Sturmtief: Dauereinsatz für Polizei und Feuerwehr

Wegen des Sturms: Mann stürzt bei Sicherungsarbeiten 5 Meter in die Tiefe

Minden
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Im Kreis Minden-Lübbecke hatten die Rettungskräfte viel zu tun (Symbolbild).

Im Kreis Minden-Lübbecke hatten Rettungskräfte wegen des Sturmtiefs alle Hände zu tun. In Minden stürzte ein Arbeiter vom Dach einer Firma.

Minden – Das Sturmtief "Bennet" sorgte in ganz OWL für Dauerstress bei Polizei und Rettungskräften. Bis zum Mittag war allein die Polizei in Bielefeld 39 Mal im Einsatz. Hier wurde jedoch bis jetzt zum Glück niemand verletzt. Etwas heftiger ging es jedoch im Kreis Minden-Lübbecke zu. Die Rettungskräfte rückten hier insgesamt 22 Mal aus. Alleine zwischen 8.45 und 9.15 Uhr gingen 15 Notrufe ein, von denen einige alles andere als Routine für die Retter waren.

Außerdem war eine Frau aus Minden mit ihrem Auto unterwegs. Dann setzte plötzlich der Motor aus. Wenig später brannte der Pkw.

Minden: Arbeiter stürzt durch Dach

Gegen 8.40 Uhr ging eine Meldung ein, dass durch den Sturm Teile des Daches einer Produktionshalle in Minden abfielen. Die Trümmer verteilten sich auf der Kutenhauser Straße, die deswegen gesperrt werden musste. Auf dem Firmengelände wurden durch die Teile einige PKW beschädigt. Als später ein Arbeiter auf das Dach der Halle stieg, um es gegen weitere Schäden zu sichern, stürzte er durch eine Lichtkuppel. Durch den fünf Meter tiefen Fall wurde der Mann schwer verletzt. 

In der Kutenstraße in Minden stürzten Dachteile auf die Straße. Ein Arbeiter verunglückte schwer.

Lesen Sie auch: In Minden wurde endlich ein Mann gefasst, der in der Region für mindestens 22 Brände verantwortlich ist. Außerdem gerieten in Minden zwei Männer wegen eines Handyvertrags in Streit. Es kam zum Messerstich.

Außerdem: In der Weser bei Minden wurde eine Leiche gefunden.

Einsätze in Minden: Rettungskräfte im Dauereinsatz

Der tragische Unfall in Minden war nicht der einzige Einsatz der Retter von Feuerwehr und Polizei. Auch an anderen Stellen musste sich um Schäden des Sturmtiefs gekümmert werden:

  • In der Mindener Straße stürzte das Dach eines Carports auf die Fahrbahn.
  • Im Regtweg bemerkten Zeugen Brandgeruch nach einem Blitzeinschlag.
  • Im Schwabenring stürzte ein Bauzaun auf die Straße.
  • In der Findelstraße in Porta Westfalica entliefen zwei Pferde, die jedoch von den Besitzern wieder eingefangen werden konnten.
  • In Bad Oeynhausen rissen sich mehrere Pferde los. Es entstand kein Schaden.
  • Am Hambkebach in Bad Oeynhausen stürzte ein Fahnenmast auf ein Auto.
  • In vielen Straßen im gesamten Kreis Minden lagen Äste, Bäume und andere Gegenstände auf den Straßen.

In Lübbecke wurde eine Leiche im Mittellandkanal gefunden. Es stellte sich heraus, dass es sich um die 60-jährige Frau handelte, die seit Ende Januar vermisst wurde.

Außerdem ist ein 11-Jähriger in Minden aus einem Fenster gestürzt und gestorben. Jetzt untersuchen Polizei und Staatsanwaltschaft den Fall. Konkretes gibt es noch nicht. Dafür aber jede Menge Spekulationen.

Lesen Sie auch: Deutschlands letzte Nerzfarm in Rahden ist offenbar nicht mehr in Betrieb.

In einer Halle in Borchen kam es zu ebenfalls einem schweren Unfall: Ein Mann (44) stürzte von einer neun Meter hohen Hebebühne.

In Lübbecke stürzte ein junger Motorradfahrer schwer: Er schleuderte anschließend auf die Gegenfahrbahn.

Zwei Männer in einem dunklen Mercedes lieferten sich in Minden eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Die Diebe hatten zuvor einen Wohnwagen geklaut. Doch eine Nachbarin beobachtete sie bei der Tat.

Außerdem war eine  Frau in einem Restaurant in Minden in einer brennenden Küche gefangen. Ein Zeuge wählte umgehend den Notruf. Schnell rückte die Feuerwehr an.

Bei einem Unfall in Minden hat sich ein 19-Jähriger mit seinem Ford überschlagen. Dabei wurde sein Beifahrer verletzt. Die Beamten haben eine Vermutung, wie es zum Unglück gekommen sein könnte.

Bei einem Feuerwehreinsatz in der Stiftstraße in Minden rückten die Retter mit einer Drehleiter an. Anwohner hatten sich bei den Kräften gemeldet, weil sie einen Bewohner seit Tagen nicht gesehen hatten. Seine Balkontür war zudem offen. Die Nachbarn befürchteten das Schlimmste. Nun konnte die Feuerwehr in die Wohnung.

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