Schwieriger Polizeiseinsatz 

Terroristen in OWL vermutet: Polizei durchsucht mehrere Wohnungen 

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Die Polizei durchsuchte in Herford zwei Wohnungen. (Symbolbild) 

Die Polizei hat in Herford einen schweren Einsatz hinter sich. Die Beamten haben nach einem Terrorismusverdacht die Wohnungen zweier Islamisten durchsucht. Die Männer sollen eine staatsgefährdende Tat geplant haben. 

Herford - Nordrhein-westfälische Sicherheitsbehörden haben die Wohnungen von zwei Islamisten durchsucht. In einem Bericht der NW heißt es, dass es sich um einen als Gefährder eingestuften Tschetschenen und seinen Sohn handelt. Den Männern wird vorgeworfen, möglicherweise einen Anschlag geplant zu haben. 

Bislang sind die mutmaßlichen Terroristen auf freiem Fuß. In der Herforder Salafistenszene spielen die Männer eine wichtige Rolle. 

Herford: Beide Männer sind den Behörden bekannt

Der Vater ist den Behörden seit über drei Jahren als "islamistischer Gefährder" bekannt. Bislang konnte ihm jedoch keine Straftat nachgewiesen werden. Nun geht die Polizei Herford aber offenbar einem konkreten Hinweis nach.

Der Sohn ist den Behörden ebenfalls als Islamist bekannt. Wegen mehrerer Einbrüche musste er sich bereits vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Ein weiterer Herforder Islamist befindet sich seit dem Sommer auf der Flucht.

Polizei Herford vermutet Verbindungen zum Islamischen Staat 

Der geduldete Islamist aus Herford gilt als Anhänger des sogenannten "Kaukasus-Emirats". Diese Organisation hat sich dem Islamischen Staat angeschlossen. Der Mann soll bereits 2002 nach Deutschland gekommen sein, um Asyl zu beantragen. Der Antrag wurde jedoch von den Behörden abgelehnt. 

In Herford hat die Polizei die Wohnungen zweier mutmaßlichen Terroristen durchsucht. 

Herforder hatten Kontakt zur Islamisten-Szene

Mehrere Videos zeigen den Verdächtigen bei Veranstaltungen von Salafisten in Herford. Die Aufnahmen belegen auch, dass der Mann Kontakt zu Terroristen hatte. Im Internet sind Filmausschnitte zu sehen, wo er mit dem Hassprediger Ibrahim Abou Nagie an einem Tisch sitzt. Abou Nagie hatte die Aktion "Lies!" ins Leben gerufen. Bei der Veranstaltung wurden Gratis-Korane in der Fußgängerzone verteilt. Inzwischen wurde die Aktion verboten.

Der Prozess gegen den salafistischen Prediger Ibrahim Abou Nagie fand vor dem Amtsgericht Köln statt. 

Außerdem suchen die Ermittler in Herford einen Dieb. Die Polizei hat inzwischen ein Foto von dem Mann veröffentlicht. Vor wenigen Tagen hat zudem ein Betrunkener am Herforder Bahnhof randaliert. Dabei verletzte der Mann Polizisten und Passanten. 

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