dem eine Leiter stand, eingeklemmt war“, heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr Herford. Beschäftigte, die auf der Baustelle tätig waren, hatten bereits versucht dem 39-jährigen Mann aus Paderborn zu helfen. Die Arbeiter konnten ihn jedoch nicht erreichen.

„Auch der Notarzt konnte zunächst nicht zum Eingeklemmten gelangen, sodass schnellstmöglich eine provisorische Erstöffnung geschaffen werden musste“, so die Feuerwehr Herford weiter. Zu diesem Zeitpunkt habe der Mann bereits das Bewusstsein verloren. Auf das Ansprechen der Einsatzkräfte reagierte der Paderborner nicht. Die Retter mussten zunächst den Fahrkorb gegen weiteres Bewegen sichern, um den Verunglückten und sich selbst nicht zu gefährden. Dies gelang. Mit technischem Gerät wurde ein Loch in die Decke des Fahrkorbes geschnitten.

Herford: Notarzt stellt Tod des Monteurs aus Paderborn fest

Mit der Unterstützung der Feuerwehr Herford konnte der Notarzt zu dem verunfallten Monteur vordringen. Er konnte jedoch nur noch den Tod des 39-jährigen Paderborners feststellen. Die Bergung der Leiche wurde schließlich eingeleitet. Beamte der Kriminalpolizei beauftragten einen Gutachter mit der Ermittlung der Unfallursache. Mitarbeiter des Arbeitsschutzdezernats der Bezirksregierung Detmold war ebenfalls am Unglücksort.

Bei der Montage eines Aufzugs in Herford verlor ein 39-jähriger Paderborner sein Leben.

Bei dem tödlichen Arbeitsunfall waren 30 Kräfte der Feuerwehr sowie zwei Notärzt*innen und eine leitende Notärztin im Einsatz. Ein Notfallseelsorger wurde ebenfalls hinzugerufen. Er kümmerte sich um die Ersthelfer und Augenzeugen auf der Baustelle. Für die Retter in Herford war es ein sehr belastender Einsatz, weshalb es im Anschluss noch eine gemeinsame Einsatznachbesprechung gab. Erst am Montag (19. April) war es in der Stadt, die nordöstlich von Bielefeld liegt, zu einem schweren Unglück gekommen: Ein Kleinkind schwebte nach einem Unfall in Herford in Lebensgefahr, nachdem es auf der Elverdisser Straße von einem Auto erfasst worden war.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare