Covid-19

Coronavirus in Paderborn: Polizei geht vermehrt gegen Sünder vor

Am Wochenende war die Polizei Paderborn auch im Auftrag der Corona-Krise unterwegs. Die Beamten mussten unter anderem gegen Streithähne und Betrüger vorgehen.

  • Auch in Paderborn greift das Coronavirus um sich.
  • Die Beamten der Polizei sorgten am Wochenende dafür, dass die Menschen sich an die Auflagen halten.
  • Es kam zu einigen Verstößen und teilweise dreisten Abzocken.

Paderborn – In ganz OWL grassiert momentan die Angst vor einer ungehemmten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2. Diese Angst ist durchaus berechtigt, auch wenn sie bei einigen Mitmenschen noch auf Unverständnis stößt. Noch immer organisieren einige Mitbürger auch in Paderborn zu Corona-Partys oder treffen sich einfach so im Park. Auch deshalb haben Bund und Länder am Sonntag (22. März) ein Kontaktverbot erlassen. Doch bereits vor diesem Beschluss hatte die Polizei einiges zu tun, um die Menschen in dieser außergewöhnlichen Zeit zur Vernunft zu bringen.

Coronavirus in Paderborn: Polizei geht gegen Verstöße vor

In der Zeit von Freitag (20. März) bis Sonntag (22. März) rückte die Polizei in Paderborn 36 Mal in Zusammenhang mit dem Coronavirus aus. Davon dienten 22 Einsätze dazu, Menschenansammlungen aufzulösen. Diese wurden entweder von Streifenpolizisten selbst bemerkt oder auch von Zeugen gemeldet. Auch auf Sportplätzen, Spielplätzen und in Parks mussten die Beamten Platzverweise aussprechen, die jedoch, wie die Polizei angibt, umgehend befolgt wurden.

Zu einem weiteren Einsatz kam es in einem Kiosk in Paderborn, in dem sich etwa ein Dutzend Kunden aufhielten, da der Besitzer sich offenbar nicht an die Vorgaben zur Corona-Eindämmung hielt. Zusätzlich roch es in dem Laden nach Marihuana. Die Beamten fanden daraufhin eine kleine Menge Rauschgift, was den Verdacht nahelegt, dass in dem Kiosk mit Drogen gehandelt wurde. Gegen den Besitzer wird nun ermittelt.

Corona-Krise in Paderborn: Polizei ermittelt gegen Betrüger

Auch in der Corona-Krise gibt es Menschen, die die Notlage zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. So bat am Samstag (21. März) auf Facebook eine Frau aus Paderborn um Hilfe. Sie gab an, sich in häuslicher Quarantäne zu befinden und bat um Lebensmittel, die vor ihrer Tür abgestellt werden sollten. Viele hilfsbereite Menschen folgten der Aufforderung. Später stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine Lüge der Frau handelte. Einer der Spender stellte daraufhin Strafanzeige wegen Betruges.

Zuvor hatte an anderer Stelle in Paderborn ein 72-jähriger Mann im Flur seines Treppenhauses einen Zettel ausgehängt, in dem er um Hilfe beim Einkauf bat. Ein Nachbar bot am Donnerstag (19. März) seine Hilfe an und erhielt von dem 72-Jährigen 20 Euro. Bislang hat der Mann weder seine Einkäufe, noch sein Geld zurückerhalten. Nun ermittelt die Polizei in diesem Fall wegen Unterschlagung.

In OWL breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. Mittlerweile gibt es in der Region über 800 Infektionen. Doch auch das Wetter sorgt für Probleme: In Paderborn kam es jüngst zu einem Waldbrand.

Coronavirus: Mit diesen Tipps vermeiden Sie die Ansteckung

Die Haende sollte jeder regelmaesßig mit Seife waschen und pflegen. (Symbolbild)
Die Hände sollte jeder regelmäßig mit Seife waschen und pflegen. (Symbolbild) © dpa/Peter Steffen
Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, sollte auf Haendeschuetteln verzichtet werden. Haende sollten zudem vom Gesicht ferngehalten werden. (Symbolbild)
Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, sollte auf Händeschütteln verzichtet werden. Hände sollten zudem vom Gesicht ferngehalten werden. (Symbolbild) © picture-alliance/ dpa
Richtiges Husten trägt zur Vemeidung der uebertragung bei: Dazu ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge nutzen. (Symbolbild)
Richtiges Husten trägt zur Vemeidung der Übertragung bei: Dazu ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge nutzen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Wenn Sie Symptome des Coronavirus bei sich bemerken, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. (Symbolbild)
Wenn Sie Symptome des Coronavirus bei sich bemerken, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. (Symbolbild) © dpa
Wenn sie Symptome haben, sollten Sie einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren. (Symbolbild)
Wenn sie Symptome haben, sollten Sie einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren. (Symbolbild) © picture alliance / Andreas Geber
Auch im Homeoffice gilt: Geschlossene Raeume sollten regelmaeßig gelueftet werden. (Symbolbild)
Auch im Homeoffice gilt: Geschlossene Räume sollten regelmäßig gelüftet werden. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Am 7 und 8. Juli kam es in Ostwestfalen-Lippe bei einem Netzanbieter zu Einschränkungen: In Paderborn ärgerten sich Vodafone-Kunden über den Internetausfall und der Anbieter arbeitete stundenlang an einer Lösung.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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