Koalitionsausschuss veröffentlicht Beschlussvorlage

Unterstützung für die Gastronomie: Mehrwertsteuer bleibt gesenkt

Gute Nachtrichten für die Gastronomie: Die Mehrwertsteuer in der Branche wird weiterhin gesenkt. Das hat der Koalitionsausschuss angesichts des Lockdowns entschieden.

OWL – Seit drei Monaten herrscht in Restaurants und Cafés in ganz Deutschland gähnende Leere. Die Lichter sind aus, die Stühle hochgestellt, es herrscht eine Zwangspause in der Gastronomie. Der Lockdown lässt nur noch den Verkauf zum Mitnehmen zu. Die Umsatzeinbußen wegen des Coronavirus in der Branche sind enorm. Daher hat die Bundesregierung jetzt eine Entscheidung getroffen.

Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie bleibt bis Ende 2022 bestehen

Die Mehrwertsteuer in der Gastronomie bleibt noch bis Ende 2022 auf sieben Prozent gesenkt, statt der sonst üblichen neun. Diese Entscheidung ist am Mittwochabend (3. Februar) gefallen. Zunächst war die Regelung nur bis zum 30. Juni 2020 gültig. Da viele Restaurants derzeit aber sowieso nicht geöffnet haben oder zumindest deutlich weniger Umsatz machen, wurde der Zeitraum nun verlängert.

Der Koalitionsausschuss hat die Neuerung in einem Beschlusspapier festgehalten. Über die Verlängerung muss nun noch der Bundestag entscheiden – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die gute Nachricht für die Gastronomie jedoch schon auf Twitter verkündet. Es wird daher davon ausgegangen, dass die längere Senkung der Mehrwertsteuer durchgewunken wird.

Nicht nur Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie: Koalitionsausschuss plant weitere Maßnahmen

Nicht nur für die Gastronomie in Ostwestfalen* soll es durch die langfristige Senkung der Mehrwertsteuer in Deutschland Vorteile geben. Auch Familienzuschüsse und Finanzspritzen für Unternehmen wurden vom Koalitionsausschuss von SPD und CDU/CSU besprochen. So soll in diesem Jahr erneut ein einmaliger Aufschlag auf das Kindergeld gezahlt werden. Der Zuschuss beträgt 150 Euro, also die Hälfte von dem, was 2020 gezahlt wurde.

Auch Empfänger der Grundsicherung erhalten eine einmalige Zahlung von 150 Euro. Derweil will der Koalitionsausschuss für Selbstständige, die durch die Coronavirus-Pandemie* in finanzielle Not geraten sind, den Zugang in die Grundsicherung weiterhin einfach halten. Das ist beispielsweise zuhauf in der Gastronomie passiert.

Durch die Senkung der Mehrwertsteuer können Gastronomen Geld einsparen. (Symbolbild)

Senkung der Mehrwertsteuer lohnt sich für Gastronomie nach Ende des Lockdowns

Nach dem Impfgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich nun die Frage, ob der Lockdown mit dem 14. Februar tatsächlich beendet wird, oder ob eine erneute Verlängerung ansteht. Sollten die Corona-Regeln entschärft werden, könnte dies für die Gastronomie den so dringend herbeigesehnte Wiedereröffnung bedeuten. Die Senkung der Mehrwertsteuer für die Branche würde sich dann im Umsatz positiv für die einzelnen Lokale und Cafés auswirken. Wenn es nach Gesundheitsminister Jens Spahn geht, wäre der Lockdown noch im Winter vorbei*. (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

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