Prozess vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf 

Urteil gegen mögliche IS-Kämpferin aus NRW gefallen

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Die Angeklagte aus NRW ist die Frau eines IS-Kämpfers aus Herford nordöstlich von Bielefeld. 

Seit August 2019 musste sich die Frau eines IS-Kämpfers aus Herford nahe Bielefeld in einem Prozess verantworten. Jetzt ist in NRW das Urteil gefallen.

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  • In einem Prozess am Oberlandesgericht Düsseldorf musste sich die Frau eines IS-Kämpfers aus Herford nordöstlich von Bielefeld verantworten 
  • Sie wurde für Kriegsverbrechen gegen das Eigentum der Zivilbevölkerung im Irak verantwortlich gemacht 
  • Am Mittwoch (4. Dezember) fiel das Urteil 

Update: Mittwoch (4. Dezember), 16.29 Uhr. Soeben ist das Urteil in dem Prozess gegen die mutmaßliche IS-Anhängerin aus NRW am OLG gefallen. Mini K., die mit einem IS-Kämpfer aus Herford nordöstlich von Bielefeld verheiratet war, ist zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. 

Die Richter folgten damit dem geforderten Strafmaß der Bundesanwaltschaft. "Auch in der Urteilsbegründung führte der vorsitzende Richter die Punkte des Anklägers auf", sagte ein Pressesprecher des OLG Düsseldorf gegenüber owl24.de. Zuvor brach die Angeklagte des toten IS-Kämpfers aus Herford nahe Bielefeld in Tränen aus. Sie soll angeblich unter Brustkrebs leiden. 

Herford/Bielefeld: Mehrjährige Freiheitsstrafe für IS-Anhängerin aus NRW gefordert  

Update: Mittwoch (4. Dezember), 15.29 Uhr. Drei Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe forderte heute die Bundesanwaltschaft für die Frau eines IS-Kämpfers aus Herford bei Bielefeld. In dem Plädoyer heißt es, dass Mine K. aus eigenem Willen nach Syrien gereist sei, um sich dort der Terrormiliz "Islamischer Staat" anzuschließen. 

Die Anwälte der Angeklagten bezeichneten die Forderung der Staatsanwaltschaft als "lebensfremd", berichtet die NW. Nachdem Mine K mit ihrem aus Herford bei Bielefeld stammenden Mann nach Syrien gekommen sei, wollte sie wieder umkehren. In dem Haus habe sie lediglich den Haushalt erledigt. Dafür könne man die 47-Jährige aus NRW nicht verurteilen. Die Verteidigung befürwortet deshalb einen Freispruch. 

Urteil gegen Frau eines IS-Kämpfers aus Herford nahe Bielefeld erwartet 

Erstmeldung: Mittwoch (4. Dezember), 15.13 Uhr. Mit Spannung wird am heutigen Mittwoch (4. Dezember) in NRW das Urteil gegen die Frau eines IS-Kämpfers aus Herford nordöstlich von Bielefeld erwartet. Die Bundesanwaltschaft wirft der Angeklagten Kriegsverbrechen gegen das Eigentum der Zivilbevölkerung im Irak vor. Bereits seit August läuft das Verfahren am Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die 47-Jährige. 

Angeklagte aus NRW soll einen IS-Kämpfer aus Herford bei Bielefeld geheiratet haben 

Die beschuldigte Frau stammt aus Köln und wuchs in der Stadt am Rhein auf. Später soll die Angeklagte nach islamischem Recht einen in der Türkei lebenden IS-Kämpfer aus Herford nahe Bielefeld geheiratet haben. Die Trauung soll über das Internet vonstatten gegangen sein. Per Videotelefonie soll sie ihm das Ja-Wort gegeben haben. Gemeinsam mit ihrem Ehemann soll sie im Irak für mehrere Kriegsverbrechen verantwortlich sein. Außerdem soll Mini K. aus NRW der Terrormiliz "Islamischen Staat" angehören und auch in Syrien für Angst und Schrecken gesorgt haben. 

Mutmaßliche IS-Kämpferin mit Beziehungen nach Herford nordöstlich von Bielefeld: Festnahme in Deutschland 

2018, als die mutmaßliche IS-Anhängerin aus Syrien zurück nach Deutschland kam, wurde die 47-Jährige verhaftet. Erst Monate später soll jetzt endlich das Urteil gegen die Frau eines Islamisten aus Herford bei Bielefeld fallen. Doch vor der Urteilsverkündung mussten am Mittwochmorgen ab 9.30 noch die Plädoyers verlesen werden. Danach werden die Richter am OLG eine Entscheidung fällen. Eine IS-Rückkehrerin aus der Türkei ist währenddessen am Donnerstag in Deutschland eingetroffen

Im Verlauf der Verhandlung wurden unter anderem Einträge aus dem Facebook-Account der 47-Jährigen Angeklagten aus NRW verlesen. Daraus wurde deutlich, dass Mini K. eine Sympathisantin des Salafistenführers Pierre Vogel ist. Außerdem ist der kleine Sohn des IS-Kämpfers aus Herford bei Bielefeld in einer Uniform auf Fotos zu sehen: "Wenn er groß ist, kommt er zur Ausbildung, Inschallah" stand in der Bildunterschrift. 2015 starb ihr Mann bei Gefechten. 

Frau eines IS-Kämpfers aus Herford nahe Bielefeld soll schwer erkrankt sein 

Während die Frau des mutmaßlichen IS-Kämpfers aus Herford nordöstlich von Bielefeld in Untersuchungshaft saß, wollten ihre Anwälte eine Freilassung bewirken, Sie gaben an, dass ihre Mandantin an Brustkrebs erkrankt sei, berichtete das WB im November 2019. Der Prozess wurde jedoch fortgesetzt, entschieden die Richter. 

In einem Stadion in Herford nahe Bielefeld suchen Experten derzeit nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg und haben einen Verdachtspunkt ausgemacht

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