Landkreis äußert sich

Missbrauchsfall Lügde: Ignorierte Jugendamt Hinweise auf Pädophilie?

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Der Missbrauch in Lügde hat erschreckende Ausmaße angenommen.

Missbrauchsskandal Lügde: Das Jugendamt soll eine 6-Jährige trotz Hinweise auf Pädophilie bei dem Dauercamper untergebracht haben. Jetzt spricht ihr Vater.

Update: 19. August, 12.28 Uhr. Vor dem Landgericht in Detmold wird mit Spannung das Urteil im Lügde-Prozess erwartet. Die Verhandlung befindet sich in der Schlussphase. Nun wurde bekannt, wann das Urteil gegen die Hauptangeklagten fallen soll.

Update: 17. Juli. Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch soll in Detmold ein erstes Urteil gesprochen werden. Verhandelt wird gegen Heiko V. aus Niedersachsen. Er soll zu den Taten angestiftet werden.

Update: 4. Juli. Polizei und Staatsanwaltschaft haben im Missbrauchsfall Lügde neue Erkenntnisse veröffentlicht. Demnach soll es einen weiteren Täter aus dem Kreis Höxter geben.

Update: 6. Mai, 14.42 Uhr. Lügde – Nach Angaben des  Landkreises Hameln-Pyrmont wurde der Vater des sechsjährigen Opfers nicht über den Missbrauch informiert, weil er kein Sorgerecht besitzt. Schließlich habe er aus diesem Grund auch kein Auskunftsrecht. Der Vorwurf, der Landkreis habe nicht auf seine wiederholten telefonischen Proteste gegen den verwahrlosten Aufenthaltsort seiner Tochter reagiert, werde derzeit geprüft.

Missbrauchsfall Lügde: Ignorierte Jugendamt Hinweise auf Pädophilie?

Erstmeldung: 6. Mai. Lügde – Im Missbrauchsskandal gibt es neue Vorwürfe und Kritik gegen das Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont. Obwohl es mehrfache Hinweise auf Pädophilie gegeben haben soll, lebte ein 6-jähriges Mädchen bei dem arbeitslosen Dauercamper Andreas V.. Jetzt äußert der Vater des Opfers Kritik.

Missbrauchsfall Lügde: Ignorierte das Amt die Hinweise?

Das Amt steht unter dem Verdacht, das Kind trotz dieser Hinweise in die Obhut des Mannes in Lügde gegeben zu haben, berichtete der NDR. Wie berichtet, laufen gegen den Mann Ermittlungen wegen des Verdachts, Kinder sexuell missbraucht zu haben.

Bekam das Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont Hinweise auf Pädophilie bei dem Dauercamper in Lügde? Das Amt schweigt.

Mädchen lebte auf Wunsch der Mutter auf dem Campingplatz Lügde

Auf Wunsch der Mutter der 6-Jährigen lebte das Mädchen bei dem Mann auf dem Campingplatz in Lügde in Pflege. Davon habe der leibliche Vater nur zufällig erfahren, kritisiert er in einem Interview. Als er seine Tochter besuchen wollte, habe Andreas V. ihn vom Campingplatz getrieben.

Daraufhin habe der Vater, der zum Schutz seiner Tochter in den Medien anonym bleiben möchte, das Jugendamt mehrfach angerufen. Er ist erschrocken darüber, dass so ein junges Mädchen auf einem Campingplatz in Lügde unergebracht wurde.

Lügde: Vater warte vergebens auf einen Rückruf

"Ob  sich sie sich da mal umgeschaut haben, wie verwahrlost das ist?", fragte er erschüttert. Doch auf einen Rückruf des Jugendamtes wartete er vergebens. Das Jugendamt habe den Vater nicht einmal dann kontaktiert, als es von dem schwerwiegenden Verdacht aus Lügde erfahren hatte.

Als das Mädchen zur Welt kam, sei der Vater noch zur Schule gegangen. Das Sorgerecht habe von Anfang an nur bei der Mutter gelegen. Inzwischen macht sich der Vater große Vorwürfe: Er hätte seine Mitsprache mehr einfordern müssen. Jetzt habe er sich einen Anwalt genommen.

Im Missbrauchsfall Lügde wurden mittlerweile 41 Opfer identifiziert.

Skandal in Lügde: Jugendamt schweigt in diesem Fall

Demnach wolle sich der leibliche Vater darum bemühen, das Sorgerecht zu bekommen. Das Jugendamt Hameln-Pyrmont verweist in einer Stellungnahme an den Sender auf den Datenschutz. Demnach könnten sie keine  Angaben dazu geben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Missbrauchsskandal Lügde laufen.

Ein Feuerwehrmann in Lügde wollte in einem Kreisverkehr eine Straße sperren. Plötzlich wurde er angefahren. Die Frau fuhr danach einfach davon.

Im Missbrauchsfall Lügde soll eine Mutter den Haupttäter Andreas V. erpresst haben. Angeblich hat sie Geld von ihm gefordert. Im Gegenzug soll sie auf eine Anzeige verzichtet haben. Nun hat Andreas V. die Frau angezeigt.

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