Eichenprozessionsspinner breitet sich aus 

Gefährliche Raupe im Kreis Herford aufgetaucht - Bewohner meldet Fund

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In Enger breiteten sich die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners aus. 

In Enger wurden die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners von einem aufmerksamen Bewohner gefunden. Das Tier hatte es sich auf einen Friedhof gemütlich gemacht. Das Nest muss nun entfernt werden. 

  • Nest des Eichenprozessionsspinners in Enger entdeckt 
  • Raupe für den Menschen gefährlich 
  • Nest muss entfernt werden 

Enger - Am Friedhof Westerenger in Enger hat ein aufmerksamer Bürger in der Nähe zum Hochkreuz die gefährliche Raupe des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Das Nest wurde in mehreren Metern Höhe gefunden. Die weißen Fäden, die wie Spinnenweben aussehen hängen dort von den Ästen. In den Nestern befinden sich hunderte Raupen. Eine Berührung mit den kleinen Tierchen haben unangenehme Folgen für Mensch und Tier. Auch in Bielefeld wurde der Eichenprozessionsspinner bereits nachgewiesen und die Stadt warnt davor, die Nester selbst zu entsorgen. 

Enger: Eichenprozessionsspinner weiter auf dem Vormarsch 

Die gefährliche Raupe breitet sich von Gütersloh über ganz OWL immer weiter aus. Nun wurden auch Nachkommen in Enger im Kreis Herford entdeckt. Nachdem sich ein Anrufer gemeldet hatte, wurde der Baum in Augenschein genommen. Dabei wurden sechs Nester identifiziert. 

Mit Flatterband wurde der Bereich in Enger abgesperrt, um zu vermeiden, dass Spaziergänger direkten Kontakt mit den giftigen Raupen bekommen. Seit Ende April schlüpfen die Larven des Eichenprozessionsspinners. Nachdem die Tiere das Licht der Welt erblicken, schließen sie sich zu 20 bis 30 Exemplaren zusammen. Anschließend krabbeln sie in die Baumkronen der Eichen, um zu fressen. Nachdem sich kugelrund gefuttert haben, verpuppen sich sich, um sich dann in einen Schmetterling zu verwandeln. 

Enger: Darum sind die Raupen gefährlich 

Die etwa 700.000 Brennhaare der giftigen Raupen, können für Mensch und Tier gefährlich werden, denn diese sind mit dem Nesselgift "Thaumetopoein" versehen. Deshalb sollten Anwohner aus Enger vorsichtig sein. Eine Berührung mit den Nachkommen des Eichenprozessionsspinners kann folgende Folgen haben: 

  • Hautreizungen auslösen
  • Allergische Reaktionen
  • Allergischer Schock
  • Asthma-Anfälle 

Bis zu zwei Wochen bleiben die roten Pustel auf der Haut. Gefährlich sind im Übrigen nicht nur die Raupen, sondern auch die Nester. Diese können noch über Jahre hinweg für den Menschen gefährlich sein. Besonders Hundebesitzer in Enger sollten die Augen offen halten. Wegen der giftigen Raupen gab es bei einem Sportfest in Mühlheim neun verletzte Kinder, die mit den Tieren in Berührung kamen. 

Enger: Nester müssen entfernt werden 

Am kommenden Donnerstag (11. Juli) sollen die Nester in Enger von einem Fachmann beseitigt werden. Für die Beseitigung wurde eine Spezialfirma aus Osnabrück angefordert. Die Experten sind mit einem Hubwagen und Spezialanzügen ausgestattet. Sie werden die Nester des Eichenprozessionsspinners absaugen. 

Bei einem Unfall in Herford stießen ein Roller und ein Auto zusammen. Der Zweiradfahrer war erst 20 Jahre alt. Nach dem Crash erhebt die Polizei schwere Vorwürfe gegen den jungen Mann. Außerdem wurden bei einem weiteren Unfall in Enger drei Menschen verletzt. Auf einer Kreuzung kam es zur Kollision von zwei Fahrzeugen.

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