Unfall

Audi erfasst 16-Jährigen – Motorradfahrer verunglückt in der Dunkelheit schwer

Bei dem Unfall im nordrhein-westfälischen Delbrück wurde ein 16-jähriger Mann auf seinem Motorrad von einem Audi-Fahrer übersehen. Der Jugendliche stürzte.

Kreis Paderborn – Mit seinem Motorrad befuhr der Jugendliche am Sonntag (29. November) die Westerwieher Straße in Delbrück (NRW). Es war bereits dunkel. An der Kreuzung zum Detmolder Weg kam ihm gegen 20.10 Uhr auf einmal ein Audi-Fahrer (65) entgegen, der nach links in die besagte Straße abbiegen wollte. Bei diesem Vorgang übersah der Mann den Motorradfahrer offenbar, sodass es zu einem folgenschweren Unfall kam, wie die Pressestelle der Polizei Paderborn am Montag (30. November) in einer Mitteilung bekannt gab.

KreisPaderborn
Einwohner305.198
BundeslandNRW

Unfall im Kreis Paderborn (NRW): 16-jähriger Motorradfahrer erleidet schwere Beinverletzungen

Der 65-jährige Mann befuhr mit seinem Audi A8 die Westerwieher Straße in Fahrtrichtung Lippling, wie owl24.de* berichtet. Beim Abbiegen in den Detmolder Weg stieß er mit dem jungen Motorradfahrer zusammen. Dieser stieß daraufhin gegen die Front des Autos und schlug anschließend mit voller Wucht auf den Asphalt auf. Umgehend wurden die Einsatzkräfte aus Delbrück (NRW) alarmiert. Sanitäter kümmerten sich um den 16-jährigen Mann, der schwere Verletzungen an den Beinen erlitten hatte.

Nach notärztlicher Versorgung an der Unfallstelle musste der Jugendliche mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Paderborn gebracht werden. In der Klinik musste der 16-Jährige stationär behandelt werden. Der Audi-Fahrer kam bei dem Unfall in Delbrück nicht zu Schaden. Er blieb unverletzt. Zur Schadenshöhe machten die Beamten der Polizei keine Angaben.

Unfallzahlen im Kreis Paderborn und NRW gegen zurück – ein Wert ist aber besorgniserregend

Immer wieder kommt es in der Region Ostwestfalen-Lippe* zu schweren Unfällen mit Motorradfahrern. Insgesamt sind die Zahlen im Kreis Paderborn und ganz NRW aber zurückgegangen. Die Verkehrsunfallstatistik 2019, die die Polizei Paderborn auf ihrer Internetseite bekannt gab, spricht eine deutliche Sprache:

  • Die Beamten verzeichneten deutlich weniger Unfälle mit verletzten Personen.
  • Die Zahl der Unfälle sank um etwa neun Prozent.
  • Es gab 2019 rund 17 Prozent weniger Schwerverletzte.
  • Bei den Unfällen im Kreis Paderborn starben 17 Menschen.
  • Die Zahl der im Verkehr verletzten Kinder nimmt zu.

Die veröffentlichten Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2019 stehen diesmal im Kontext mit dem im Februar des Jahres gestarteten Behördenschwerpunkt „#PassAuf!“, mit dem sich die Kreispolizeibehörde Paderborn durch repressive und präventive Maßnahmen für die Sicherheit im Straßenverkehr einsetzt. Ein erstes Zwischenfazit zeigt bereits, dass die Zahl der Schwerverletzten deutlich rückläufig ist. Allerdings seien aktuell mehr Kinder und Jugendliche in Unfälle involviert und das sei besorgniserregend, so die Polizei.

Im Zuge des Projekts führen die Behörden im Kreis Paderborn regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durch. In den sozialen Medien wie Facebook und Twitter informieren die Beamten, in welchen Ortschaften geblitzt wird. Für die Polizei Paderborn bleibt genug zu tun, um beispielsweise solche Unfälle wie mit dem 16-jährigen Motorradfahrer in Delbrück in Zukunft zu vermeiden. (*Owl24.de und msl24.de* sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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