Inzidenzwert sinkt

Coronavirus im Kreis Höxter: Bewegungsradius über Nacht aufgehoben

Wieder über Nacht wurde eine Regel für den Kreis Höxter aufgehoben: Das Land NRW hat entschieden, dass der Bewegungsradius nicht mehr gilt.

Update: 19. Januar. Ab Dienstag gibt es wieder eine Regel-Änderung im Kreis Höxter. Der 15-Kilometer-Radius, in dem die Bewohner der Region sich bislang nur hatten bewegen dürfen, wurde aufgehoben. Dies geschah, wie schon beim Erlass der Maßnahme, recht kurzfristig und über Nacht.

Um 17 Uhr am Montag hatte das Land NRW, das den Bewegungsradius zuvor festgelegt hatte, dem Kreis Höxter mitgeteilt, dass die Maßnahme in der folgenden Nacht aufgehoben wird. Der Landrat des Kreises, Michael Stickeln, begrüßt zwar die Aufhebung des Bewegungsradius‘, kritisiert jedoch auch die mangelhafte Kommunikationen zwischen Land und Kommune.

Dennoch sei die Aufhebung des Bewegungsradius für die Region die richtige Entscheidung, findet Stickeln. „Denn für das konkrete Infektionsgeschehen im Kreis Höxter war eine Bewegungseinschränkung der Bürgerinnen und Bürger aus unserer Sicht von Anfang an nicht zielführend.“ Der Inzidenzwert des Kreises liegt am Dienstag bei 167,7.

Coronavirus: NRW erlässt Bewegungsradius im Kreis Höxter

Update: 13. Januar, 7.53 Uhr. Seit Dienstag gilt im Kreis Höxter ein eingeschränkter Bewegungsradius. Nachdem die 7-Tages-Inzidenz deutlich über 200 lag – am Montag war sie sogar die höchste in ganz NRW –, erließ die Landesregierung in diesem und drei weiteren Landkreisen die strenge Maßnahme. Sie dient vor allem dazu, ein Austragen des Virus aus Hotspots zu vermeiden und um Tagestourismus zu unterbinden. Einen Tag nach dem Erlass der strikten Maßnahme zeigt sich eine positive Entwicklung der 7-Tages-Inzidenz:

  • Montag: 261
  • Dienstag: 233,2
  • Mittwoch: 221,7

Eines ist jedoch klar: Aufgrund der zurückliegenden Feiertage hinken viele Gesundheitsämter mit der Meldung von Neuinfektionen hinterher. Auch in Bielefeld stieg die Corona-Inzidenz sprunghaft an – dies liegt dort aber vor allem am Meldestau, wie die Stadt erklärte. Ob dies auch im Kreis Höxter ein Grund für die zuvor so hohe Inzidenz ist, ist nicht bekannt. Am Montag wurden bereits strengere Kontaktbeschränkungen erlassen, die auch den Privatbereich der Menschen betreffen.

Derweil übte auch der Landrat des Kreises Höxter, Michael Stickeln, Kritik. Die Einwohner seien von der kurzfristig erlassenen Regelung völlig überrascht worden, erklärt Stickeln. „Die Regionalverordnung ist so plötzlich und schnell erlassen worden, dass die Bürgerinnen und Bürger bei uns im Kreis keine Möglichkeit hatten, sich rechtzeitig zu informieren und darauf vorzubereiten.“ Es seien auch viele Anrufe besorgter BürgerInnen bei der Kreisverwaltung eingegangen. „Dafür habe ich Verständnis. Hier besteht ein sehr berechtigter Informationsbedarf“, sagt der Landrat weiter.

Zunächst gilt der eingeschränkte Bewegungsradius bis zum 31. Januar im Kreis Höxter. Das bedeutet, dass sich die Einwohner im gesamten Kreisgebiet frei bewegen dürfen. Verlassen Sie den Kreis Höxter jedoch, gilt ein Bewegungsradius von 15 Kilometern Luftlinie von der Grenze ihres Wohnortes. Ebenso gibt es eine Beschränkung für Reisen in das Gebiet: Wer in den Kreis Höxter von außerhalb hineinfährt, darf sich höchstens 15 Kilometer von der Grenze des eigenen Wohnortes entfernen. Nur aus triftigen Gründen darf der Radius von 15 Kilometer missachtet werden. Welche das sind, erfahren Sie weiter unten in diesem Artikel.

Coronavirus: NRW erlässt Bewegungsradius im Kreis Höxter

Update: 12. Januar, 6.56 Uhr. Mehr oder weniger über Nacht ist im Kreis Höxter eine neue Corona-Regel durchgesetzt worden. Rund 90 Minuten vor Inkrafttreten wurde vom Land NRW eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Diese besagt, dass der 15-Kilometer-Bewegungsradius in Städten mit einem Inzidenzwert über 200 eingeführt wird.

Höxter wird dabei namentlich als einer der Kreise genannt, für die die Corona-Regel ab Dienstag (12. Januar) gilt. Menschen dürfen sich also nur noch in einem 15-Kilometer-Radius um ihren Wohnort herum aufhalten. Ausnahmen davon sind der Weg zur Arbeit, Schule oder Kita, der Besuch von Familienmitgliedern, Lebenspartnern oder „ähnliche nahestehenden Personen“, ein Arztbesuch oder Fahrten aus ähnlich unabweisbaren Gründen.

Damit ist die neue Regel für den Kreis Höxter recht schwammig gehalten. Vor allem stellt sich die Frage: Wer soll das überprüfen? Und wer entscheidet, ob eine Person einen triftigen Grund dazu hat, den Radius zu verlassen? Fest steht: Wer gegen die Auflage verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro rechnen. Die Strafe ist absichtlich so hoch angesetzt, damit möglichst viele Menschen sich auch ohne die Aussicht auf eine Kontrolle an die Regel halten.

Neben dem Kreis Höxter sind auch die Kreise Minden-Lübbecke, Recklinghausen und der Oberbergische Kreis in der neuen Verordnung einbegriffen. Verwirrung kommt jedoch auf, da dies nicht die einzigen Regionen in NRW sind, in denen der Inzidenzwert die 200 übersteigt. Auch Bielefeld, Bottrop und Gelsenkirchen liegen darüber. Für diese Städte gilt der Bewegungsradius jedoch nicht.

Nach dem jüngsten Corona-Gipfel von Bund und Ländern hatte es zunächst geheißen, dass der Bewegungsradius ohne Einschränkungen kommt. In der neuen Corona-Schutzverordnung war davon jedoch keine Rede – die Kommunen sollten selbst entscheiden, ob sie zu dieser Maßnahme greifen wollen – jedenfalls war dies auch in den Medien übereinstimmend so aufgefasst worden.

Durch den Erlass der neuen Regel wird den Kommunen nun jedoch keine Wahl mehr gelassen. Der eingeschränkte Bewegungsradius gilt im Kreis Höxter zunächst bis zum 31. Januar. Bis dahin wurde auch der aktuell geltende Lockdown verhängt. Doch natürlich gibt es Ausnahmen von der Regel. Aus folgenden Gründen können Bürger von dem eingeschränkten Bewegungsradius ausgenommen werden:

  • Reisen, die der Erledigung beruflicher, dienstlicher, ehrenamtlicher oder vergleichbarer Besorgungen dienen
  • Besuch der Schule, der Kindertagesbetreuung beziehungsweise Notbetreuung oder eine Begleitung bei diesem Besuch
  • Besuch von Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen
  • Besuche bei und von engen Familienmitgliedern, Lebensgefährten und vergleichbar nahestehenden Personen
  • Übernahme pflegerischer, unterstützender und betreuender Tätigkeiten für andere Personen
  • Inanspruchnahme von medizinischen, pflegerischen und sonstigen nicht dem Freizeitbereich zuzuordnenden Dienstleistungen
  • Fahrten aus ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen

Corona-Alarm im Kreis Höxter: Höchster Inzidenzwert in NRW

Erstmeldung: 11. Januar, 13.39 Uhr. Höxter – Seit Montag (11. Januar) gelten in ganz Deutschland strengere Corona-Regeln. Bund und Länder hatten die neuen Maßnahmen in der vergangenen Woche beschlossen, da die Corona-Neuinfektionen in der gesamten Republik nach wie vor sehr hoch sind. In Nordrhein-Westfalen (NRW) weisen mehrere Regionen einen Inzidenzwert von über 200 auf. Trauriger Spitzenreiter ist aktuell der Kreis Höxter in Ostwestfalen-Lippe*.

KreisHöxter
Einwohner140.251 (31. Dezember 2019)
BundeslandNRW

Coronavirus in Höxter: Inzidenzwert bei 261 – weitere Todesfälle im Zusammengang mit SARS-CoV-2

Mit einem Inzidenzwert von 261 ist der Kreis Höxter im Augenblick besonders stark von der Coronavirus-Pandemie* betroffen. Um die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 zu verringern, ist nun nur noch ein Besucher pro Haushalt zugelassen. Betreuungspflichtige Kinder dürfen mitgenommen werden. Diese Regel gilt auch für die eigene Wohnung. Landrat Michael Stickeln (CDU) möchte so das Infektionsgeschehen wieder in den Griff bekommen.

Im Vergleich zum Sonntag (10. Januar) sind zwar nur vier Infektionen dazu kommen. Dennoch weist die Region Höxter aktuell den höchsten Inzidenzwert in NRW auf. Am vergangenen Wochenende wurden zudem kreisweit sechs weitere Todesfälle vom Robert Koch-Institut (RKI) registriert, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen sollen. Am Montag (11. Januar) kamen zwei weitere hinzu.

Höxter: Kampf gegen das Coronavirus – Michael Stickeln bringt neue Allgemeinverfügung auf den Weg

Landrat Michael Stickeln (CDU) greift zu harten Maßnahmen, um die Coronavirus-Fälle im Kreis Höxter einzudämmen. Die neue Allgemeinverfügung trat nun in Kraft. Die strengeren Regeln, die über die neuen landesweiten Maßnahmen hinaus gehen, bedeuten für die Menschen einen großen Eingriff in ihren Alltag. In unserem Artikel zu der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW* finden Sie alle relevanten Änderungen. Das RKI hält Sie über die aktuellen Entwicklungen in der Pandemie auf dem Laufenden.

„Das Gebot der Stunde lautet: Die persönlichen Kontakte müssen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Das muss im öffentlichen Raum ebenso gelten wie in den eigenen vier Wänden“.

Landrat Michael Stickeln

Auch in den anderen Kreisen in OWL ist die aktuelle Corona-Lage nicht wesentlich besser. In Bielefeld liegt der Corona-Inzidenzwert über der kritischen 200er-Marke, aber Oberbürgermeister Pit Clausen lehnt eine Regel, auf die sich Bund und Länder am vergangenen Dienstag (4. Januar) geeinigt hatten, ab. Im Kreis Gütersloh wurde die Ausgangssperre nun zwar aufgehoben, dennoch drohen hier weitere einschneidende Maßnahmen. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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