Ausgangssperre und Böllerverbot

Silvester 2020 im Kreis Gütersloh: Diese Regeln gelten zum Jahreswechsel

Silvester der etwas anderen Art: Im Jahr 2020 gelten im Kreis Gütersloh strenge Regeln. Wir haben zusammengefasst, was Sie beachten müssen.

Gütersloh – Mit 2020 geht ein Jahr zu Ende, das die ganze Bevölkerung auf eine harte Probe gestellt hat. Passend dazu wird auch der Jahreswechsel alles andere als normal. Im Kreis Gütersloh wird an Silvester in diesem Jahr besonders still. Nicht nur gilt in ganz NRW ein eingeschränktes Böller-Verbot. Dazu kommt noch die Ausgangssperre, die zwischen 22 und 5 Uhr gilt.

KreisGütersloh
Bevölkerung361.828
BundeslandNRW

Ausgangssperre: Keine Ausnahmeregelung für Silvester 2020 im Kreis Gütersloh

In mehreren Städten in Ostwestfalen gilt wegen des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. In den angrenzenden Regionen gibt es jedoch zumindest für den Silvesterabend eine Ausnahmeregelung: Im Kreis Lippe gilt die Sperre nur zwischen 3 und 6 Uhr, in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke zwischen 1 und 6 Uhr. Wer möchte, kann dort also den Jahreswechsel draußen feiern. Im Kreis Gütersloh wird das jedoch nicht möglich sein.

Die Wohnung darf man während der Ausgangssperre im Kreis Gütersloh auch an Silvester nur aus wichtigen Gründen verlassen. Dazu gehört die Pflege eines Angehörigen, die Rückkehr in die eigene Wohnung oder ein unaufschiebbarer Arztbesuch. Auch wer während der Sperrstunde arbeiten muss, hat einen triftigen Grund. Im Kreis Herford war die Ausgangssperre zuvor verhängt worden – dort galt sie bereits vor Weihnachten.

Corona: Diese Regeln gelten an Silvester 2020 im Kreis Gütersloh

Zusätzlich zu der Ausgangssperre an Silvester herrscht im Kreis Gütersloh ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist in NRW für 2020 durch das Böller-Verbot sowieso verboten worden. Nur, wer noch Knaller vom vergangenen Jahr auf Lager hat, kann diese zünden. Das ist aber nur im eigenen Garten erlaubt.

Erlaubt ist außerdem, nach einer zulässigen Feier in die eigene Wohnung im Kreis Gütersloh zurückzukehren – auch nach 22 Uhr. Dabei handelt es sich um einen triftigen Grund. Bei einer Feier an Silvester 2020 ist jedoch zu beachten, dass sich maximal zwei Haushalte mit höchstens fünf Personen treffen dürfen. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Feiern im kleinen Rahmen sind also zulässig – wichtig ist nur, dass sich alle Beteiligten während der Ausgangssperre in einer Wohnung aufhalten.

Nach Kritik aus NRW: Kreis Gütersloh passt Regeln zur Sperrstunde an Silvester 2020 an

Dies war so zunächst nicht vorgesehen. In der ersten Version der Allgemeinverfügung zur Ausgangssperre im Kreis Gütersloh hieß es noch, dass sich auch an Silvester zur Sperrstunde jeder Bürger in seiner eigenen Wohnung aufhalten müsse. Dies wurde aber vom Gesundheitsministerium in NRW scharf kritisiert, woraufhin die Verantwortlichen die Regelung anpassten.

Bei den harten Maßnahmen im Kreis Gütersloh gehe es nicht um eine Schikanierung der Bürger, sondern um die Sicherung des Gesundheitsschutzes. Das betonte der Bürgermeister von Halle, Thomas Tappe, gegenüber dem Westfalen-Blatt. An Silvester werden Polizei und Ordnungsämter im gesamten Kreis stärker kontrollieren. Notfalls werden an Silvester auch Privathaushalte überprüft, wie NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ankündigte. Wer gegen die Corona-Regeln verstößt, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen.

Elf neue Todesfälle im Kreis Gütersloh – Strenge Regeln sollen weitere Anstieg nach Silvester vermeiden

Im Kreis Gütersloh liegt der Inzidenzwert am Mittwoch (30. Dezember) bei 210,2. Dabei handelt es sich um einen deutlichen Anstieg, nachdem die Neuinfektionen über die Feiertage kontinuierlich gesunken waren. Erschreckend sind außerdem die Zahlen der Todesfälle: Innerhalb eines Tages sind im Kreis elf Menschen an den Folgen des Coronavirus* verstorben. Damit lieft die Region auf dem traurigen ersten Platz der Corona-Statistik in Ostwestfalen-Lippe*.

Silvester wird im Jahr 2020 deutlich ruhiger als üblich. (Symbolbild)

Die Entscheidung dazu, die Ausgangssperre auch an Silvester nicht zu lockern, soll dazu führen, dass die Zahlen nicht noch weiter ansteigen. Das erklärten die Verantwortlichen des Kreises. Eine Stadt in NRW hat sich derweil eine Alternative zum Feuerwerk um Mitternacht ausgedacht: In Münster läuten an Silvester zum Jahreswechsel die Kirchenglocken*, wie msl24.de* berichtet. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Tobias Kleinschmidt/dpa

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