Covid-19

Corona-Ausbruch im Altenheim trotz Impfung

Im Kreis Herford haben sich mehrere Bewohner eines Altenheims in Spenge mit dem Coronavirus infiziert, obwohl sie fast alle geimpft sind.

Spenge – Im Kreis Herford ist das Coronavirus* in einem Altenheim ausgebrochen. Mindestens 23 Menschen sollen sich in der Einrichtung in Spenge mit dem Erreger SARS-CoV-2 angesteckt haben. Unter den Infizierten befinden sich auch Personen, die bereits vollständig geimpft sind.

StadtSpenge (Kreis Herford)
Einwohner14.482
BundeslandNRW

Herford: Corona-Ausbruch in Altenheim – Bewohner und Mitarbeiter überwiegend geimpft

Etwa 80 Prozent des Personals und fast alle Bewohner des Altenheims in Spenge wurden bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Doch einen 100 prozentigen Schutz konnte die Impfung ihnen offenbar nicht bieten. Wie mehrere Medien berichten, wurden in der Pflegeeinrichtung knapp ein Drittel der 65 Bewohner positiv auf das Virus getestet. Schon am Sonntag (16. Mai) gab es neun Infizierte.

Der Vorfall im Kreis Herford zeigt, dass die Schutzimpfung eine Corona-Infektion nicht ausschließen kann. Unter Umständen können Geimpfte den Erreger an andere weitertragen. Der Wirkstoff von Biontech* soll bei den Senioren allerdings für einen milden Verlauf sorgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus einen Geimpften krank macht und dieser COVID-19 bekommt, ist bei Biontech um rund 95 Prozent niedriger als bei nicht geimpften Personen, berichtet der WDR.

Herford: Corona-Fälle in Altenheim in Spenge – Bewohner haben leichte Symptome

Das Altenheim in Spenge blieb vom Coronavirus bisher weitestgehend verschont. Zu Beginn wurden zwei Angestellte im Rahmen der regelmäßigen Schnelltests positiv auf das Coronavirus getestet. Inzwischen wurde bei mindestens drei Mitarbeitern das Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bei den Infektionen der Beschäftigten handelt es sich jeweils um die britische Mutation, teilte der Kreis Herford mit. Die Testergebnisse hinsichtlich der Mutation bei den Bewohnern stehen noch aus. Am Montag (17. Mai) lag die Zahl der positven Corona-Fälle bei 23.

In einem Altenheim im Kreis Herford haben sich mehrere Bewohner trotz Schutzimpfung mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)

Insgesamt verzeichnete der Kreis Herford zu Beginn der neuen Woche 30 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 89,4. Die Bewohner der „Seniorenresidenz Medicare“ müssen sich jetzt zunächst wieder an strenge Hygienemaßnahmen halten. Zu den geltenden Corona-Regeln zählen beispielsweise: keine Besuche, keine Kartenspiele und keine Geselligkeit. "Im Großen und Ganzen geht es den Bewohnern gut. Es gibt einige leichte Symptome, wie Schnupfen, leichter Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Aber nichts Ernsthaftes, was auf einen Krankenhausaufenthalt hindeutet", äußerte sich Heimleiter Michael Josef Clemens im WDR-Interview. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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