Probleme für Reisende

Urlaub in Gefahr – Reisewarnung für NRW verkündet

Menschen aus dem Kreis Gütersloh könnten Probleme beim Sommerurlaub bekommen. Urlauber aus dem Kreis wurden bereits heim geschickt.

  • Durch einen Massenausbruch des Coronavirus im Fleischbetrieb Tönnies steigen die Infektionszahlen an.
  • Der Kreis Gütersloh wird bereits zu den Risikogebieten gezählt.
  • Für Bewohner der Region könnte der Sommerurlaub auf der Kippe stehen.

Update: 1. Juli. Die Regierung in Österreich hat die Reisewarnung für das komplette Bundesland Nordrhein-Westfalen inzwischen wieder aufgehoben. Allerdings werden Menschen aus dem Kreis Gütersloh noch stark kontrolliert. Sie dürfen nur mit einem negativen Corona-Test in die Urlaubsregionen reisen. Am vergangenen Wochenende (27./28. Juni) wurden zwei Personen aus einem Corona-Hotspot beleidigt und bedroht: Eine Mutter und ihre Tochter aus Gütersloh wurden in ihrem Wagen mit GT-Kennzeichen in Münster angefeindet und mussten von der Polizei sicher aus der Stadt gebracht werden. Anfang Juli haben In Bielefeld (NRW) Forscher der Universität einen neuen Corona-Schnelltest entwickelt, der bereits nach 16 Minuten ein Ergebnis bringen soll. Eine Einrichtung in der Stadt musste außerdem am Mittwoch (8. Juli) wegen Covid-19 geschlossen werden: In Bielefeld-Brackwede wurde in der Kita Brock ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet und 77 Betroffene mussten sich in Quarantäne begeben.

Update: 26. Juni, 12.09 Uhr. Ein weiteres Bundesland hat nun Einschränkungen für Menschen aus den Krisenregionen beschlossen. Das Saarland möchte nun auch keine Urlauber aus Gütersloh oder Warendorf empfangen, wenn diese keinen negativen Coronavirus-Test vorlegen können. Die Coronavirus-Situation in den Krisengebieten könnte sich nun weiter verschärfen: In Gütersloh und Beckum (NRW) sind mehrere Tönnies-Arbeiter offenbar aus der Quarantäne verschwunden und nun wird eine weitere Ausbreitung des Coronavirus befürchtet.

Update: 25. Juni, 12.07 Uhr. Die Coronavirus-Tests im Kreis Gütersloh laufen auf Hochtouren. Ein paar Ergebnisse liegen bereits vor. Diese sind überwiegend negativ ausgefallen. Einen bestätigten Fall, der nichts mit dem Fleischkonzern Tönnies zu tun hat, soll es jedoch geben, berichtet der WDR. Viele Menschen befürchten, dass ihr Testergebnis nicht rechtzeitig vorliegen könnte und sie ihren geplanten Urlaub nicht antreten können. 

Nachdem Coronavirus-Ausbruch in zwei Landkreisen in NRW sorgt nun ein TV-Star mit einer TV-Aktion für Aufregung: Comedian Oliver Pocher hat sich für seine RTL-Show "Pocher - gefährlich ehrlich!" in Gütersloh als Clemens Tönnies ausgegeben und den Fleischkonzern auf die Schippe genommen.

Nach Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf – Reisewarnung für NRW verkündet 

Update: 12.50 Uhr. Die Regierung in Österreich hat nun eine Reisewarnung für NRW herausgegeben. Grund dafür sind die steigenden Infektionszahlen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf. Außerdem haben die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein aufgrund des Coronavirus nun ebenfalls ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gütersloh verhängt. Mehrere Touristen auf Usedom mussten nach Angaben des TV-Nachrichtensender ntv bereits ihre Koffer packen. 

Coronavirus: Bayern verhängt Beherbergungsverbot für Menschen aus Gütersloh

Update: 24. Juni, 9.55 Uhr. Das Bundesland Bayern hat für Menschen aus dem Kreis Gütersloh nun ein Beherbergungsverbot erlassen. Damit könnten viele Personen aus der Region, die einen Urlaub in Süddeutschland gebucht haben, Probleme bekommen. Möglicherweise werden sie ihre Reise nicht antreten dürfen. Außerdem bleiben sie voraussichtlich auf den Kosten hängen. 

Wegen des Corona-Massenausbruchs bei Tönnies, musste die NRW-Landesregierung die Reißleine ziehen: Nachdem der Lockdown für den Kreis Gütersloh verkündet wurde und der Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch zusammengebrochen war, spitzt sich die Lage in dem Risikogebiet weiter zu.

Gütersloh – Die Coronavirus-Krise im Kreis nimmt immer größere Ausmaße an. Bereits über 1500 Mitarbeiter des Schlachtbetriebs Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück sind mittlerweile infiziert. Welche Auswirkungen der Ausbruch auf die Bewohner hat, ist noch unklar. Die Verantwortlichen legen bislang noch keine klare Linie offen. Fest steht: Durch die Betriebsmitarbeiter steigen die Neuinfektionen in der Region rasant an. Hat die Krise nun auch Auswirkungen auf den Urlaub der Bewohner des Kreises Gütersloh?

Fleischkonzern

Tönnies

Zentrale 

Rheda-Wiedenbrück

Mitarbeiterzahl

9007 (2018)

Gründung

1971


Das Verschwinden eines 35-jährigen Mannes sorgt in der Stadt seit Sonntag (5. Juli) ebenfalls für Aufmerksamkeit: Nachdem der vermisste Marco R. aus Gütersloh spurlos verschwand, starte seine Schwester einen Suchaufruf bei Facebook, der tausendfach geteilt wurde.

Reisen aus dem Kreis Gütersloh: Erschwerte Bedingungen für Urlauber

Offenbar ja. Diese Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs sind laut eines Berichts von Radio Gütersloh bereits jetzt zu spüren. So seien bereits erste Buchungen von Urlaubern aus dem Kreis Gütersloh storniert worden. Ein Ehepaar aus der Region wurde von einem Urlaub auf Usedom offenbar wieder heimgeschickt.

Krise bei Tönnies: Tausende infizierte Mitarbeiter gefährden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh.

Besonders heikel: Mecklenburg-Vorpommern verlangt von Urlaubern aus Corona-Risikogebieten ein ärztliches Unbedenklichkeitszeugnis. Der Kreis Gütersloh wird mittlerweile zu eben diesen Risikogebieten gezählt. Laut des Berichts gab es auch schon Absagen von Vermietern auf Sylt und Norderney. Hilfe können Betroffene unter anderem bei der Verbraucherzentrale NRW finden

Corona-Krise im Kreis Gütersloh: Wie geht es weiter?

In Anbetracht der brenzligen Corona-Lage im Kreis Gütersloh hoffen Bewohner, dass die Regierung schnell handelt. Noch zögert NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der gesamten Region einen Lockdown aufzuerlegen. Die über 6000 Mitarbeiter von Tönnies wurden bereits unter Quarantäne gesetzt. Auch die Geschäftsführung um Clemens Tönnies.

Doch bei einer Kontrolle am Sonntag (21. Juni) unter Tönnies-Angestellten aus Bielefeld zeigte sich, dass sich längst nicht alle an die Coronavirus-Auflagen halten. Es bleibt also abzuwarten, ob die Verantwortlichen nun schnell und konsequent handeln und die Schutzmaßnahmen weiter verstärken. Da viele Tönnies-Mitarbeiter nicht gut Deutsch sprechen und so die Verhaltensregeln nicht richtig verstehen, sucht der Kreis Gütersloh nun dringend Dolmetscher: 

Die Skandal-Aufnahmen bei Deutschlands größten Fleischkonzern werfen weiterhin fragen auf: Die Urheberin des Tönnies-Videos im Kreis Gütersloh wurde gekündigt, doch die Frau wehrt sich nun gegen ihre Entlassung und zieht vor das Arbeitsgericht in Bielefeld. 

Derweil ist der Lockdown im Kreis Gütersloh beendet. Dies beschloss das Oberverwaltungsgericht in Münster.

Ein Freizeitpark in NRW hat sich eine nie da gewesene Rabatt-Aktion überlegt: Das Safariland Stukenbrock in Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) bedankt sich bei den Corona-Helfern mit einer großzügigen Aktion und lädt einige Berufsgruppen kostenlos in den Wildlife-Zoo ein.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Clara Margais

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