Ermittlungen

Brandstiftung? Millionenschaden nach Großbrand – Polizei nimmt Verdächtigen fest

Nach dem verheerenden Großbrand in Hüllhorst (Kreis Minden Lübbecke) hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Er soll die Fabrikhalle absichtlich in Brand gesetzt haben.

Hüllhorst-Schnathorst – Polizei und Feuerwehr mussten an Christi Himmelfahrt (13. Mai) zu einem Großbrand im Gewerbegebiet ausrücken. An der Altendorfstraße brannte eine Fabrikhalle, es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe. Wie die Polizei Minden-Lübbecke nun mitteilte, wurde nur wenig später ein Mann wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung festgenommen.

Gemeinde:Hüllhorst
Kreis:Minden-Lübbecke
Bundesland:NRW

Minden/Hüllhorst: Fabrikhalle brennt nieder – Schaden in Millionenhöhe verursacht

Der Brand in Hüllenhorst war gegen 11.30 bemerkt worden. Beim Eintreffen der Löschkräfte hatte sich das Feuer bereits stark ausgebreitet. „Zwar konnte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Betriebe verhindern, die rund 2000 Quadratmeter große Halle brannte jedoch bis auf die Grundmauern nieder“, berichtet die Polizei Minden-Lübbecke.

In der Halle in Hüllhorst-Schnathorst wurden neben Papier und Kartons vor allem wertvolle Produktionsteile gelagert, die durch das Feuer zerstört wurden. „Der Schaden wird auf mindestens fünf Millionen Euro geschätzt, dürfte nach einer ersten Einschätzung der Polizei vermutlich aber noch deutlich höher ausfallen“, berichten die Beamten der Polizei Minden-Lübbecke weiter. Verletzt wurde bei dem Großbrand in Ostwestfalen* niemand.

Großbrand in Minden/Hüllhorst: Brandstiftung? Polizei nimmt verdächtigen Mann fest

Während die Löscharbeiten noch im vollen Gange waren, nahmen Beamte der Kriminalwache bereits erste Ermittlungen auf. Der Brandort wurde dafür beschlagnahmt. Nach ersten Untersuchungen gehen die Ermittler davon aus, dass Holzpaletten, die unter dem Vordach gelagert wurden, in Brand gesetzt wurden. Danach griffen die Flammen auf das restliche Gebäude über. Ein Sachverständiger wird die Polizei Minden-Lübbecke noch bei der weiteren Branduntersuchung unterstützen.

Als die Kriminalbeamten am Freitagmorgen (14. Mai) an der Brandstelle im Einsatz waren, fiel ihnen ein Mann auf. Dieser hielt sich ebenfalls an der abgebrannten Lagerhalle auf. Als ihn die Beamten ansprachen, entfernte sich der Unbekannte – doch nur wenig später konnte ihn die umgehend verständigte Polizei in der Nähe festnehmen.

Der 30-Jährige, der aus dem Raum Brandenburg stammt, ist bereits polizeibekannt. Die Untersuchungen erhärteten den Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung gegen ihn, wie die Polizei Minden-Lübbecke berichtet. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen. Der schweigt bislang zu den Vorwürfen und hat sich einen Anwalt genommen.

15 Feuerwehreinheiten waren in Hüllhorst im Einsatz. (Symbolbild)

Erst vor wenigen Tagen war es zu einem Großbrand in einer Doppelhaushälfte in Bielefeld gekommen. An dem Rohbau entstand ein Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich. Es wurde niemand verletzt, anders als in diesem Fall: Bei einem Wohnhaus-Brand in Bielefeld wurde eine Frau von einer Stichflamme getroffen und getötet. Die Frau wurde zunächst mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Spezialklinik eingewiesen, wo sie kurze Zeit später verstarb.

Rubriklistenbild: © Holger Hollemann/dpa

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