Todesfall 

Coronavirus: Tragödie an Abstrichstelle – Arzt gestorben

Ein Arzt ist an einer Abstrichstelle in Herford, wo Coronavirus-Tests gemacht werden zusammengebrochen. Der Vorfall endete tragisch. Woran starb der Mann?

  • Ein Arzt ist in einer Abstrichstelle für Coronavirus-Patienten zusammengebrochen. 
  • Der Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes verstarb im Krankenhaus. 
  • Die Zahl der bestätigte Fälle steigt auf 117. 

Update: 25. März, 15.59 Uhr. Bei dem Toten handelte es sich um einen bereits pensionierten Arzt, der aus dem Ruhestand zurückkehrte, um Menschen an der Abstrichstelle in Herford zu helfen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Er starb mit großer Wahrscheinlichkeit an einem Herzinfarkt. 

Nachdem der Arzt an der Abstrichstelle in Herford zusammengebrochen und im Klinikum verstorben war, ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle im Kreis Herford weiter gestiegen. Inzwischen sind hier mindestens 117 Personen an Covid-19 erkrankt. 

Coronavirus: Tragödie an Abstrichstelle in Herford: Arzt kollabiert 

Erstmeldung: 24. März. Zu einer Tragödie ist es am gestrigen Montag (23. März) an der Zentralen Abstrichstelle in Herford gekommen, wo sich die Bevölkerung auf das Coronavirus testen lassen kann. Ein Arzt war dort zusammengebrochen. Er verstarb kurz darauf.

Coronavirus: Todesfall an Zentraler Abstrichstelle in Herford – woran starb der Arzt?

Aus dem Klinikum kam die traurige Nachricht. Der Mann hat es nicht geschafft. Nachdem er an der Zentralen Abstrichstelle in Herford zusammengeklappt war, starb der Arzt im Krankenhaus. Der pensionierte Mediziner hatte sich freiwillig für das Gesundheitsteam gemeldet, um Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben zu helfen, hieß es am heutigen Dienstag in einer Pressemitteilung des Kreises.  

Doch im Klinikum konnte ihm niemand mehr helfen. Woran der Mitarbeiter starb, ist nicht eindeutig geklärt. "Möglicherweise habe der Mann einen Herzinfarkt erlitten", berichtete der Kreis Herford. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle ist weiter gestiegen. 

Coronavirus im Kreis Herford – Zahl der Infizierten steigt auf 104

Im Kreis Herford gibt es nun insgesamt 104 bestätigte Coronavirus-Fälle. Seit Montag habe sich somit vier weitere Personen infiziert. Zwei Patienten gelten hingegen als genesen. Somit gibt es aktuell 102 Infektionen. 

Coronavirus im Kreis Herford: Vier infizierte Personen sind in stationärer Behandlung im Klinikum (Symbolbild). 

Die Coronavirus-Fälle im Raum Herford verteilen sich auf die einzelnen Kreisstädte wie folgt: 

Stadt

Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle

Herford

25

Bünde

21

Löhne

21

Kirchlengern

11

Hiddenhausen

9

Enger

7

Rödinghausen

4

Spenge

2

Vlotho

2

Nach Angaben der Kreisverwaltung haben sich mehr Männer als Frauen mit dem Coronavirus infiziert. Auch das Robert Koch-Institut (RKI) hatte vor einigen Tagen bereits angemerkt, dass das männliche Geschlecht bei den Fallzahlen stärker vertreten sei. Eine Begründung gab es dazu bislang nicht. Wie in ganz NRW gilt auch im Kreis Herford aktuell ein Kontaktverbot, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 zu entschleunigen. 

Nicht nur in Herford kam ein Mann zu Tode. Auch im Kreis Gütersloh starb eine Person, die sich jedoch mit dem Coronavirus infiziert hatte und unter Vorerkrankungen litt. Dort stieg die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 254

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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