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Kreis Lippe: Corona-Ausbruch in Reha Klinik 

Drei Covid-19-Patienten im Kreis Lippe sind tot. In einer Reha-Klinik in Horn-Bad Meinberg wurde nun ein starker Coronavirus-Ausbruch bekannt.

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  • 325 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gibt es aktuell im Kreis Lippe. 
  • Drei Covid-19-Patienten sind inzwischen gestorben. 
  • In einer Reha-Klinik wurde nun ein Ausbruch bekannt.

Update: 31. März, 17.00 Uhr. Wie nun bekannt wurde, gab es in Horn-Bad Meinberg nun den größten Ausbruch von Coronavirus-Infektionen im gesamten Kreis Lippe. Damit steigt die Infektions-Zahl auf insgesamt 325. In der MEDICLIN Rose Klinik bei Detmold haben sich 32 Patienten und 15 Mitarbeiter mit Covid-19 infiziert aber bislang zeigen die Infizierten keine schweren Krankheitsverläufe.

Das Gesundheitsamt und die Klinik-Leitung haben Sofortmaßnahmen eingeleitet, um die Coronavirus-Infektionsketten zu unterbinden. „Klinikleitung und Gesundheitsamt arbeiten eng zusammen. Neben den notwendigen kurzfristigen Maßnahmen haben wir gemeinsam die kommenden Wochen in den Blick genommen. Die MEDICLIN Rose Klinik kann nach der Quarantäne-Phase Patienten aus dem Klinikum Lippe aufnehmen und damit den regulären Krankenhausbetrieb entlasten“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

Update: 31. März, 10.35 Uhr. Im Kreis Lippe ist eine 69-jährige Frau, die sich mit dem Coronavirus infiziert hat, an Covid-19 gestorben. Damit gibt es in der Region nun den dritten Todesfall. 

Wie die Kreisverwalung in einer Pressemitteilung erklärte, litt die Person unter Vorerkrankungen. Sie verstarb im Klinikum Lippe. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen stieg auf 302. Davon sind 40 Personen wieder vollständig genesen. Weiterhin gilt in NRW ein Kontaktverbot. 

Update: 30. März, 10.02 Uhr. Im Kreis Lippe ist die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Fälle auf 286 gestiegen. Das teilte die Kreisverwaltung am gestrigen Tag in einer Pressemitteilung mit. Bislang wurden hier zwei Todesfälle bestätigt. 

Es gibt aber auch eine positive Meldung. 35 Covid-19-Patienten aus dem Kreis Lippe, die sich mit dem Erreger angesteckt haben, sind wieder gesund. Bei ihnen konnte das Coronavirus nicht mehr nachgewiesen werden. Über 3.900 Personen haben sich in der Region bereits testen lassen. 

Kreis Lippe: 261 bestätigte Coronavirus-Infektionen – Horn-Bad Meinberg am stärksten betroffen 

Update: 19.10 Uhr. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen im Kreis Lippe ist auf 261 gestiegen. In der Stadt Horn-Bad Meinberg wurden bislang die meisten Covid-19-Erkrankten gezählt. Die Fälle verteilen sich auf dem Kreis wie folgt:

Stadt

Zahl der Infizierten

wieder genesen

Augustdorf

4

Bad Salzuflen

33

5

Barntrup

2

Blomberg

35

2

Detmold

32

3

Dörentrup

2

Extertal

13

2

Horn-Bad Meinberg

49

Kalletal

7

1

Lage

21

3

Lemgo

16

1

Leopoldshöhe

11

1

Lügde

7

1

Oerlinghausen

17

4

Schieder-Schwalenberg

8

Schlangen

4

2

In der Region wurden die Tests nun ausgeweitet. Die NRW-Landesregierung hat außerdem am heutigen Freitag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, auf welchen Zeitraum die Abitur-Prüfungen in diesem Jahr wegen Coronavirus verschoben werden. Als Termin wurde der Zeitraum vom 12. (Dienstag) bis 25. Mai (Montag) verkündet, die dann zu diesem Zeitpunkt auch im Kreis Lippe stattfinden werden.

230 Coronavirus-Infektionen: Kreis Lippe weitet Tests aus  

Update: 27. März, 7 Uhr. Aufgrund des fortlaufenden Anstiegs an Infektionen erweitert der Kreis Lippe nun den Personenkreis, der sich testen lassen kann. Im Diagnostikzentrum in Detmold dürfen sich nun auch Menschen testen lassen, die Kontakt mit infizierten Personen hatten oder aus Risikogebieten zurückgekehrt sind, jedoch KEINE Symptome aufweisen.  

Patienten mit Vorerkrankungen können sich jetzt ebenfalls bereits bei leichten Infekt-Symptomen testen lassen. Und auch Menschen aus Lippe der Berufsgruppen Medizin, Pflege, Polizei, Feuerwehr und Einzelhandel können sich mit grippeartigen Symptomen auf das Coronavirus testen lassen. Wichtig: Eine telefonische Voranmeldung ist weiterhin erforderlich: 05231/62 17 00 oder per E-Mail an coronatest@kreis-lippe.de.

Update: 26. März, 19.42 Uhr. In Kreis Lippe haben sich nach jetzigem Stand 230 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2, dass die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, infiziert. Das teilte die Kreisverwaltung am heutigen Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle im Vergleich zum Vortag erneut an.

Im Klinikum Lippe werden zurzeit 18 Corona-Patienten behandelt, vier davon auf der Intensivstation, wovon wiederum drei beatmet werden müssen. 

Coronavirus im Kreis Lippe: Hilfe von der Bundeswehr eingetroffen

Update: 18.40 Uhr. Im Kreis Lippe hat sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen noch einmal erhöht. Mittlerweile sind in der Region 204 Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Damit liegen der Kreisverwaltung im Vergleich zum Vortag 16 weitere Fälle vor. Wie bereits heute berichtet, wird die Bundeswehr die Mediziner vor Ort ab sofort unterstützen. 

Update: 14.40 Uhr. Die Zahl der infizierten Personen im Kreis Lippe ist am gestrigen Dienstag erneut gestiegen. Da inzwischen viele Ärzte ihre Praxen wegen der Covid-19-Pandemie geschlossen haben, könnte es bald zu Engpässen bei der medizinischen Versorgung kommen. Deshalb wurde nun eine Maßnahme von der Kreisverwaltung ergriffen. 

Der Kreis Lippe erhält im Kampf gegen das Coronavirus Hilfe von der Bundeswehr und bekommt eine Reihe von Hilfsgütern zur Verfügung gestellt. Außerdem wird in Detmold eine mobile Rettungsstation aufgebaut, um Covid-19-Patienten zu behandeln. 

Update: 25. März, 7.50 Uhr. Das Klinikum Lippe in Detmold hat in dieser Woche begonnen, seine Patienten und Mitarbeiter selbst auf das Coronavirus zu testen. Wichtig: dies gilt nicht für die Bevölkerung, die weiter durch das Gesundheitsamt des Kreises Lippe getestet wird.

Nach letztem Stand (24. März) sind momentan 188 Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Lippe bekannt. Im Diagnosezentrum im Hangar in Detmold wurden bisher etwa 2.750 Abstriche genommen.

Coronavirus im Kreis Lippe: Kontaktverbot

Update: 17.20 Uhr. Die meisten Menschen im Kreis Lippe haben sich bislang an das Kontaktverbot gehalten. Das stellten die Behörden heute bei ihren Überprüfungen fest. Außerdem wurde gestern Abend bekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in häuslicher Quarantäne muss, da sie mit einem Arzt Kontakt hatte, der wiederum positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet wurden.

Nun liegen die ersten Ergebnisse des Coronavirus-Tests von Angela Merkel vor. Die Kanzlerin wurde erst am Sonntagabend nach ihrer Rede darüber informiert, dass sie mit einem Mediziner Kontakt hatte, der an Covid-19 erkrankt ist. Im Kreis Lippe wurden bisher 2526 Abstriche gemacht. 

170 Personen haben sich in der Region Lippe mittlerweile mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Die Kreisverwaltung verzeichnete auch einen Todesfall. Ein weitreichendes Kontaktverbot wurde nun von der NRW-Landesregierung erlassen. 

Coronavirus im Kreis Lippe: Kontaktverbot in Nordrhein-Westfalen – Was bedeutet das für die Menschen? 

Seit Sonntag (22. März) gilt wegen der Coronavirus-Pandemie in ganz Nordrhein-Westfalen ein Kontaktverbot. Mit dieser Maßnahme möchte die NRW-Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die schnelle Ausbreitung der Krankheit Covid-19 verhindern. Auch für die Menschen im Kreis Lippe ändert sich dadurch einiges.  

Wegen des Coronavirus treten ab sofort in der Region Lippe und ganz NRW folgende neue Regeln in Kraft: 

  • Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen sind verboten.
  • Ausgenommen sind Verwandte in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen. 
  • Eine weitere Ausnahme gibt es bei der Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen. 
  • Notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und bedeutungsrelevanten Gründen sind ebenfalls weiterhin erlaubt. 
  • Der Öffentliche Personennahverkehr kann weiter genutzt werden.

In der Pressekonferenz am heutigen Montag (23. März) sagte ein Sprecher des Robert Koch-Instituts, dass die Schutzvorkehrungen in Deutschland erste Effekte zeigen würden. Entwarnung kann aber noch lange nicht gegeben werden, deshalb behält der Appell der Bundeskanzlerin "Bleiben Sie zu Hause" seine Gültigkeit. Das Kontaktverbot sei eine weitere wichtige Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus. Im Kreis Lippe ist bislang eine Person an Covid-19 gestorben

Coronavirus im Kreis Lippe: Wie viele infizierte Personen sind wieder gesund? 

Die Zahl der Menschen, die sich im Kreis Lippe mit dem Coronavirus infiziert haben, ist auf 170 gestiegen. Das bestätigte die Kreisverwaltung am Montag (23. März) in einer Pressemitteilung. Damit haben sind zwölf weitere Personen aus der Region an Covid-19 erkrankt. Die Infizierten verteilen sich auf die folgenden Orte in der Region wie folgt:  

Stadt

Zahl der Infizierten

wieder genesen

Augustdorf

2

Bad Salzuflen

28

1

Barntrup

1

Blomberg

17

Detmold

24

1

Dörentrup

0

Extertal

11

1

Horn-Bad Meinberg

20

Kalletal

6

Lage

13

1

Lemgo

12

Leopoldshöhe

11

Lügde

2

Oerlinghausen

13

1

Schieder-Schwalenberg

6

Schlangen

4

Ort unbekannt

0

"Ich bin froh, dass sich Bund und Länder auf weitgehend einheitliche Regelungen einigen konnten", betonte Landrat Dr. Axel Lehmann. Ein Großteil der Bevölkerung im Kreis Lippe habe den Ernst der Lage verstanden. Viele Menschen sind wegen des Coronavirus am vergangenen Wochenende zu Hause geblieben und haben sich an die Vorgaben der Bundesregierung gehalten. Andere wiederum nicht. "Da eine freiwillige Beschränkung augenscheinlich nicht bei allen funktioniert, ist das öffentliche Kontaktverbot für mich nachvollziehbar", unterstrich der Landrat. 

Coronavirus im Kreis Lippe: Neben dem Kontaktverbot – weitere Einschränkungen beschlossen 

Neben des Kontaktverbots sind wegen des Coronavirus auch Besuche in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen im Kreis Lippe derzeit verboten, sofern sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Ausnahmen gibt jedoch auch hier. Die Einrichtungsleitungen dürfen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung Besuche zulassen, wenn diese medizinisch oder ethisch-sozial notwendig sind (zum Beispiel auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).  

Außerdem hat der Kreis Lippe nochmal darauf aufmerksam gemacht, dass folgende Einrichtungen trotz der Coronavirus-Pandemie geöffnet bleiben: 

  • Lebensmittelgeschäfte 
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser 
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken (teilweise sind Filialen geschlossen) 
  • Poststellen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Kioske und Zeitungsverkaufsstellen
  • Tierbedarfsmärkten

Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern im Kreis Lippe zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt wegen des Coronavirus nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind, insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen (1,5 bis 2 Meter) und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal. Unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

Kreis Lippe: Das Desinfizieren der Hände soll vor einer Infizierung mit dem Coronavirus schützen. 

Coronavirus im Kreis Lippe: Folgende Dienstleistungen müssen wegen der Pandemie pausieren

Dienstleistungen im Kreis Lippe, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann, insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern und Massagesalons sind wegen des Coronavirus vorerst untersagt. Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden. 

Wer Fragen zu den neuen Sicherheitsvorkehrungen hat, kann diese wie gehabt unter der 116117 und der Info-Hotline des Gesundheitsamts im Kreis Lippe stellen. Alle wichtigen Telefonnummern zum Coronavirus in Ostwestfalen-Lippe haben wir hier nochmals für Sie zusammengefasst. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Oliver Berg

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