Strafverfahren

Lebensgefahr: Steinewerfer auf der A30 – Lkw-Fahrer unter Schock

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Steinwurf auf der A30 bei Herford (Symbolbild).

Auf der A30 bei Herford kam es zu einem lebensgefährlichen Zwischenfall. Aus einer Gruppe heraus warf ein Kind einen Stein gegen die Scheibe eines Lkws.

  • Minderjährige haben auf der A30 einen Lkw-Fahrer in Lebensgefahr gebracht.
  • Gegen die Windschutzscheibe des Lasters wurde ein Stein geworfen.
  • Eine Streife der Autobahnpolizeiwache Herford fuhr nur wenige Meter vor dem Lkw.

NRW/Herford – Gegen 18.00 Uhr befuhr ein Lkw-Fahrer aus Langen die A30 bei Bünde in Richtung Osnabrück. Als er die sogenannte "Skaterbrücke" nahe dem Autohof Bünde passierte, warf jemand aus einer Gruppe heraus einen Stein der Größe eines Tischtennisballes auf das Fahrzeug. Der Stein traf frontal auf die Windschutzscheibe des mit Gefahrgut beladenen Lkws. Ein anderer Fall ereignete sich im Ort: Als ein Apotheker in Herford einen gefährlichen Stoff entdeckte, alarmierte er die Feuerwehr. 

Steinwurf auf A30: Autobahnpolizei aus Herford nur wenige Meter entfernt

Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock, als der Stein auf die Scheibe traf. Glücklicherweise blieb er besonnen und hielt den Sattelzug ruhig. Nur einige Meter vor ihm fuhr eine Streife der Autobahnwache Herford auf der A30. Durch die Lichthupe machte er die Beamten auf sich aufmerksam, woraufhin beide Fahrzeuge hintereinander anhielten. Als der 47-jährige Fahrer von dem Zwischenfall berichtete, merkten die Polizisten, dass er unter Schock stand.

Die Beamten aus Herford kümmerten sich um den Fahrer, bis er in der Lage war, weiterzufahren. Anschließend fahndeten sie gemeinsam mit der Polizei Bünde nahe der A30 nach der Gruppe, die der Fahrer zuvor beschrieben hatte. Tatsächlich entdeckten sie nach kurzer Zeit eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren. Ein Kind gestand den Steinwurf. Die Gruppe wurde auf die Polizeiwache in Bünde gebracht und dort später von ihren Eltern abgeholt. 

Nach Steinwurf auf A30 bei Herford: Polizei warnt

Gegen den noch minderjährigen Täter wurde seitens der Polizei Herford ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Der Sachschaden, den der Steinwurf auf den Lkw an der A30 verursacht hat, wird auf etwa 2.500 Euro geschätzt. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang: Steine oder andere Gegenstände auf Autos oder Personen zu werfen, ist kein "dummer Jungenstreich", sondern eine Straftat, die lebensgefährlich sein kann.

Von dieser Brücke an der A30 nahe Herford flog der Stein.

Auf der A30 im Kreis Herford kam es erst kürzlich zu einem schweren Lkw-Unfall, als dieser in die Mittelplanke krachte. Das Unglück zog eine Vollsperrung nach sich, die für ein Verkehrschaos sorgte. Auch bei Bad Oeynhausen wurde die A30 Schauplatz eines schweren Unfalls: Ein Pkw überschlug sich dort, wobei eine Person eingeklemmt und schwer verletzt wurde.

Steinewerfer auf der A73 und A3

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