Kreis Gütersloh

Tödlicher Messerangriff bei Tönnies – Staatsanwaltschaft geht nächsten Schritt

Am Logo eines Werksgebäudes des Fleischbetriebes Tönnies spiegelt sich die Morgensonne.
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Auf dem Werksgelände von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück kam es zu einer Bluttat. (Symbolbild)

Der tödliche Messerangriff beim Fleischkonzern Tönnies landet wohl vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft klagt einen 36-jährigen Mann wegen Totschlags an.

Rheda-Wiedenbrück/Bielefeld – Vor dem Landgericht Bielefeld muss sich demnächst ein Tönnies-Mitarbeiter in einem Prozess verantworten. Dem Angestellten wird vorgeworfen, am 12. März im Zuge eines Streits mit einem Messer auf einen Kollegen eingestochen zu haben. Bei dem Angriff, der sich im Hauptwerk des Fleischkonzerns in Rheda-Wiedenbrück ereignet hat, kam ein 34-jähriger Mann ums Leben. Gegen den 36-jährigen Beschuldigten erhob die Staatsanwaltschaft nun Anklage.

FleischkonzernTönnies Holding
Gründung1971
HauptsitzRheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh)

Messerangriff bei Tönnies mit tödlichem Ausgang – Prozess in Bielefeld startet bald

Wie kam es zu dem tödlichen Messerangriff bei Tönnies und warum musste der Mitarbeiter bei der Auseinandersetzung sterben? Mit diesen Fragen müssen sich demnächst die Richter am Landgericht Bielefeld befassen. Der Angeklagte gab während der polizeilichen Ermittlungen zu Protokoll, dass er sich von dem Opfer bedroht gefühlt habe aus Notwehr mit einem Messer auf ihn eingestochen habe. Die Staatsanwaltschaft geht jedoch von einem ganz anderen Tatgeschehen aus. Nach Auffassung der Behörde sei die Tat im Affekt geschehen. Wegen Totschlags muss sich der Angeklagte vor Gericht verantworten.

Der 34-jährige Mann starb durch einen Messerstich in die Brust. Das hatte die Obduktion der Leiche ergeben. Trotz sofortiger Ersthilfemaßnahmen ist der Mitarbeiter nach dem gewaltsamen Angriff, der in der Zerlegeabteilung von Tönnies geschah, im Krankenhaus verstorben. Tönnies-Firmensprecher André Vielstädte gab nach dem tödlichen Messerangriff beim Konzern im Kreis Gütersloh eine Erklärung ab: „Diese entsetzliche Tat muss vollumfänglich aufgeklärt werden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben unsere vollste Unterstützung. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme sind bei der Familie und Freunden des Mitarbeiters.“ Der mutmaßliche Täter wurde noch am 12. April dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Seitdem sitzt der Beschuldigte in der JVA Brackwede in Bielefeld in U-Haft.

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