Schutzengel als Beifahrer

LKW wird auf Bahnübergang eingeschlossen – dann rast ein Zug heran

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Lebensgefährliche Situation für den LKW-Fahrer.

Das war extrem knapp. Ein LKW wurde auf einem Bahnübergang eingeschlossen. Als genau dann ein Zug kam, wurde es brenzlig.

Holzminden/Meinbrexen/Hameln – Am Montag (10. September) ereigneten sich gegen 12 Uhr an einem Bahnübergang am Ausgang des Örtchens Meinbrexen in Richtung Lauenförde dramatische Szenen, wie man sie sonst nur aus Hollywood kennt. Held dieser Geschichte ist wohl ein Bahnmitarbeiter, der mindestens ein Leben rettete.

LKW muss rückwärts über Bahnübergang fahren

Weil er in einem Feldweg Holz aufladen wollte, war ein 45-jähriger LKW-Fahrer gezwungen, rückwärts über einen Bahnübergang zu fahren, um seinen Auflieger in den kleinen Weg zu lenken. Während dieses Manövers musste er noch einmal vorfahren, um dann erneut zurücksetzen zu können. Genau dies wurde ihm kurz darauf zum Verhängnis.

Hier spielte sich der Unfall ab.

LKW wird zwischen den Schranken eingeschlossen

Während er erneut auf die Schienen fahren musste, sprang die Ampel auf rot und die Schranken begannen, sich zu senken. Besonderes Pech für den LKW-Fahrer: Eine Schranke schloss sich genau zwischen seinem Führerhaus und dem Auflieger. Eine ausweglose Situation? Es scheint fast so. 

Bahnmitarbeiter warnt vor heranfahrendem Zug

Unweit des Bahnübergangs war ein Bahnmitarbeiter an einem Stromkasten beschäftigt. Er sah den mit etwa 100 km/h heranfahrenden Zug der Nordwestbahn zuerst. Er warnte den LKW-Fahrer und gab ihm ein Zeichen, dass er zurückfahren solle.

Rettung in letzter Sekunde

Der LKW-Fahrer tat, wie ihm geheißen und setzte zurück, wobei er die abgesenkte Schranke mit sich riss. Trotz dieses Manövers und der Notbremsung des Lokführers konnte eine Berührung der beiden Fahrzeuge nicht ganz verhindert werden. Die Bahn streifte noch das Führerhaus des zurücksetzenden LKW. Dadurch wurden die Front des LKW und ein Fenster des Zuges zerstört. 

Die Bilder zeigen anschaulich, wie knapp eine Katastrophe verhindert wurde.

Alle Beteiligten unverletzt

Der Sachschaden betrug etwa 17500 Euro. Bei einem Blick auf die Bilder vom Unfallort sieht man jedoch sofort, welch großes Unglück der Bahnmitarbeiter durch seine rechtzeitige Warnung verhinderte. Es gab keine Verletzten, lediglich der Fahrer des LKW erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus Höxter gebracht.

Die Bundespolizei und der Notfallmanager der Deutschen Bahn waren ebenfalls am Unfallort. Die Fahrgäste des Personenzugs wurden per Bus zur nächsten Haltestelle gebracht. Die Bahnstrecke war bis etwa 15 Uhr gesperrt.

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