Serientäter in Minden geschnappt

Auf frischer Tat ertappt – Feuerteufel gesteht 22 Brandstiftungen

Minden
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Die Polizei schnappte in Minden einen Serientäter, der mehrere Feuer legte (Symbolbild).

Erfolg in Minden: Polizisten konnten endlich einen notorischen Brandstifter fassen. Der Mann gestand, insgesamt 22 Feuer gelegt zu haben.

Minden – In der Nacht auf Montag (4. März) fuhr eine zivile Streife auf dem Unterdamm, als den Beamten ein Auto auffiel. Der Fahrer des Renault hielt vor einem Mehrfamilienhaus an und stieg aus. Als er in Richtung der Müllcontainer ging und nach kurzer Zeit zurückkehrte, wurden die Polizisten misstrauisch. Dann fuhr der Mann los, ohne das Licht seines Renaults einzuschalten. 

Minden: Polizisten beobachten Brandstifter

Die beiden Beamten gingen zu den Müllcontainern und bemerkten bereits offenes Feuer. Sie alarmierten eine weitere Streife, die den Verdächtigen wenig später stellen konnte. Den Papiercontainer schoben sie vom Haus weg um zu verhindern, dass die Flammen sich ausbreiten. Das Feuer konnte von der alarmierten Feuerwehr Minden gelöscht werden.

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Am Montagvormittag wurde der Mann (46) aus Minden von der Kriminalpolizei vernommen. Ihm wurden insgesamt 24 Brandstiftungen zur Last gelegt, die in der Region seit Oktober 2018 stattfanden. Davon gestand der Mann 22 Taten, ohne jedoch ein Motiv nennen zu können. Nach dem umfangreichen Geständnis wurde der Mann nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft vorerst aus dem Gewahrsam entlassen.

Einer der verursachten Brände des Mannes aus Minden in der Lübbecker Straße.

Das Sturmtief "Bennet" hat am Montag (4. März) für einen schweren Unfall in Minden gesorgt. Ein Arbeiter wollte ein Hallendach gegen den Wind sichern und stürzte dabei fünf Meter in die Tiefe.

Nachdem innerhalb von zwei Tagen zwei Brände gemeldet wurden, konnte die Polizei in Bad Oeynhausen nun auch einen Feuerteufel schnappen.

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