Ammoniak ausgetreten

ABC-Alarm bei Tönnies löst Großeinsatz aus

Der ABC-Zug der Feuerwehr rückte zu einem Einsatz bei Tönnies im Kreis Gütersloh aus. (Symbolbild)
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Der ABC-Zug der Feuerwehr rückte zu einem Einsatz bei Tönnies im Kreis Gütersloh aus. (Symbolbild)

Ein ABC-Alarm bei Tönnies löste am Dienstag einen Einsatz der Feuerwehr aus. In einem Froster soll Ammoniak ausgetreten sein.

Update: 11. Mai, 8.39 Uhr. Der ABC-Einsatz bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück konnte am Dienstagmorgen nach rund zweieinhalb Stunden für beendet erklärt werden. Nachdem vermutlich Ammoniak ausgetreten war, schlugen mehrere Reinigungskräfte Alarm. Das übel riechende Gas wird bei dem Fleischkonzern zur Kühlung im Werk eingesetzt. Bei der Überprüfung der Kühlungsanlage sei jedoch kein Fehler gefunden worden, berichtet das Westfalen-Blatt. Derartige Einsätze gab es in dem Unternehmen schon häufiger.

Bereits vor ungefähr zehn Jahren war es bei Tönnies zu einem größeren Unfall mit Ammoniak gekommen. Am 4. Juni 2011 wurden 372 Mitarbeiter untersucht werden. 16 Patienten mussten ins Krankenhaus. Aus demselben Grund kam es nur ein Tag später erneut zu einem Großeinsatz. 26 weitere Angestellte mussten daraufhin ebenfalls in einer Klinik behandelt werden. Die chemische Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff kann bei und Menschen zu Koordinationsstörungen und Krämpfen führen. Lebervergrößerungen oder Atemnot sind zudem als Folge einer Vergiftung bekannt.

UnternehmenTönnies Holding
HauptsitzRheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh)
Gründung1971

Gütersloh: ABC-Alaram bei Tönnies – mehrere Mitarbeiter betroffen

Erstmeldung: 11. Mai, 8.08 Uhr. Die Rettungsleitstelle der Feuerwehr erreichte am frühen Dienstagmorgen (11. Mai) ein dringender Notruf. Beim Fleischkonzern Tönnies im Kreis Gütersloh soll eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff ausgetreten sein. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei dem Stoff um Ammoniak. Die Retter rückten zu einem ABC-Einsatz aus.

Nach bisherigen Informationen trat das Ammoniak in einem Froster aus. 18 Mitarbeiter seien betroffen, berichtet Radio Gütersloh. Verletzte Personen soll es jedoch nicht geben. Der Fall bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück fiel auf, nachdem Reinigungskräfte am Dienstagmorgen über Augenreizungen geklagt hatten. Sie schlugen umgehend Alarm. Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an.

Mehrere Rettungswagen sowie ein leitender Notarzt des Kreises Gütersloh waren ebenfalls zur Stelle. Sie kümmerten sich um die Reinigungskräfte, denen ein Krankenhausbesuch erspart blieb. Zeitgleich suchte ein Feuerwehrtrupp mit Schutzausrüstung das betroffene Gelände bei Tönnies ab. Ammoniak konnte bei dem ABC-Einsatz jedoch nicht mehr nachgewiesen werden.

Gütersloh: ABC-Alarm bei Tönnies erfordert Großeinsatz

Rund 60 Feuerwehrleute, darunter Kräfte der Löschzüge Rheda, Wiedenbrück, Lintel und Batenhorst, beteiligten sich an dem ABC-Einsatz bei Tönnies im Kreis Gütersloh. Warum das Ammoniak in dem Froster austrat, ist bisher nicht bekannt.

In der Nacht von Montag auf Dienstag (10./11. Mai) mussten die Retter der Feuerwehr auch zu einem Feuer ausrücken: Ein Wohnhausbrand an der Windröschenstraße in Gütersloh hatte einen Großeinsatz zufolge, nachdem sich die Flammen rasend schnell ausgebreitet hatten.

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