Festnahme

SEK-Einsatz: Frau mit Waffe bedroht? Polizei stuft Gefahr als „sehr hoch“ ein

Ein SEK-Einsatz in Herford sorgte am Mittwoch (19. Mai) für Aufsehen.
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Ein SEK-Einsatz in Herford sorgte am Mittwoch (19. Mai) für Aufsehen.

In Herford kam es am Mittwoch (19. Mai) zu einem SEK-Einsatz. Laut Polizei soll eine Frau von einem bewaffneten Mann bedroht worden sein.

Herford – Am Nachmittag stürmten Spezialeinsatzkräfte der Polizei eine Wohnung in der Obdachlosenunterkunft an der Werrestraße in Herford. Dort vermuteten die Ermittler einen 42-jährigen Mann. Ihm wird vorgeworfen seine Nachbarin (37) mit einer Waffe bedroht zu haben. Das mutmaßliche Opfer meldete sich daraufhin kurze Zeit später bei den Beamten.

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SEK-Einsatz in Herford: Polizei nimmt beschuldigten Mann (42) fest

Laut Polizei Herford soll die 37-Jährige bereits am Montag (17. Mai) von dem Beschuldigten bedroht worden sein. Die Frau meldete das Bedrohungsszenario jedoch erst am Mittwochmorgen (19. Mai). Bei der Waffe könnte es sich um eine Pistole gehandelt haben. „Wir haben das Gefährdungspotential als sehr hoch bewertet und deshalb das SEK um Unterstützung gebeten“, sagte Polizeisprecher Uwe Maser dem Westfalen-Blatt.

Um 14.30 Uhr brach das SEK die Tür der Erdgeschosswohnung des mutmaßlichen Gefährders auf. Laut Polizei Herford soll der 42-Jährige bei dem Einsatz überrascht worden sein. „Gegen 14.40 Uhr erfolgte die Festnahme des Mannes in dessen Wohnung in der Unterkunft. Eine Gefährdung unbeteiligter Dritter konnte ausgeschlossen werden“, so die Beamten weiter. Die Frau wurde an einen sicheren Ort gebracht.

Herford: Hintergründe der Tat sollen im Drogenmilieu zu finden sein

Der Mann wurde nach seiner Verhaftung auf der Wache an der Hansastraße von den Beamten der Kriminalpolizei Herford vernommen. Ob bei dem SEK-Einsatz eine Waffe gefunden wurde, verrieten die Ermittler bislang nicht. Die Hintergründe zu dem mutmaßlichen Bedrohungssachverhalt seien nach WB-Informationen im Drogenmilieu zu finden. Die Frau sollte für den Beschuldigten, der polizeibekannt ist, möglicherweise Drogengeschäfte abwickeln. Dies bestätigten die Beamten bisher nicht.

Zu einem SEK-Einsatz kam es kürzlich auch im Kreis Gütersloh: In Harsewinkel wurde ein Mann von der Polizei festgenommen, weil er gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben soll.

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