Feuerwehr im Dauereinsatz

Unwetter am Dienstagabend: 3.500 Haushalte ohne Trinkwasser

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Der Schlamm machte den Einsatzkräften im Kreis Höxter (hier in Brakel) besonders zu schaffen.

Ein Unwetter am Dienstagabend hat den Kreis Höxter besonders schwer getroffen. Vielerorts waren die Straßen und Keller überschwemmt. Zwei Kälber starben in den Fluten.

  • Schweres Unwetter in den Kreisen Höxter und Lippe
  • Feuerwehr im Dauereinsatz
  • Teilweise schwammen Autos davon

Update: 14.30 Uhr. Die Aufräumarbeiten in den Kreisen Höxter und Lippe sind noch in vollem Gange und werden sich noch einige Zeit hinziehen. Besonders folgenreich zeigte sich ein Blitzeinschlag in Kalletal. Im Ortsteil Hohenhausen wurde durch den Einschlag eine Pumpstation beschädigt. Dadurch sind zurzeit etwa 3.500 Haushalte ohne Trinkwasser. 

Betroffene können sich Brauchwasser an der Feuerwehr holen, doch ACHTUNG: Dieses Wasser bitte abkochen! Auch das THW stellt am hiesigen Altenheim Trinkwasser zur Verfügung. Die Reparaturarbeiten werden sich voraussichtlich noch bis in den späten Abend hinziehen.

Erstmeldung: Kreis Höxter – Am Dienstagabend (15. Oktober) zog ein schweres Unwetter über den Kreis Höxter hinweg. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Dauereinsatz. Über 150 Notrufe gingen bei den Rettern ein. Dabei waren die Einsatzgebiete ganz unterschiedlich. Keller liefen voll Wasser, Straßen und Bahnstrecken wurden überschwemmt, Bäume knickten um.

Kreis Höxter: Wasser und Schlamm überall

Ein Hauptproblem, welches das Unwetter über dem Kreis Höxter mit sich brachte, waren die Schlamm-Massen. Viele Straßen waren aufgrund der Überschwemmungen nicht mehr befahrbar. Auf der B64 bei Ottbergen musste sogar ein Schneepflug anrücken, um die Fahrbahn vom Schlamm zu befreien. Die Straße war stundenlang gesperrt. In Brakel-Erkeln schwammen sogar einige Autos durch den Ort. In Extertal musste die Feuerwehr eine Tankstelle vor den Wassermassen sichern.

Bei dem Unwetter über dem Kreis Höxter wurde zum Glück niemand verletzt, zwei Opfer gibt es dennoch zu beklagen: In Beverungen musste die Feuerwehr zwei tote Kälber aus einem Fluss bergen. Die Bahnstrecke zwischen Ottbergen und Beverungen war ebenfalls lange nicht befahrbar und musste gesperrt werden. Bis in die Morgenstunden pumpte die Feuerwehr Keller aus, sicherte Straßen und war mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. 

Viele Straßen im Kreis Höxter waren überschwemmt und voller Schlamm.

In Höxter wird außerdem zurzeit nach einem Betrüger gesucht: Der Mann stahl die EC-Karte einer Seniorin und hob Geld davon ab. Bei einem tödlichen Unfall in Höxter raste ein Mann mit einem Auto in einen Friseursalon. Nun könnte die Identität des Fahrers geklärt werden.

In Brakel brannte eine große Lagerhalle. Da akute Explosionsgefahr bestand, musste der nahe gelegene Bahnhof evakuiert werden.

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