Paderborn

Quietschende Reifen und heulende Motoren: Polizei stoppt illegales Autorennen

Illegale Rennen sind bei vielen Autofahrern in Deutschland zum Volkssport geworden. Die Polizei geht rigoros gegen die Raser vor – wie zuletzt auch in Paderborn.

Paderborn – Die Zahl der illegalen Autorennen ist in Deutschland stark gestiegen. Alleine 2019 wurden 1900 Fälle erfasst – die meisten davon gab es in NRW (659). Auch in Ostwestfalen* muss die Polizei immer wieder Raser aus dem Verkehr ziehen.

So ging neulich ein 18-Jähriger der Polizei nach einem illegalen Autorennen in Paderborn ins Netz. Nur mit Glück wurde bei dem Vorfall in der Innenstadt kein Unfall verursacht. Nun mussten die Beamten in der Stadt erneut eingreifen. Am Sonntagabend (24. Januar) fielen ihnen gegen 23 Uhr auf dem Sportcampus der Uni Paderborn mehrere Personen und teils hochmotorisierte Fahrzeuge auf.

StadtPaderborn
Einwohner151.633
BundeslandNRW

Illegales Autorennen in Paderborn: Polizei schreitet ein

„Schon von weitem waren quietschende Reifen und aufheulende Motoren zu hören“, berichtet die Polizei von dem Einsatz am Parkplatz der Uni Paderborn, der schon länger bekannt ist als Treffpunkt für Autofans. Zu Fuß näherten sich die Beamten der Szenerie und sahen mehrere Fahrzeuge, die vor einigen Zuschauern trotz glatter Straßen beschleunigten und drifteten.

Nachdem die Polizisten den Parkplatz in Paderborn erreicht hatten, fiel ihnen ein Mercedes AMG auf, „der mit durchdrehenden Reifen beschleunigte und Driftkreise zog“, heißt es im Bericht. Zwischen den Parkreihen brachte der Fahrer das Auto auf Höchstgeschwindigkeit und driftete danach nach links und rechts.

Paderborn: Staatsanwaltschaft nach illegalem Autorennen eingeschaltet

Die Polizei in Paderborn stoppte das gefährliche Manöver sofort und kontrollierten den 19-jährigen Fahrer. Daraufhin wurde die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des illegalen Autorennens eingeschaltet. Der junge Fahranfänger war danach seinen Führerschein los, das Fahrzeug wurde ebenfalls beschlagnahmt.

Laut § 315d Strafgesetzbuch (StGB) handelt es sich dann um ein illegales Autorennen, wenn sich der Fahrer „mit nicht angepasster Geschwindigkeit, grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“, so die Beamten aus Paderborn. Wer sich dessen schuldig macht, muss in Deutschland mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen.

Immer wieder kommt es in Ostwestfalen zu illegalen Autorennen. (Symbolbild)

Häufig kommt es im Rahmen solcher Autorennen auch zu Unfällen. So wurde neulich zwei Personen in Gütersloh schwer verletzt. (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Kalaene

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