Covid-19-Pandemie

Coronavirus in Paderborn: Reisebüros in der Krise – Reisewarnung verlängert

Die Reisewarnung in Deutschland dauert wegen der Coronavirus-Pandemie an. Reisebüro-Inhaber in Paderborn stehen vor dem Aus und demonstrieren nun.

  • Das Coronavirus nimmt Einfluss auf den Sommerurlaub 2020. 
  • Die Bundesregierung verlängerte die Reisewarnung. 
  • In Paderborn (NRW) und ganz Deutschland fordert die Tourismusbranche einen Rettungsschirm.  

Paderborn (NRW) – Das Bundeskabinett bestätigte am heutigen Mittwochmorgen (29. April 2020), dass wegen des Coronavirus die Reisewarnung bis zum 14. Juni verlängert wurde. Damit sprach sich die Bundesregierung in Deutschland vorerst gegen Lockerungen für Fernreisen aus. Die Tourismusbranche in Paderborn und ganz NRW fürchten um ihre Existenz. 

Coronavirus: Reisewarnung dauert an – Demo in Paderborn und anderen NRW-Städten angekündigt 

Inhaber und Beschäftigte von Reisebüros in Paderborn und weiteren NRW-Städten wie Düsseldorf, Köln, Dortmund, Leverkusen, Münster und Hagen, wollen sich heute auf zentralen Plätzen versammeln, um zu demonstrieren. Sie fordern einen Rettungsschirm, da das Coronavirus für die Tourismusbranche viele finanzielle Einbußen bedeutet. Urlaube und Reisen ins Ausland werden wohl noch monatelang nicht möglich sein. Auch das "Pader Reisebüro" beteiligt sich an der Demo und teilte einen Beitrag bei Facebook. 

Im Kreis Paderborn (NRW) gibt es aktuell 578 Coronavirus-Infektionen (Stand: 29. April, 10.45) und in der Region sollen Kirchen nun nach und nach öffnen dürfen. Die Betreiber der Reisebüros hoffen nun auf Corona-Hilfen, wie es sie bereits vereinzelt gibt. Pflegekräfte sollen beispielsweise eine Bonuszahlung in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Außerdem denkt die Bundesregierung in Deutschland über eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes nach. Die Umsetzung der Maßnahme könnte auch den Mitarbeitern des Paderborner Flughafens zugutekommen, die sich wegen des Coronavirus in Kurzarbeit befinden. 

Coronavirus in Paderborn (NRW): Was bedeutet die Reisewarnung für Verbraucher?

Nicht nur in der Tourismusbranche in Paderborn gehen die Menschen auf die Straße, um auf ihre schlechte Lage aufmerksam zu machen. Bereits in der vergangenen Woche haben in Bielefeld (NRW) Gastro-Betreiber gegen die Coronavirus-Maßnahmen der Bundesregierung protestiert. Restaurants, Kneipen, Bars und Cafés sind seit Wochen geschlossen. Durch die Verlängerung der Reisewarnung wird sich die Situation dort möglicherweise noch verschlechtern. 

Für die Menschen, die über Pfingsten eine Reise ins Ausland gebucht haben, gibt es aber auch gute Neuigkeiten. Sie können sich bei ihrer Stornierung auf die Reisewarnung des Auswärtigen Amts berufen. Dies sollte vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt kein Problem sein, denn in diesen Bundesländern sind die Pfingstferien traditionell länger. 

Paderborn (NRW): Fällt der Sommerurlaub wegen des Coronavirus ins Wasser?

Ob für die Menschen in Paderborn (NRW) und ganz Deutschland auch der Sommerurlaub 2020 wegen des Coronavirus ins Wasser fällt, steht noch in den Sternen. Das Auswärtige Amt hat sich dazu noch nicht abschließend geäußert. Allerdings hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bereits die Hoffnungen auf eine normale Sommerreisesaison gedämpft, nachdem er verkündet hatte, dass die Rückholaktion abgeschlossen sei. 

Die Urlaubspläne der Paderborner könnten in diesem Jahr ins Wasser fallen. Wegen des Coronavirus müssen die Strände in diesem Sommer möglicherweise leer bleiben (Symbolbild). 

Vor dem 14. Juni wird sich die Bundesregierung erneut zusammensetzen, um über die bestehende Reisewarnung zu beraten. Schon jetzt ist klar, dass die Veranstaltungen zum 1. Mai abgesagt sind. Touren mit dem Bollerwagen sind im Kreis Paderborn wegen der anhaltenden Corona-Krise nicht erlaubt. Für das Safariland Stukenbrock im Kreis Gütersloh könnte dies erneut einen Besucheransturm bedeuten, wenn das Wetter mitspielt.  

Am heutigen Donnerstag (30. April) wurde außerdem bekannt, dass der Landrat des Kreises Paderborn Manfred Müller sein Amt niederlegen wird und aus gesundheitlichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: dpa 

Kommentare