Staatsanwaltschaft ermittelt 

Missbrauchsverdacht: Pfarrer aus OWL angezeigt – Gemeinde geschockt

Wegen des Verdachts auf Missbrauch ermittelt die Staatsanwaltschaft Paderborn gegen einen Pfarrer, der in Willebadessen bei Hoexter in NRW arbeitet. 
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Wegen des Verdachts auf Missbrauch ermittelt die Staatsanwaltschaft Paderborn gegen einen Pfarrer, der in Willebadessen bei Höxter in NRW arbeitet (Symbolbild).  

Wegen Missbrauchs ermittelt die Staatsanwaltschaft Paderborn wird derzeit gegen den Pfarrer einer Gemeinde aus Willebadessen im Kreis Höxter in NRW.

  • Verdacht auf Missbrauch in Willebadessen bei Höxer in NRW 
  • Kirche erstattet Anzeige gegen Geistlichen 
  • Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt gegen Pfarrer 

Höxter/Willebadessen/Paderborn – Gegen einen Pfarrer aus dem Kreis Höxter werden derzeit schwere Vorwürfe erhoben. Der Leiter des Pastoralverbundes Willebadessen-Peckelsheim ist vom Erzbistum Paderborn vorerst von seinen Aufgaben entbunden worden. Gegen den Geistlichen liegt eine Missbrauchsanzeige vor. 

Missbrauchsverdacht in Willebadessen bei Höxter in NRW: Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt gegen Pfarrer 

Die Gemeinde in Willebadessen bei Höxter wurde am vergangenen Sonntag darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihr Pfarrer vorerst beurlaubt ist. Die Gläubigen reagierten geschockt. Nun wurde bekannt, dass der Staatsanwaltschaft Paderborn eine Anzeige vorliegt. Wegen Missbrauchs wird jetzt gegen den Geistlichen ermittelt. 

"Ob der Fall jemals vor Gericht kommt, lässt sich noch nicht absehen", berichtet das WB am Dienstag. Wegen Verjährung wurden in der Vergangenheit schon einige Verfahren eingestellt. Ein Sprecher des Erzbistums Paderborn erklärte, dass die Vorwürfe gegen den Pfarrer aus dem Kreis Höxter schon einige Zeit zurücklegen. Weitere Details wurden nicht genannt. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen nun die Vorwürfe. 

Erzbistum Paderborn beurlaubt Pfarrer aus dem Kreis Höxter in NRW

Bereits am Donnerstag (16. Januar) wurde der Beschuldigte aus Willebadesen nahe Höxter vom Erzbistum Paderborn "aus verhaltensbezogenen Gründen" beurlaubt. Bis der Sachverhalt geklärt ist, übernimmt Pater Josef Klingele die Vertretung. Unzählige Akten über Missbrauchsfälle schlummern in den Archiven der Kirche. Lange hatte niemand darauf Zugriff. Doch nun hat der Papst kürzlich diese umstrittene Regelung abgeschafft, um für mehr Transparenz zu sorgen. 

Das Erzbistum Paderborn hatte erst im Jahr 2018 eine Missbrauchsstudie veröffentlicht. Die Kirche wertete darin Akten von rund 2500 Klerikern aus. Davon sollten 111 Geistliche, im Zeitraum von 1946 bis 2014, wegen eines Missbrauchs beschuldigt worden sein. Es war die Rede von etwa 197 mutmaßlichen Opfern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind die meisten Ermittlungen inzwischen beendet. Die Untersuchungen zu dem Fall aus Willebadessen bei Höxter dauern hingegen an. 

In der Region sorgte aber auch noch ein ganz anderes Thema für Gesprächsstoff: An Grundschulen in Bünde bei Herford wurden mehrere Kinder von Männern angesprochen und die Verdächtigen versuchten die Opfer in ihr Auto zu locken. Die Polizei reagierte jetzt auf die drohende Gefahr.

Jüngst kam es im Kreis zu einem tragischen Unfall: Auf der B64 in Höxter krachte ein Wagen gegen einen Tunnel. Einer der Insassen überlebte nicht.

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